Monday, November 16, 2009

Schwester Robusta

Gita

Ein "Gita" ist so etwas wie ein (Tages-)Ausflug. So einen haben wir gestern gemacht. Und daher habt Ihr auch so lange nichts von mir gehört. Wir waren nämlich von 7:00 Uhr morgens bis 20:00 abends auf Achse. Es ging nach Montecassino und zum Kloster San Benedetto (Sacro Speco) bei Subiaco.

Wir hatten wunderbares Wetter und somit wurde der ganze Tag zu einem echten Erlebnis. Ich habe natürlich auch Photos gemacht, die ich jetzt mal mit Euch teile.

Die ersten drei BIlder habe ich aus dem Bus heraus durch das Fenster gemacht. Daher wirken sie etwas unscharf und leicht getönt
.

Wir fuhren im Nebel und unter Wolken los, aber man konnte schon wegen des hinter den Wolken herrschenden Lichtes ahnen, daß der Tag noch einiges zu bieten hat.


Und plötzlich - wunderbarer Moment - brachen wir auf der Straße, die zum Kloster Montecassino emporführt, durch die Wolkendecke. Es war wie im Flugzeug! Unter uns die Waschküche, über uns blauer Himmel und dazwischen reckte ein Hügel neugierig seine Spitze durch die Wolken.


Hier noch ein Bild durch's Busfenster.


Und hier die ganze Herrlichkeit vom Kloster aus gesehen.


Die altehrwürdige, aus Nachkriegsruinen wiedererstandene Wiege des abendländischen Mönchtums empfing uns in freudlich- hellem Ton, begleitet von anhaltendem, vielstimmigem Vogelgezwitscher.


Hier ein paar Eindrücke von der Architektur.


Montecassino ist riesig.


Die Anlage umfaßt mehrere Innenhäfe mit schmucken Säulengaängen,...


... von denen man nur etwa die Hälfte überhaupt besichtigen kann,...


... weil der Rest Klausur ist.


Von den vielen Statuen diverser Päpste, die man um die Abteikirche herum findet, habe ich natürlich die barockste photographiert: Papst Klemens XI


Das Kloster Montecassino wurde seit seiner Gründung 529 viermal zerstört: 577 durch die Langobarden, 883 von den Sarazenen, 1349 durch ein Erdbeben und schließlich 1944 durch die Alliierten. Nach 1945 wurde die Abtei in nur zehn Jahren wieder aufgebaut, wobei man sich an die Vorgabe des Abtes Rea hielt: "Wo es stand und wie es war." Die Kirche erhielt ihr barockes Inneres zurück. Hier der Blick vom Portal zum Chor.

Vom Chor zum Portal


Der Altar

Es gibt natürlich auch Putti, von denen die um den Altar herum gruppierten einer der vornehmsten Aufgaben der kleinen Himmelsboten nachkommen: Den Menschen daran zu erinnern, daß viele der Dinge, die wir für so wichtig halten, zwar schmuck und legitim aber letztlich doch nur Kinderspielzeug sind.


Die weißen Tauben von Montecassino sind sehr neugierig und zutraulich. Sie sind nicht weniger verfressen als ihre grauen Stadtgenossen, sehen im Gegensatz zu ihnen aber so gepflegt aus, daß man das Urteil über die "fliegenden Ratten" ein wenig revidieren muß.


Die Farben des Herbstes (sah in natura noch viel schöner aus...)


Nach einer Lunch-Pause fuhren wir weiter zum Kloster San Benedetto, auch Sacro Speco genannt. Dies liegt am Monte Talèo oberhalb von Subiaco. In seinem Kern geht es auf die Höhle zurück, in der Benedikt von Nursia um das Jahr 500 drei Jahre als Einsiedler verbracht hat, bevor er im Aniene-Tal 13 Klöster gründete; von diesen ist heute noch die Abtei Santa Scolastica in Subiaco erhalten. Das Kloster San Benedetto wird von den Benediktinermönchen der Abtei Santa Scolastica betreut. Das Klostergebäude von San Benedetto wurde ab dem 12. Jahrhundert errichtet und ist, wie man sieht, eng an die Felswand gebaut.


