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Monday, June 14, 2010

Ihr seid spitze!

Ihr erinnert Euch an das Hammer-Examen, für welches ich um eine Extraportion Gebete bat? Ich kann nur sagen: Wir haben's geschafft! Heute kamen die Ergebnisse rein, und ich habe 10 Punkte (was einer glatten Eins entspricht)!

Mille grazie!

Thursday, June 10, 2010

Danke!

Ich hatte geschrieben, daß das Super-Mega-Hardcore-Examen am Freitag ist. Da hatte ich mich ein wenig vertan. Es war bereits heute.

Und ich habe bestanden! Ich weiß noch nicht, mit welcher Note, aber daß ich durch bin ist sicher.

Daher also meinen herzlichen Dank an alle für Eure Gebete und für Eure Kerzlein und Kerzen!

Seltsam: Wenn ich mich jetzt so langsam aber sicher von einem Mitstudenten nach dem anderen verabschiede und es nicht mehr zu diesem lässigen "Schönen Sommer! Wir sehen uns dann im Oktober" kommt, sondern eher zu "Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann mal wieder", dann weiß ich in der Tat, daß die Zeit in Rom abläuft und ein neuer Abschnitt beginnt.

Drei Examen noch (zwei einfache und ein mittelschweres) und ich bin fertig!

Österreich wartet. Ich auch!

Monday, June 07, 2010

Am Freitag...

... habe ich das aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-allerschwerste Examen EVER!

Daher muß ich pauken, als bekäme ich's bezahlt.

Das bedeutet nicht, daß ich bis Freitag nicht mehr blogge (ich muß ja zwischendurch auch mal eine Studier-Pause einlegen). Aber es heißt, daß erstens weniger gebloggt wird und daß ich zweitens um tausendmilliausend angezündete Kerzlein und Gebete bitte.

Ihr habt mich schon durch so viele andere schwierige Examen geboxt, das eine schafft Ihr auch noch! Danke!

Friday, June 04, 2010

2 bestanden...

... noch 4 sind übrig!

(Irgendwie werde ich dieses Gefühl der Schwerelosigkeit nach gut bestandenen Examen vermissen. Aber ich denke, es gibt in der Pastoral vielleicht etwas ähnliches, keine Ahnung... eine gelungene Predigt oder nettes Feedback der Gemeinde... Ja, ich bin ein Erkenntlichkeits-Junkie, sorry!)

Wednesday, June 02, 2010

Der Endspurt läuft...

Ich habe gestern das erste Examen bestanden und dies zum Glück sehr gut. Es ist für mich immer wichtig, daß die erste Prüfung läuft wie geschmiert. Das gibt mir immer das nötige Selbstvertrauen für die anderen Examen.

Das Fach war übrigens "Familien- und Sexualmoral".

Und da wir grade beim Thema sind:
    Tattoo-Model wünscht von Bullock Dankbarkeit für ihre Enthüllung

    Tattoo-Model Michelle McGee lobt sich selbst dafür, dass sie ihre Affäre mit Sandra Bullocks Noch-Ehemann Jesse James enthüllt hat. "Ich denke, irgendwie sollte Sandra dankbar sein, dass sie über mich erfahren hat, dass ihr Mann sie betrügt", sagte die 32-Jährige dem kanadischen Fernsehsender CTV am Dienstag.
"Okay! Ja, komm! Wir sind jetzt beste Freundinnen!"

Thursday, February 11, 2010

Zwei... Eins... Yesssss!

Oh yeah, Baby! Zeit für die Kuntz-Säge!

Ich habe die letzen beiden Prüfungen hinter mir. Gestern am Nachmittag gab's Ökumene, was einigermaßen geziemend verlief, da die Professorin so freundlich war, mich hauptsächlich mit sehr allgemein gehaltenen Fragen zu verwöhnen, auf welche man lang und ausschweifend antworten konnte (Sprich: Ich habe mir den Hals aus der Schlinge gelabert).

Heute dann das schriftliche Examen in den "Katholischen Briefen". Da hat sich das Lernen einmal gar nicht rentiert. Ich habe bis zur Pupillenstarre die ganzen Theologien der Briefe gelernt, war bis zur Schädeldecke mit Christologien, Ekklesiologien, Eschatologien und was-weiß-ich-nicht-noch-alles-ien angefüllt, und dann fragt der Professor nur zu zwei Briefen (2 Peter und Judas), wann, wo, von wem und warum sie geschrieben wurden, wollte kurz etwas zur Kanonizität wissen und das war's! Ich war nach einer Viertelstunde fertig. Okay, es war demnach ein einfache Examen, welches ich (und alle Anderen auch, wie ich später bei Cappucino und allgemeiner Rückschau erfuhr) leicht bestand. Aber blöd war's schon, so viel gebüffelt zu haben und nicht danch gefragt zu werden.

