Tuesday, March 23, 2010

Lieber Heiliger Vater...

Ich gestehe...

Ich bin ein unverbesserlicher Papist und Römling!


Weil ich leibliche Eltern habe, die mich in meinen Jahren der Schwäche, der Abhängigkeit, der Ungelehrtheit und der Neugierde mit allem versorgten, was ein wachsender Racker benötigt...


... weiß ich, was es bedeutet, einem geistlichen Vater den Vertrauensvorschuß der Liebe und des Gehorsams entgegenzubringen.


Daher bin ich ganz und gar nicht der Meinung, daß Sie, Heiliger Vater, eine "Gefahr für die Kirche" darstellen,...


... daß Sie, Heiliger Vater, unter Realitätsverlust leiden oder...


... daß Sie, Heiliger Vater, schlicht ein Versager sind.


Wer in hohem Alter die Last dieses Amtes trägt und gleichzeitig Mensch bleibt,...


... der hat auch und deswegen als Person meinen Respekt.


Daher distanziere ich mich deutlich und scharf von allen Individuen, die - aufgrund welchen Skandales auch immer - ihre Pflichten als Söhne und Töchter der Kirche vergessen und in unreifer Ablehnung unserem geistlichen Oberhaupt - Ihnen, Heiliger Vater - mindestens die öffentliche Unterstützung, wenn nicht gar das Gebet verweigern.


Ich werd' wieder zum Bub und sage: "Danke, Papi!"


Oder, geziemender ausgedrückt: "Ich hätte es für jeden Ihrer Vorgänger getan, Heiliger Vater, und ich werde es sicherlich auch für Sie tun!"

6 comments:

Benedetta said...

Dem schließe ich mich aus vollstem Herzen an!!

Hier mein kleiner Beitrag dazu:

http://i208.photobucket.com/albums/bb61/Dioana4/iostocolpapajd1xn3.gif

simon said...

Danke, geliebter Heiliger Vater! Wir sind stolz auf Dich! Segne uns und die ganze Welt!

@Alipius: Herrliche Bilder, vielen Dank für diesen schönen Beitrag. Herzliche Grüße!

kalliopevorleserin said...

Hmm, naja... die Dargestellten: Gut! Aber ich vermisse doch die Borgias. Eine Argumentation zur Verehrung Alexanders VI. fände ich interessant. (Gebet für ihn: Wenn man vom Sinn einer Fürbitte für Verstorben ausgeht, eine einleuchtende Notwendigkeit.)

Anders gesagt: In jedem Stand gibt es Bessere und Schlechtere, eventuell sogar ein paar ganz Üble. Menschen halt.

Alipius said...

@ Benedetta: Schickes ani-gif!

@ Simon: Gerne!

@ Kalliope: Also, ich habe einfach die Päpste von Pius IX bis heute in chronologischer Reihenefolge abgebildet. Da war dann eben kein Renaissance-Wüstling dabei. Und - Du kennst mich - da ich weiß, daß es immer und überall in jedem Bereich gute und böse Menschen gibt, glaube ich, daß es in diesen Tagen, wo so oft der Eindruck erweckt wird, Priester seien Kinderschänder, die Kirche sei ein Sumpf und der Papst sei an allem Schuld, eine hemmungslos unreflektierte Liebeserklärung legitim ist.

Anonymous said...

@ kalliopevorleserin:
Ich nehme an, der Thomas ist zu bescheiden für einen direkten Hinweis auf seine Seite, daher tu ich`s mal.

http://thomassein.blogspot.com/

kalliopevorleserin said...

Anonymous: Danke für den Link!
Alipius: Das kann ich nachvollziehen. Ich habe nur bei positiven Vorurteilen fast genauso viel Bedenken wie bei negativen. Ein Satz (den Du, Dank auch hierfür, nicht geschrieben hast), der anfinge "Päpste sind" - und nicht eine bloße Definition des Wortes "Papst" ist -, wäre genau so bedenklich wie Sätze mit dem Beginn "Frauen sind", "Männer sind", "Katholiken sind" etc.