Im Inneren ist das photographieren irgendwie verboten. Als ich dann irgendwann merkte, daß die Italiener, die in unserer Führungs-Gruppe mitgingen, sich für das Verbot nicht wirklich interessierten und von der Führerin trotzdem nicht zurechtgewiesen wurden, habe ich aus der Hüfte auch mal einen Schnappschuß gemacht, damit Ihr sehen könnt, wie der Bau sich im Inneren den Berg hinabwindet.


Und die tatsächliche Benedikt-Grotte mit einer Statue des Bernini-Schülers Antonio Raggi habe ich dann auch noch fix eingefangen.


Als wir das Kloster verließen...


... herrschte draußen...


... schwerst romantische Sonnenuntergangsstimmung.


Es war alles...


... ganz orange und blau...


... und einfach nur schön.


Auf dem Weg zurück haben wir auch noch vor der Abtei Santa Scolastica halt gemacht. Da war es aber schon so dunkel, daß mit nur noch ein Schnappschuß gelang.


"Tschö!" (** winke-winke **)

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Saturday, November 14, 2009

Schwester Robusta

Schadenfreude...

... ist mir fremd. Wirklich.

Und wenn ich jetzt lese, daß US-Prediger Tony Alamo, Fürher einer evangelikalen Religionsgemeinschaft, wegen sexuellen Mißbrauchs zu insegesamt 175 Jahren Haft verurteilt wurde, dann finde ich das wegen der Mißbrauchsopfer auch erstmal gar nicht lustig.

Was allerdings Alamo selbst betrifft, so muß ich schon ganz schön an mich halten, um nicht wenigstens so etwas zu denken wie "Jawoll!". Denn der Gründer der Gemeinde "Tony Alamo Christian Ministry" macht auf seiner Webseite New Jerusalem" (Nee, is' klar jetzt...) vor allem mit einem hysterischen Antikatholizismus auf sich aufmerksam, der so fadenscheinig und gelogen ist, daß es einerseits sehr zum Schmunzeln anregt, andererseits aber auch wieder nicht. Als Beispiel hier mal zwei meiner absoluten Favoriten aus der Bildergalerie "Nazi Catholic Vaticanites" (Nazi-katholische Vatikanisten oder so):

Unterschrift: "Bild mit Nazi-Katholischen Priestern aus dem AIZ-Magazin"

Unterschrift: "Der katholische Reichsbischof Müller mit Nazis"

Jetzt könte man einwenden: "Naja, so etwas ist halt nur für Schwachsinnige und Eiferer glaubwürdig und relevant". Allerdings hat Alamo mit seiner Sekte dick verdient, und die Zahl seiner Anhänger beläuft sich auf circa 600. Und das sind 600 zuviel.

Alamo wird die ihm verbleibende Zeit hoffentlich gut nutzen.

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Der Widerstand wächst

Protest in Italien, Kritik aus Bayern und Unbehagen bei Bischof Mixa. Dieser rief die politisch Verantwortlichen dazu auf, das Urteil des Gerichtshofs für Menschenrechte "schlichtweg zu ignorieren". Mixa weiter:
    "Wenn wir unsere europäische Kultur nicht selbst zerstören wollen, müssen wir endlich wieder den Grundsatz anerkennen, dass Minderheiten auch in gewissem Maße im öffentlichen Leben die Kultur der Mehrheit akzeptieren müssen."
Vielen Dank, Herr Bischof!

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Oder so...

Manchmal muß man sich eben aufraffen und selbst die Initiative ergreifen...

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Heute, 9:55 Uhr, Trastevere

Möwe auf Kiosk


"Wie komme ich denn von hier am schnellsten zur Küste?"

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Schwester Robusta

Friday, November 13, 2009

To Hell in a Handbasket...

Holy Cow!

Dieser Artikel ist in englischer Sprache geschrieben. Ich bin heute ein wenig faul und werde daher nicht bzw. nur auszugsweise übersetzen.

Thema: Ein von der regionalen Regierung gestartetes "Selbst-Liebe"-Programm für junge Leute (Motto: "Pleasure is in your own hands!" Eeee-hew!) in der spanischen Provinz Extremadura. Mein Lieblingssatz (glücklicherweise ironisch gemeint) ist:
    "Extremadura kann zufrieden sein. Sie mögen dort die höchste Anzahl arbeitsloser junger Leute haben, aber die werden wenigstens spitzenmäßig masturbieren können." So schrieb Pilar Rahola von der Tageszeitung La Vanguardia.
Laura Garrido, Präsidentin des Jugendrates von Extremadura:
    "Die Unterrichtsstunden basieren auf den Konzepten von Selbstachtung, Selbstvertrauen und männlicher bzw. weiblicher Anatomie und Physiologie."
Selbstachtung? "Seit ich sabbernder Sklave von Pin-ups und körperlichen Lustsignalen bin, achte ich mich viel mehr"? Spätestens seit genau jetzt bin ich nicht nur prüde, sondern auch stolz darauf!