Wen schert's! Ich habe die sieben Examen hinter mir und bestanden. Mehr wollte ich eh nicht.

Okay, jetzt stehen erst einmal dreieinhalb Tage süßen Nichtstuns an. Das aktuelle Wetter und die Vorhersage lassen ahnen, daß Kälte und Regen für die nächsten zwei Tage ausgedehnte Spaziergänge nicht zulassen werden. Für am römsten-Junkies ist das eine gute Nachricht, bedeutet es doch, daß ich mit hoher Wahrscheinlichkeit viel bloggen werde.

Ja, also: Schöne Grüße an Euch alle und ganz herzlichen Dank für Eure Gebete und guten Wünsche!

Tuesday, February 09, 2010

Fünf... Vier... Drei... Zwei

Kurzer Zwischenstand: Ich habe drei weitere Examen überstanden: Die Psalmen und die Bücher der Weisheit bereits am 2. Februar, Die Sakramente (Teil I) am 5. und heute Gerechtigkeit.

Das heutige Examen war sicherlich das entspannteste, kürzeste und vom Aufwand-/Nutzen-Standpunkt aus erfolgreichste aller Zeiten: Professor Williams, ein uralter, runzliger, sich in einem unvorstellbar geschliffenen und präzisen Englisch ausdrückender Dominikaner aus den USA, fühlte sich nach den ersten Befragungen ein wenig müde und schwach. Daher rief er alle acht noch außerhalb des Klassenzimmers wartenden Studenten (darunter auch mich) hinein und unterzog uns einer geschickten und superkurzen Stichwortbefragung, welche sofort aufdeckte, ob man den Stoff gelernt und verstanden hatte, oder nicht. Für mich und für alle Anderen bedeutete dies eine glatte 10 (höchte Punktzahl), da wir alle fleißig gebüffelt hatten. Der Clou: Pro Person betrug die Befragungszeit zwischen 30 und 60 Sekunden. So ein Examen laß ich mir gefallen!

Morgen Nachmittag steht noch das Ökumene-Examen an (wovor es mir ein wenig graust, weil die Liste der obligatorisch sich reinzuziehenden Literatur einfach nicht endet und ich noch durch zwei Kasper-Dokumente durch muß), und übermorgen wird zum vorerst letzen Mal geschwitzt: Die katholischen Briefe. Dann drei Tage Füße hoch und am Montag beginnt schon das neue Semester.

Monday, February 01, 2010

Sechs... Fünf...

Habe heute das schriftliche Examen in "moderner" (Luther bis 1. Vatikanisches Konzil) Kirchengeschichte über- und zweifelsohne auch bestanden.

Ich hatte schon vor dem Kurs meine Probleme mit den Tridentinischen Pauls und Piussen, konnte mir einfach nicht merken, ob der betreffende Papst jetzt ein Paul oder ein Pius war. Dies galt besonders für Paul III, Einberufer und Off-Kicker des Konzils. Jetzt habe ich mir vor dem Examen es SO DERMASSEN eingebläut, daß es PAUL III ist, daß ich prompt die "Füllen sie die Lücke im Satz"-Frage nach dem nachkonziliaren Papst, der unter anderem für das neue Missale verantwortlich war, kaltlächelnd mit PAUL V beantwortet habe! AAAAAARRRRGGGGHH! Dabei wußte ich natürlich, daß es ein Pius war. Ich war nur durch das Büffeln so verpault, daß mir erst nach Verlassen des Raumes im photographischen Gedächtnis auffiel, was ich angerichtet hatte.

Aber, okay, ich will nicht meckern. Die anderen 14 "Lücken-Füll"-Fragen gingen klar und die beiden Essay-Fragen habe ich auch einigermaßen ausführlich beantwortet. Nur noch fünf!

