Thursday, March 04, 2010

Interessantes Postscriptum...

... zu diesem am römsten-Artikel [via kath.net]:
    Während in immer mehr nordrhein-westfälischen Gerichtssälen die Kreuze in den vergangenen Jahren entfernt wurden, wurde vor kurzem bekannt, dass im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf Fußwaschbecken für Muslime eingebaut worden sind.
Man kann sich natürlich über die Wertigkeit der Präsenz von Fußwaschbecken und Kruzifixen für den individuellen christlichen oder moslemischen Gläubigen einerseits und die von dieser Präsenz ebenfalls betroffenen Nicht-Christen oder Nicht-Moslems andererseits streiten.

Was meiner Meinung nach weniger strittig ist, ist das Signal, das hier öffentich gesendet wird. Wie ich gestern bereits einmal erwähnte: Ein Kreuz und ein Fußwaschbecken sind Zeichen und somit Realitäten, die, wenn wahrgenommen, auf andere Realitäten hinweisen. In den genannten Beispielen wird auf den christlichen und den moslemischen Glauben hingewiesen. Es spielt hier kaum einer Rolle, daß die abgehängten Kreuze "öffentlicher" waren als die Fußwaschbecken, da die Berichterstattung beides öffentich macht und somit das Entfernen der Kreuze auf der einen Seite und das Implementieren der Fußwaschbecken auf der anderen Seite ihrerseits wieder zu Zeichen werden, die auf ganz andere Realitäten hinweisen: Das christliche Erbe unseres Kontinents wird weiter zurückgedrängt, während anderen Religionen mehr Spielraum eingeräumt wird.

Anderen Religionen Entfaltunsmöglichkeiten zu bieten ist in sich nicht falsch. Es wird aber zu einem leicht mißverständlichen Zeichen, wenn in der Öffentlichkeit eine vermeintliche "Aufwertung" des moslemischen Glaubens durch erweiterten Zugang zu bestimmten ihm eigenen Praktiken ein erzwungener Rückzug christlicher Symbole gegenübersteht.

5 comments:

Arminius said...

Der Einbau der Fußwaschbecken ist halt kundenorientiertes Handeln. Daran kann man sehr gut ablesen, welche Klientel die Hochsicherheitstrakte unserer Gefängnisse bevorzugt bevölkert.

Alipius said...

So kann man's auch sehen...

kalliopevorleserin said...

Das ist ein blöder, tendenziöser Kommentar, der keinem weiterhilft. Die meisten Leute in deutschen Gefängnissen sind deutsch, wie jeder Gefängnisseelsorger bestätigen kann.
Ja, Ihr werdet es kaum für möglich halten: Es gibt deutsche Vergewaltiger, Zuhälter, Dealer, Mörder, Räuber, Steuerhinterzieher, Betrüger, Heiratsschwindler, Umweltvergifter...
Auch wenn die beileibe nicht alle im Knast sitzen.

Übrigens, auch wenn das Wort "Kunde" schrecklich modern ist - zum Wesen eines Kunden gehört, daß er auch zur Konkurrenz gehen kann. Knäste und Arbeitsämter haben keine Kunden.

Alipius said...

Also, ich habe ja nur gesagt, daß man es auch so sehen KANN (nicht MUSS).

Mein Erfahrungshorizont reicht dann doch schon so weit, daß ich mir deutsche Vergewaltiger, Zuhälter, Dealer, Mörder, Räuber, Steuerhinterzieher, Betrüger, Heiratsschwindler, Umweltvergifter nicht nur vorstellen kann.

Aber: Immerhin war ja nicht schlicht von deutschen Gefängnissen, sondern vom Hochsicherheitstrakt eines Landesgerichtes die Rede.

Ich gebe aber zu: Das kann (und wird natürlich auch) bedeuten, daß muslimische Hochsicherheitstrakts-Durchwanderer nicht notwendigerweise in der Überzahl, sondern einfach religiöser gefestigt sind, als ihre christlichen Kollegen. Eine These, die sich leicht halten läßt, wenn man sich einmal ansieht, zu welcher Religion in europäischen Gefängnissen die Leute in der Regel konvertieren, wenn sie es denn überhaupt tun.

Arminius said...

Nun, liebe Vorleserin, in absoluten Zahlen magst Du noch recht haben, gemessen am Anteil in der Bevölkerung sieht das schon ganz anders aus.

Was die These von der stärkeren Religiösität krimineller Mohammedaner angeht, so mag das auch daran liegen, daß vieles, was der Koran und die Sharia erlauben nach unserem StGB nun einmal verboten ist. Ich verweise in diesem Zusammenhang einfach mal auf die in den Hadithen überlieferten Verbrechen ihres falschen Propheten.