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Zwischen den Zeilen

Maria Magdalena verweist in ihrem Blog auf diesen Artikel beim Spiegel Online:
    Eine Frau als Oberhaupt der evangelischen Kirche, dazu noch eine geschiedene? Hochrangige russisch-orthodoxe Geistliche empfinden die Ernennung von Margot Käßmann als Affront. Die Kirche will deswegen jeglichen Dialog mit den deutschen Lutheranern einstellen.

    ...

    Nach der Wahl einer geschiedenen Frau zur Kirchenführerin sei der Dialog, so wie es ihn seit 50 Jahren gegeben hat, nicht mehr möglich, sagte der orthodoxe Geistliche Georgi Sawerschinski vom kirchlichen Außenamt am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

    ...

    Der Chefsekretär der evangelisch-lutherischen Kirche Russlands, Priester Alexander Priluzki, nannte die Wahl Käßmanns ein "Krisenzeichen in der westlichen Gesellschaft".
So weit, so gut. Der letzte Absatz allerdings hat es in sich:
    Russische Menschenrechtler nannten die Abkehr der Orthodoxen von der evangelischen Kirche ein Zeichen für deren zunehmende ideologische Radikalisierung. Die russisch-orthodoxe Kirche wolle sich von der modernen Welt des Westens isolieren, sagte der Menschenrechtler Lew Ponomarjow. Dagegen werden die Beziehungen zur katholischen Kirche nach Angaben des Moskauer Patriarchats zunehmend besser. Ilarion hielt ein historisches Treffen von Kirill und Papst Benedikt XVI. zuletzt für durchaus möglich.
Hallöchen! Da muß man aber schon schwerst geschädig sein, um den Zusammenhang nicht herauslesen zu können. Die Menschenrechtler heulen auf, die Orthodoxen werden in die Radikalen-Ecke geschubst und - klar - verstehen sich deshalb plötzlich ganz töfte mit dem Papst. Denn der will ja schließlich auch vor das Konzil... nee, halt: vor die Revolution... ach, Quatsch: vor die Reformation zurück.

Käßmanns Kommentar zu der ganzen Geschichte:
    "Ökumene heißt, auch unterschiedliche Kirchen- und Amtsverständnisse zu akzeptieren", sagte sie auf einem Medienempfang der bayerischen Landeskirche in Nürnberg. Sie akzeptiere, dass manche Kirchen keine Frau an ihrer Spitze zuließen. Umgekehrt erwarte sie aber auch, dass akzeptiert werde, dass dies bei anderen Kirchen möglich sei. "Der gegenseitige Respekt ist die wichtigste Grundlage für die Ökumene."

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Nachmittagsspaziergang

Bin heute nochmal zum Piazzale Napoleone I. hochgeflitzt, um mir die Beine zu vertreten und ein paar Photos zu machen.


Auf dem Weg kam ich am Palazzo di Carolis (heute Banca di Roma) vorbei. Die bereits untergehende Sonne mogelte ihre Strahlen so geschickt durch die Straßen, daß diese Ecke des Palazzo so richtig schön knusprig golden angestrahlt wurde. Rechts seht Ihr noch eine Ecke der Galeria Doria Pamphilj.


Eine halbe Stunde später wurd's schon dunkler...


... und eine weitere halbe Stunde später (nach einem kleinen Macchiato) gingen dann die Lichter an.


In Rom werden noch nicht mal Promi-Büsten von den schmiersüchtigen Horden verschont. Hier der Komponist Domenico Cimarosa, dem man einen Goatie, einen Schnauzer, Wimpern, eine schwarze Nasenspitze und Sideburns (die man aber hier nicht gut sieht) verpaßt hat.


Auf dem Rückweg habe ich so ein wenig unmotiviert herumgeknipst und dann irgendwann gemerkt, daß die Bilder alle verwackeln. Also habe ich die Kamera mal auf einem Motorini-Sattel abgestellt, um eine einigermaßen typische römische Straßenszene einzufangen. Daß ich mich dabei selbst im Rückspiegel photographiert habe, merkte ich erst, als ich mir grade zu Hause die Bilder ansah.