Das nächste Examen steht allerdings bereits morgen früh an: Psalmen und Weisheitsbücher. Dieses Examen ist mündlich und: Ich habe es offenbar bereits bestanden!!! Wir mußten nämlich während des Semesters eine Arbeit über einen der Psalmen (konnten wir uns aussuchen) schreiben. Und wer diese Arbeit rechtzeitig eingereicht hat, der bekommt offenbar auf jeden Fall schon mal 7 Punkte. Weniger als 6 wäre "nicht bestanden", also sind wir alle auf der sicheren Seite und es geht morgen nur noch darum, wieviel wir letztlich abgrasen. Da mich die dämliche Erkältung bis gestern von wirlich zielführendem Lernen abgehalten hat, lasse ich es für morgen auch entsprechend cool angehen. Ich habe eben nochmal das Skript gelesen und jetzt ist Ruhe!

Saturday, January 30, 2010

Sieben..., Sechs...

Der Countdown läuft!

Habe mich heute morgen (noch reichlich verschnupft aber ohne Fieber und Kopfweh) aus dem Bett geschält und zum Angelicum geschleppt, um dort das erste mündliche Examen abzulegen: Pastoraltheologie.

Ich fühlte mich, was den Kursinhalt betrifft, nur so halb fit, weil das Studieren der Klassen-Notizen mit der Erkältung einfach zu mühselig und frustrierend war. Was meine pastorale "Intuition" betrifft, glaubte ich mich aber halbwegs auf der sicheren Seite. Und, siehe da: Der Professor hat doch tatsächlich die Fragen so gestellt, daß eine auf persönlichen Erfahrungen und Überlegungen gründende Antwort ihn zufrieden stellte. Heißa!

Professor O'Connor, ein grauhaariger, cooler und reichlich orthodoxer Ire, schloß dann die Befragung mit dem Satz "You have done well...", ersparte sich aber leider das "...young Jedi". Okay, man kann halt nicht alles haben, und ein prima bestandenes erstes Examen gibt ja auch so erst einmal Saft und Selbtvertrauen für die nächsten zwei Wochen.

Friday, January 15, 2010

Oh Mann!

Ich habe heute den Fahrplan für die Examen dieses Semeters bekommen! Und ich kann nur sagen: Extreme-Naseindiebücherstecking!

Ganz genau! Danke Pain! Danke Splatter!

Sieben Examen in zehn Tagen, davon drei schriftlich, davon zwei mega-komplex... Die wissen schon, wie sie einem das letzte Studienjahr versüßen können! Naja, ich laß den Kopf nicht hängen, sondern pauk mich jetzt halt da durch. Dies bedeutet, daß ich bis Mitte Februar auf am römsten möglicherweise immer erst etwas später am Tage - bzw am frühen Abend - bloggen werde, quasi so als Entspannung vom Büffeln. Und wenn ich mal 24 Stunden gar nichts von mir hören lasse, dann dürft Ihr Euch auch nicht wundern. Wir werden sehen. Drückt mir die Daumen, zündet ein Kerzchen an, sprecht ein Gebet und dann wird das schon fluppen!

Tuesday, June 16, 2009

Tja...

... jetzt wollte ich heute eigentlich noch schön viel bloggen. Aber ich war ziemlich alle vom Studieren und hab daher nur ein wenig den Sonnenschein genossen und ein ausgedehntes Mittagsschläfchen gehalten.

Das zweite Jahr des Theologiestudiums ist also vorüber. Alles ist gut gelaufen, die letzten Noten stehen noch aus, aber bestanden sind die Examen auf jeden Fall alle, und das auch eher hochanständig als schmachvoll. Also einmal kurz den Korken knallen lassen.

** plopp **

Gelernt habe ich wieder eine Menge. Ich muß schon sagen, daß ich es mit dem Angelicum gut getroffen habe. Vor allem die Tatsache, daß es eine vergleichsweise kleine Uni ist, macht das Studieren dort so angenehm. Die Professoren kennen einen wenigstens vom Sehen, meistens sogar mit Namen. Sie haben in der Regel auch außerhalb der Vorlesungsräume immer mal Zeit für ein Schwätzchen bei einem Espresso und scheinen grundsätzlich immer sehr um das Wohl der Studenten bemüht. Es gibt keinen, der einen während einer Prüfung ins Messer laufen läßt. Im Gegenteil: Wenn man zwischen zwei Noten hängt, gibt es in der Regel die bessere, was natürlich in Situationen wie 5.5 Punkte (durchgefallen) oder 6.0 Punkte (grade noch bestanden) einen gewaltigen Unterschied macht (Das beruht jetzt nicht auf persönlicher Erfahrung, sondern wurde mir von Betroffenen zugetragen ;-)


Hach, jetzt bleibt mir nur noch ein Jahr in Rom! Einerseits schade, denn ich fühle mich unter all den durchgedrehten Italienern irgendwie schon pudelwohl. Ich werde vor allem die goldsonnigen Herbsttage vermissen. Dann das feine Essen...