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"Klerikalpsychopathen"

Dieser Begriff taucht auf in den Kommentaren zu Florians Posting über die Reaktionen auf seinen Entschluß, Priester zu werden.

Vorab: Die dahinterstehende Geschichte unterstütze ich voll und ganz. Es gibt Männer, die haputsächlich (wenn nicht gar ausschließlich) aus folgenden Gründen Priester werden: Es gibt ein geräumiges Pfarrhaus, man hat ein gesichertes Einkommen und es wird einem irgengwie doch häufig immer noch ein gewisser Respekt entgegengebracht, welcher sich darin äußert, daß man auf der Straße gegrüßt oder mit "Hochwürden" angesprochen wird: Solche Männer sollten sich wirklich gut überlegen, was sie tun und sollten ihr Innerstes täglich auf den Kopf stellen auf der Suche nach der Berufung.

Sed contra: Wenn ich in Rom oder Wien spontan angelächt und gegrüßt werde (was sich in Rom immer besonders charmant anhört: "Buon giorno, padre"), dann freut mich das sehr. Denn ich sehe darin eine Geste, die dem gesamten Klerus gilt. Sprich: Es weckt in mir nicht dieses "Ganz genau! Ich bin toll, und ihr tut gut daran, dies nicht zu vergessen!"-Gefühl. Meine Gedanken gehen eher in richtung: "Och, guck mal! Da gibt's noch Leute, die sich über den Anblick eines Priesters freuen können und ihm das auch irgendwie mitteilen wollen". Dann freue ich mich weniger für mich selbst, als für die Priester und für die Kirche. Umgekehrt prallt es an mir ab, wenn ich stellvertretend für den gesamten Klerus von irgendwelchen Wickingern angespuckt werde. So etwas vernichtet mein Selbstwertgefühl ebensowenig, wie ein freundlicher Gruß es über das Ziel hinausschießen läßt.

Was ich künftigen und auch bereits geweihten Priestern damit raten will (wenn's denn gestattet ist): Giert nicht nach Gruß und Ehren, aber fallt auch nicht in das Extrem, allzu stolz auf Eure Demut zu werden.

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Schwester Robusta

Thursday, November 12, 2009

Natürlich...

... bin ich mir darüber im Klaren, daß der folgende Text von geldgierigen, tugendresistenten, verantwortungslosen Schwachköppen verfaßt wurde. Da sich aber mittlerweilge täglich ungefähr ein bis zwei solcher Mails in meiner Spam-Box finden, muß ich nun doch mal fragen, wer sich dadurch angesprochen fühlen soll (oder - ** schauder ** - gar angesprochen fühlt) bzw. ob mit solchem Brei tatsächlich Kohle gemacht wird [Obacht! Deftige Sprache!]:
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Gipfel: In der Betreff-Zeile der Mail stand "Frohe Weihnachten"!

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Ich tu's nicht

So lautet eine kleine, feine Webseite, auf der junge Menschen in kurzen, sehr ehrlich klingenden Statements ihr unbedingtes "Ja!" zum Leben begründen bzw. erklären, warum für sie eine Abtreibung nicht in Frage kommt. Ich habe mir grade ein paar der Statements durchgelesen und irgendwie geht es mir auf einmal richtig gut (nicht, daß es mir vorher schlecht ging... Ihr wißt schon, was ich meine...).

Die Webseite ist ein ganz gewaltiges, subversiv-gegenkulturells Rumpeln, verkleidet als eines der kleinen Dinge, die unser Leben so schön machen. Ich hoffe und bete, daß in Zukunft noch ganz viele junge Menschen so empfinden und entscheiden werden, wie diejenigen, die auf "Ich tu's nicht" ihr Statement abgegeben haben.

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Versteh ich nicht...

Auf kath.net habe ich grade diese Meldung gelesen:
    Wegen der stark ansteigenden Zahl von Schweinegrippe-Erkrankungen hat die katholische Deutsche Bischofskonferenz besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Gottesdiensten empfohlen. Priester und Gläubige in den 12.000 Gemeinden in Deutschland sollten beim Empfang der Kommunion die Handkommunion bevorzugen, heißt es in den am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Ratschlägen. "Wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos verlangen Kelchkommunion und Mundkommunion besondere Vorsicht."

    Zur Zurückhaltung mahnt die Bischofskonferenz auch beim Friedenszeichen sowie beim Händeschütteln und Umarmen. Vorsicht sei vorübergehend auch bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen geboten. Priester und Kommunionhelfer sollen vor ihrem Dienst die Hände waschen. "Die Benutzung eines Desinfektionsmittels ist empfehlenswert", heißt es.
Okay, die Liebesbezeugungen zurückzuschrauben ist vernünftig.

Und aufgrund der Rückspülung ist die Kelchkommunion sicherlich auch nicht so ganz risikofrei.

Aber schon beim Weihwasser gehen die Frgen los: Wie sieht Vorsicht bei der Nutzng des Weihwasserbeckens aus? Gummihandschuhe anziehen? Oder aufpassen, daß man seine Finger nur in das Ende des Beckens taucht, in dem sich grade keine Bakterien aufhalten?

Und Hand- oder Mundkommunion macht ja nun wirklich keinen Unterschied. Ich empfange seit nunmehr 10 Jahren exklusiv direkt auf die Zunge und mir ist es noch nie passiert, daß dabei die Hand des Priesters meinen Mund berührt hat. Da der Priester die Hostie in beiden Fällen berührt, ist die Mundkommunion eigentlich sogar die sicherere Variante, da ich nicht auch noch an der Hostie herumfummle mit Fingern, an denen werweißwas klebt.

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Schwester Robusta

November in Rom

Von meinem etwas ergebnislos verlaufenen Allerheiligen-Spaziergang zur Villa Albani habe ich noch einige Photos mitgebracht, welche ich von oberhalb der Piazza del Popolo geschossen habe.














Dieses Photo...

... habe ich von dort oben aus aufgenommen.

Und so schaut man von der Piazza aus hinauf...

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Wednesday, November 11, 2009

Recht

Johannes (mater amata) hat mich mit seinem gestrigen Beitrag ein wenig ins Grübeln gebracht...
    "Die Menschenrechte sind vor allem ein Resultat der Aufklärung und mussten in mühsamen Kämpfen vor allem auch gegen die katholischen Kirche durchgesetzt werden."
Dieses Zitat stammt von Harald Walser, dem Bildungssprecher der Grünen. Es war mir schon bekannt und hatte auch schon beim ersten Lesen das geziemende saure Aufstoßen verursacht.

Heute kam aber mit dem Begriff "Recht der Frau auf Abtreibung" ( Gisela Wurm, österreichische Sozialdemokratin im Berichtsentwurf zur Abstimmung über die Resolution 1607 der Parlamentarischen Versammlung des Europarates) noch eine Dimension hinzu.

Wir sehen uns heute mit zwei recht verschiedenen Auffassungen des Begriffes "Recht" konfrontiert. Dies so sehr, daß man die Übersetzungsschwierigkeiten vergleichen könnte mit den Kommunikationsproblemen zwischen einem Deutsch-Muttersprachler und einem Amerikaner, der Deutsch als Fremdsprache gelernt aber nicht perfektioniert hat.

Um den Kindern einen Namen zu geben, will ich sie mal "subjektive" und "objektive" Auffassung nennen.

Die subjektive Auffassung sieht im Menschen das Subjekt (und somit den Empfänger) von Rechten. Sie verleiht dem Individuum dadurch eine moralische Legitimität, gewisse Ansprüche zu formulieren. Diese Auffassung findet sich in den Dokumenten der westlich-liberalen Tradition, wie z.B. der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika, der Französischen Erklärung der Menschenrechte oder auch der UN-Liste der Menschenrechte.

Die objektive Auffassung sieht Recht nicht vom Standpunkt der Person, sondern von dem der Gesellschaft. Recht wird hier verstanden als ein Erfordernis, um die Ausgewogenheit zwischen den einzelnen Elementen des sozialen Ganzen zu erhalten oder wiederherzustellen, um so das Gemeinwohl zu sichern. Dies ist der Ansatz der klassischen und mittelalterlichen Tradition, wie man sie z.B. beim Heiligen Thomas von Aquin formuliert findet. Und wenn dieser Heilige Thomas auch nicht wenig zum Thema "Würde der menschlichen Person als nach Gottes Bild geschaffen, berufen zur Erfüllung in diesem Leben durch Freundschaft mit Gott und zur seligmachenden Anschauung Gottes danach" beizutragen hat, ist ihm die Theorie der "Menschenrechte" im uns heute geläufigen Sinne fremd. Wenn er von Recht (jus) spricht, denkt er nicht an die Befriedigung des Anspruchs einer Person. Er meint das, was gerecht ist [id quod est iustum]; das, was objektiv in einer gegebenen Interaktion innerhalb einer Gemeinschaft von Menschen geschuldet wird.