... hoppla!

Und dann ist Rom natürlich Rom. Sooooo viel zu Gucken und zu Staunen! Ich werde wohl erst, wenn ich Rom verlassen habe, zu schätzen wissen, wie es ist, mal eben rüberzulatschen zum Vatikan, oder über den Corso zu spazieren, oder zur Villa Medici raufzugehen, oder über den Gianicolo zu schlendern, oder in Trastevere Haustüren zu photographieren oder, oder, oder ...

** seufz **

Aber da ja noch ein volles Jahr Zeit ist, werde ich einfach versuchen, neben dem Studium auch aus Rom das Beste zu machen!

Und, ganz ehrlich: Zu Hause ist es natürlich immer doch noch am schönsten! Hach ja, mein geliebtes Stift Klosterneuburg... Wenn man mal nur nach den Kriterien geht "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige tun", dann erscheinen mir sowohl mein Leben im Stift als auch die in etwas weniger als zwei Jahren anstehende Priesterweihe in der Rückschau nicht nur wie das schlüssige Ende einer langen Suche, sondern auch wie das Einfahren nud Vor-Anker-Gehen in einen Hafen. Gott sei's gedankt! Mann, hab ich den Guten Schöpfer lang warten lassen! Andererseits: "Zur richtigen Zeit..."

Also, Ihr könnt Euch schon mal darauf einrichten, daß Ihr so um Ostern 2011 herum ganz massiv für den krümelkleinen, mit verschüchterten Bambiaugen in die Gemeinde glotzenden Neupriester Alipius ein paar Gebete abzudrücken habt.

Naja... "Krümelklein"... Ihr kennt mich natürlich besser.

"Und was machen wir in diesem Sommer, Alipius?"

"Das, was wir jeden Sommer machen: Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen!"


Scherz beiseite: Mein weiterer Werdegang wäre vielleicht auch ein Grund, am römsten vorübergehend nur auf Eis zu legen und alle paar Wochen mal eine kleine Notiz abzuliefern, wie es denn so geht und steht. Vielleicht auch ein paar Photos oder so... Mal schaun. Wenn's Euch interessiert, wie's mit dem Herrn Alipius weitergeht, dann will ich mich wenigstens bis zur Priesterweihe blogmäßig nicht lumpen lassen und Euch auf dem laufenden halten.

Ich werde auch wie gewohnt versuchen, während des Sommers hin und wieder mal "Piep" zu sagen, also schaut ruhig mal vorbei.

Naja, viel mehr habe ich im Moment eigentlich nicht zu sagen. Ich danke nochmals herzlich für alle Gebete und guten Wünsche während der Examen! Hier ist ein Blumenstrauß als kleines Dankeschön:



Genießt den Sommer!

Alles Liebe,
Alipius

P.S.: Normalbetrieb auf am römsten wieder ab Anfang/Mitte Oktober!

Saturday, June 06, 2009

Yah-hah!

Bin heute morgen um 6:00 aufgestanden (worden), weil draußen großes Gewitter war. Dusche, Brevier, Messe, eine Tasse Kaffee und ein Glas frisch gepresster Orangensaft und dann gegen 9:00 ab zum Angelicum. Zwar fand das Christologie-Examen erst um 11:30 statt, aber den letzten Check des Lehrmaterials vor einer Prüfung mache ich immer gerne im Garten des Angelicum, gegenüber der Joseph-Statue unter den Mandarinenbäumen.

Ich habe in jedem Semester so ein "Angst"-Examen. "Angst" nicht im Sinne von totaler Panik, eher im Sinne eines "weiß nicht"-Gefühls. Ich bin mir dann meistens nicht sicher, ob ich die Materie wirklich so gut kenne, wie der Prof es gerne hätte. In diesem Semester war Christologie das gefürchtete Examen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals über 120 Seiten Vorlesungsnotizen für einen einzigen Kurs geschrieben zu haben. Also gab's sehr sehr viel zu büffeln, dies in sehr, sehr kurzer Zeit, da der Herr Alipius ein natural born Faulenzer ist und immer erst gegen Ende des Semesters mit dem Lernen beginnt. Das Gute war, daß ich für Christologie auch eine Arbeit schreiben mußte, die 50% der Note ausmacht ("Die messianischen Titel Jesu im Neuen Testament"). Und schriftliche Arbeiten scheinen irgendwie meine Spezialität zu sein.

Naja, heute komm ich also zum Examen rein und der Prof strahlt mich gleich zu von wegen wie prima ihm die Arbeit gefallen habe. Er müsse aber leider halt doch einen halben Punkt vom Bestergebnis abziehen, weil es irgendwo einen minimale Form-Ungenauigkeit gab...

Dann ab zur mündlichen Prüfung. Erstmal sollte ich meine Herangehensweise an das Thema der schriftlichen Arbeit erklären. Der Prof ist offenbar total darauf abgefahren, daß ich zu Beginn erst einmal die Begriffe "messianisch" und "Titel" definiert habe. Hab ich eigentlich weniger für die Arbeit als für mich selbst gemacht. Will schließlich wissen, worüber ich schreibe.

Danach legt der gute Mann mir die Daumenschrauben an und röstet mich auf kleiner Flamme zum Thema "Die Christologischen Konzile des 5. Jahrhunderts und die in ihnen bekämpften Häresien". An dieser Stelle einen heißen Dank an alle, die für mich gebetet und ein Kerzchen angezündet haben. Denn das war genau eines der beiden Themen, auf die ich mich am penibelsten vorbereitet hatte. Also extreme Punkte-Einheimsung. Dann noch ein kuzer Ausflug in die "Ontologischen, psychologischen und moralischen Implikationen der hypostatischen Union", wo auch alles reibungslos verlief.

Wenn ich den Professor am Ende der Prüfung richtig verstanden habe, dann wird er mir mindestens eine 1- oder eine 2+ oder was auch immer zwischen 1 und 2 liegt geben. Seufz! Da ging's mir aber erstsmal rosig!

Gleich nach dem Examen meldete sich dann knurrend der Magen und mir fiel ein, daß ich noch gar nichts gegessen hatte. Also zur Belohnung ab ins Il Buco. Dort große Wiedersehensfreude auf menschlicher und teigwariger Ebene (hab natürlich eine Portion Spaghetti al Pecorino inhaliert). Dazu ein Scallopine Marsala und vorweg einen Hauch Prosciutto mit Melone. Als ich ging, sagt ich dem Padrone, daß er mich wohl erstmal bis Oktober nicht wiedersieht, weil jetzt Sommer-Studienpause ist und so. Er rannte dann in die Küche und hat mir (weil er weiß, daß ich rauche) einen kleinen Haus-Ascher mit einem niedlichen aufgedrucken Motiv als Geschenk mitgegeben: "Damit sie uns nicht vergessen und nach dem Sommer auch hübsch wiederkommen!" (mit breitem italienischem Grinsen).

Man kann ja den Italienern einiges vorwerfen, aber ihre Lust am kurzen Schwätzchen, ihre Fähigkeit, für den Verzehr eines Espresso 25 Minuten zu benötigen, ihr Muttermilch-Katholizismus und ihre quasi-schmeichlerische Art, die doch irgendwie immer völig liebenswert und humorig erscheint: Das alles macht sie schon zu einem angehehmen Völkchen.

Okay, heute hab ich dann auch mal wieder Zeit, ein wenig zu bloggen und anderen Unfug zu treiben. Morgen laß ich es so halb-streng angehen (ist sclhießlich der Tag des Herrn) und ab Montag bin ich dann erstmal wieder in der Versenkung.

Sunday, February 15, 2009

So!

Examen vorbei! Gestern habe ich die letzte mündliche Prüfung (Kirchenrecht) bestanden. Dann habe ich mir erst einmal den Rest des Tages frei genommen. Das Wetter war nämlich zum ersten Mal seit circa zwei Wochen wieder so richtig überzeugend. Also habe ich erst einmal einen Spaziergang gemacht (ohne Kamera, sorry) und habe mich dann in einem Restaurant ganz in der Nähe zum Mittagessen niedergelassen. Der Laden wird von Rom-Besuchern immer schwer gepriesen, also dachte ich mir, ich probier's mal. Und siehe da: Atmosphäre, Servie und Essen waren gar vorzüglich und somit die passende Krönung für die erfolgreiche Examens-Saison.

Das Nach-Examens-Gefühl ist irgendwie immer ganz speziell. Voraussetzung für eine gewisse Leichtigkeit ist natürlich erst einmal, daß man die Dinger besteht. Wenn eines versiebt wird (eine Erfahrung, die mir - Gott sei Dank - bisher abgeht), dann stelle ich mir das so vor wie damals (Insiderinformation) in Kärnten, als wir nach Abstieg vom Ferlacher Horn (1840 m) plötzlich vor dem Sechter (einem Nebengipfel) standen, den es dann auch noch zu bewältigen galt. Unschön. Sind jedoch die Examen erst einmal bestanden, dann ist eine gleichzeitig schwere aber auch irgendwie prickelnde Last weg. Also fühle ich mich für ungefährt drei Stunden einerseits ungeheuerlich befreit, andererseits irgendwie so ziellos (auf der akademischen Ebene). Naja, das geht dann aber auch schnell vorbei. Und es gibt ja auch immer noch 'am römsten' und die treue Leserschaft, um die ich mich nun wieder verstärkt kümmern kann.

In diesem Sinne: Einen schönen Sonntag!

Monday, January 05, 2009

Frohes neues Jahr!


Ich bin seit gestern wieder in Rom, und jetzt wünsche ich Euch allen erst einmal ein gesegnetes und frohes neues Jahr!

Klosterneuburg war natürlich wunderbar, aber: Kein Schnee! Frechheit! Weihnachten und Neujahr waren aber auch ohne Weiß sehr angenehm, im Kreise der Mitbrüder, mit vielen netten Gästen und viel anständiger Liturgie und Kerzenschein und was alles so dazu gehört.

Ich stecke eigentlich jetzt schon mit anderthalb Beinen in den Examensvorbereitungen. Das zweite Jahr Theologie ist im Vergleich zum ersten wirklich der Ober-Hammer. Gar nicht mal so sehr, was das Verstehen betrifft, sondern eher bzgl der BERGE von Literatur, durch die ich hindurch muß. Hier auf "am römsten" geht's trotzdem erstmal normal weiter. Vielleicht wird es Ende Januar/Anfang Februar wieder etwas dünner. Mal sehen.

Ansonsten gibt's nicht viel zu berichten, weil ich in der Weihnachtspause nicht viel gemacht habe. Entspannung total halt. Ach doch, eine nette Geschichte: Ich hatte einen Vorsorge- und Plaque-weg-Termin bei meinem Zahnarzt. Ich komme rein, setze mich in den gemütlichen Patientenstuhl, die Frau Doktor fährt langsam die Rückenlehne zurück und sagt "Machen Sie mal auf". Ich mache mal auf und - pling - genau in diesem Moment fällt eine alte Amalgam-Füllung raus. Besseres Timing gibt's wohl nicht.

Saturday, October 04, 2008

Waaaaaaaaas?

Da fliege ich also gestern ganz entspannt mit Gabriel nach Rom zurück, wir nisten uns unter großem Hallo und Wiewars und Wiegehts und Schöndichwiederzusehen bei unseren mexikanischen Freunden ein und dann meldet sich heute morgen gleich nach dem Aufstehen ein Komilitone, der uns mitteilt, daß der auf dem Uni-Kalender angegebene Termin für den Start der Vorlesungen leider irgendwie beim Druck um eine Woche verrutscht sei und wir erst am 13. wieder ans Angelicum müssen.

Tja..., was macht man denn in so einer Situation? Ich schlage vor: Eine Woche Urlaub in Rom! Hatte ich nämlich noch nie! Ich war bisher immer nur studierender- oder geprüftwerdenderweise in der Ewigen Stadt. Wenn das Wetter halbwegs mitspielt (momentan kann es sich nicht so richtig zwischen Sonne, Regen und/oder Hagel entscheiden), könnten das ganz schöne sieben Tage werden. Plus: Ich kann mich dann auch schon mal an der Uni zurückmelden und muß nicht nächste Woche in der zwölf Kilometer langen Schlange anstehen.

Okay, 'am römsten' ist also ab heute wieder 'am römsten' und nicht 'am klosterneuburgsten'. Bis bald und schönes Wochenende!

Monday, June 16, 2008

Countdown

Servus!

Hab heute das siebte von acht Examen bestanden. Puh! Donnerstang folgt noch Dreifaltigkeitslehre II, und am Freitag geht's dann ab nach Klosterneuburg, wo ich zumindest für die letzten Junitage erstmal GARNIX mache (außer natürlich brav meine Hauspflichten zu erfüllen, was aber weniger Arbeit als Freude ist, also geschenkt).

Joh, das erste Jahr Theologie ist also damit praktisch vorüber. Was haben wir in den letzten neun Monaten gelernt? Das Theologiestudium selbst ist weniger aufreibend als das Philosophiestudium. Dafür ist aber das Lernen für die Examen in Theologie komischerweise anstrengender. Während des Philosophiestudiums geschah es im Grunde fast einmal täglich, daß ich dasaß und mir plötzlich ein Gedanke aus irgendeinem der Kurse durch den Kopf schoß und mich ein wenig beschäftigte:
    Brentano: "Vielmehr scheint die innere Erfahrung unzweifelhaft zu zeigen, daß die Vorstellung des Tones mit der Vorstellung der Vorstellung des Tones in so eigentümlich inniger Weise verbunden ist, daß sie, indem sie besteht, zugleich innerlich zum Sein der anderen beiträgt."

    Alipius: "Ich will hier raus! Und zwar jetzt!"

    Brentano: "Dies deutet auf eine eigentümliche Verwebung des Objekts der inneren Vorstellung mit dieser selbst und auf die Zugehörigkeit beider zu ein und demselben psychischen Akte hin."

    Alipius: "Ach so. Sag das doch gleich!"
Sprich: Die Materie war irgendwie ständig präsent. Und es war alles so neu. Da war es einfach, den Kram zu nehmen und ihn gemäß der diversen Outlines der Professoren im Hirn zu ordnen, zu examinieren, zu verstehen und wieder auszuspucken. In der Theologie sieht es so aus, daß ich mit vielen Dingen schon hauchzart vertraut bin und daher Themen wie Liturgie, Exegese, Moral, Fundamentaltheologie oder auch Eschatologie sich nicht wie von selbst auf ein leeres Blatt in meinem Hirn schreiben, sondern irgendwie zwischen meinen eigenen Konzepten Platz finden und mit ihnen ein friedliches Nebeneinander arrangieren müssen. Sprich: Ich komme mir da beim Studium und speziell beim Pauken für die Examen manchmal ganz schön selbst in die Quere. Naja, bis jetzt ist alles gut verlaufen.

Ciao,
Alipius

Saturday, June 07, 2008

Halbzeit!

Tach!

So, vier von acht Examen sind erstmal überstanden (Eine 15-Seiten Arbeit für "Die großen Religionen der Welt", eine schriftliche Prüfung in Moraltheologie und zwei mündliche Prüfungen: Die Synoptiker und Eschatologie). Zwar steht noch keine Note fest, aber ich habe alle Arbeiten bestanden (sagt mir zumindest mein Gefühl).

Ergo steht der heutige Samstagnachmittag ganz im Zeichen der hochgelegten Füße und der halbgeschlossenen Augen. Einzig für die treue "am römsten"-Leserschaft mach ich jetzt mal fix ein wenig Energie locker.

Gestern habe ich einen kleinen Erholungsspaziergang durch Trastevere gemacht. Normalerweise habe ich bei solchen Touren immer meine Kamera dabei. Gestern hatte ich sie vergessen und - logo - ich sah eine der bisher abgefahrensten Sachen in Rom: Einen Kerl, der ein kleines Kaninchen an der Leine spazieren führte. Keine Ahnung, was der tiefere Sinn dahinter ist, aber dem hoppelnden Knäuel gefiel es offensichtlich. Es spurtete von Grünstelle zu Grünstelle und fraß sich durch das Grasmenü. Ein ziemlich großer und nicht angeleinter Hund (etwa Dobermann-Größe aber undefinierbar) kam vorbei und ich schnatterte schon in Erwartung des anstehenden Blutbades. Jedoch blickte der Hund nur mal kurz in Richtung Kaninchen und trottete dann weiter. Puh!

Ich ließ mich dann in der Kirche Santa Maria in Trastevere nieder, um in der Sakramentskapelle mal fix ein paar Extra-Gnaden für das nächste Examen einzufahren. Hallöchen, liebe Touris aus Deutschland! Da saß ein ganzes Rudel von Augsburgern herum und ließ sich von einem Tourleiter (der offensichtlich selbst zur Gruppe gehörte, denn er sprach Süddeutsch und redete die Leute mit "Ihr" an) das Bildprogramm der Kapelle erklären. Der gute Mann scheint nur eine "draußen"-Stimme zu besitzen, denn wenn er redete, vibrierten in meiner Hand die Rosenkranzperlen. Macht ja nix, daß etwas entlegene, mit einem Ewigen Licht ausgestattete Kapellen in der Regel für das stille Gebet gedacht sind. Ich lauschte dann ein wenig den Ausführungen des Nebelhorns und war ganz amüsiert, als er ein kleines bißchen Abneigung gegen den Herrn Luther durchblicken ließ. Hähä, da hab ich ihm das Brüllen gleich verziehen.


Sonst noch was? Nö.., ach, doch!

Ihr erinnert Euch vielleicht, daß ich vor längerer Zeit mal über einen anderen Alipius berichtete, nämlich über James Alipius Goold, den ersten Bischof von Melbourne. Damals fand ich irgendwie so gar kein Bildmaterial, welches ihn halbwegs unvernebelt zeigte. Jetzt habe ich neulich im Online-Archiv der "State Library of Victoria" doch tatsächlich zwei prima Photographien gefunden, die ich Euch jetzt mal präsentiere:



Sieht ein bißchen knurrig aus, der Herr Bischof. Dafür hat er aber einen granatenmäßigen Rauchmantel!


Oh, hey! Momentchen mal! In einer Stunde fängt ja die Euro 2008 an! Schweiz - Tschechische Republik, wenn ich mich recht entsinne.

Und morgen dann Deutschland - Polen. Hatten wir doch vor zwei Jahren auch schon. Naja, wenigstens spielt Deutschland diesmal nicht in einer K.O.-Begegnung gegen Kroatien, sonst wär da vielleicht schon Schluß. Am 16. dann die "Das machen wir aber nicht nochmal"-Partie gegen Österreich. Grnfzt. Ich bin ja jetzt Quasi-Österreicher und habe bei Turnieren auch immer ein Herz für die Underdogs. Aber am 16. setzt ich die Schwarz-Rot-Gold-Brille auf (und drück eine gepflegte Weizenkaltschale aus der Heimat weg, denn wir haben hier einen Laden entdeckt, wo's Weißbier gibt).

Okay, genug geschwatzt. Wir sehen uns nächste Woche wieder.

Alles Liebe,
Alipius

P.S.: Rekord! Das ist dar Beitrag mit den bisher meisten Labels auf "am römsten"!

Tuesday, May 27, 2008

Der brave Herr Alipius...

... muß in den nächsten drei Wochen gar fleißig studieren. Sieben Examen stehen an und da muß die Nase halt hin und wieder auch mal in die Bücher. Deswegen wird es auf "am römsten" - wie immer zur Examenszeit - vielleicht ein wenig ruhiger zugehen. Wir werden sehen...

Saturday, May 17, 2008

Wochenende

Hallo zusammen!

Es ist Samstag-Mittag und das Wetter ist (noch) prima. Ich habe grade meine Semesterarbeit für das Fach "Einführung in die Weltreligionen" fertiggeschrieben. Thema: Der Fußballsport als religiöse Tradition. Wie es dazu kam? Der Professor ließ uns die Wahl zwischen einem mündlichen Examen und einer 10 bis 15 Seiten langen schriftlichen Arbeit, in welcher wir eine Religion anhand ihrer Charakteristiken darstellen. Ich ging dann nach der Stunde zu ihm und fragte, an welche Religionen er denn so denke. Er meinte: "Alle, nur nicht deine. Das wäre zu einfach. Von mir aus Atheismus oder auch Fußball." Da machte es 'Bingo' und ich stürzte mich in die Arbeit. Und es hat Spaß gemacht. Nicht nur, weil man das Thema mit einem gewissen Augenzwinkern behandeln kann, sondern auch, weil es wirklich ein riesiges Feld ist, das sich im Rahmen einer Semesterarbeit eigentlich überhaupt nicht anständig beackern läßt. Immerhin fand ich genügend Material, um ein 13 Seiten langes Papier zusammenzustellen. Somit wäre also eines von acht Examen schon mal vom Tisch. Ab dem 3. Juni wird es dann heiß: Sieben weitere Examen in zwei Wochen.

Jetzt nehme ich mir für den Rest des Wochenendes frei und spaziere durch Rom, bis der (schon angekündigte) Regen kommt.

Alles Liebe,
Alipius

Friday, February 15, 2008

Triumph!

So oder ähnlich fühlt man sich, wenn man das letzte Examen des Semesters bestanden hat. Heute morgen war es endlich soweit. Der Pentateuch und die historischen Bücher des Alten Testaments war das Thema. Ich wurde zu Deuteronomium befragt und der Professor hat mich so richtig auf den Grill gelegt. Eine Antwort habe ich dann auch voll versiebt, aber der Rest lief sehr glatt und zufriedenstellend. Also bestanden. Also Glück. Also Pause. Aber leider nur bis Montag, denn dann beginnt schon Semester II.

Quizfrage: Welches historische Ereignis ist hier im Bild festgehalten?