Die beiden hier geschilderten Auffassungen sollte man nicht vorschnell als sich gegenseitig ausschließend betrachten. Der moderne subjektive Ansatz steht der sozialen Verantwortung nicht indifferent gegenüber. Der alte Ansatz schließt die Erfüllung individueller Personen nicht aus. Die Unterschiede in beiden Ansätzen führen aber zu entsprechenden Stärken und Schwächen in den jeweiligen Systemen.

Die große Stärke des subjektiven Ansatzes ist, daß er das Individuum vor Übergriffen institutionalisierter Macht schützen kann. Die Kehrseite der Medallie ist ein überzogener Individualismus, in welchem die Rechte-Debatte zu einem Wettbewerb gegeneinander antretender individueller Ansprüche hinabsinkt und folglich eine wachsenden Unfähigkeit, die Anforderungen des Gemeinwohls adäquat zu formulieren.

Die Stärke das objektiven Ansatzes ist es, daß er die Gemeinschafts-Natur des Rechtes betont und die Vielfalt sozialer Bindungen, die innerhalb einer Gemeinschaft herrschen, besser erklären kann. Dies aber kann dazu führen, daß soziale Strukturen, in denen bestimmte Personen oder Gruppen sich unterdrückt finden, schlicht wegrationalisiert werden. Selbst Thomas von Aquin, der sich darüber im Klaren war, daß das Gemeinwohl nicht einfach mit institutioneller Stabilität identisch ist, stand Phänomenen wie der Sklaverei oder religiöser Verfolgung unkritisch gegenüber.

Die Kirche spricht als Muttersprache den objektiven Ansatz und kommt eben erst aus dem Klassenzimmer, in welchem der subjektive Ansatz gelehrt wird. Die moderne Welt allerdings spricht nur diesen subjektiven Ansatz. Hier stehen sich also im Dialog ungleiche Partner gegenüber. Die Kirche denkt häufig noch "alt", während sie umständlich und teilweise mißverständlich "neu" formuliert. Man denke z.B. an die Probleme, die sich um die Debatte zur Religionsfreiheit während des Konzils rankten.

Dies führt dazu, daß die moderne, ausschließlich "neu" sprechende Welt reflexartig und a priori einen Sprachfehler sieht, wenn die Kirche den Mund aufmacht. Und dies ist natürlich falsch.

Mit derselben Verve, mit der sie versucht, die Kirche als Hindernis auf dem Weg zu den Menschenrechten darzustellen (Aufklärung hierzu im oben verlinkten Artikel von Johannes), sollte die moderne Welt wenigstens einmal versuchen anzuerkennen, daß die Kirche sich momentan als eine der wenigen Instsitutionen hervortut, die keine Eingeständnisse machen will und machen wird, wenn es um die grundsätzliche Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens geht, sei es geboren oder ungeboren. Die Achtsamkeit bzw. Zurückhaltung im sexuellen Verkehr, welche im Gegenzug gefordert wird, scheint mir wirklich kein allzu hoher Preis.

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Pünktlich zum Fest des Heiligen Martin...

... habe ich hier eine Seite gefunden, die reichlich Informationen zu einem der populärsten Heiligen bietet. Es gibt Historisches, einige Legenden, Martinslieder, Martinsrezepte, Martinskirchen, eine Galerie und und und...

Ich las eben auf der Seite den Text zum Lied "Sankt Martin, Sa-hankt Martin". Dies sang ich lauthals als Pimpf, Laterne in der Hand, jährlich zum Martinsfest erst auf dem Hof unserer Grundschule (wo auch die Mantelteilung nachgespielt wurde) und dann später beim Gripschen in diversen Geschäften. Zum Text gesellte sich im Kopf die Melodie, und ich konnte wirklich nicht verhindern, daß meine Augen ein wenig feucht wurden.

Gestern noch fröstelnde, rotwangige, interessiert schauende und bewegte Kinder auf den Höfen unserer Schulen, heute schon entfernte Kruzifixe in den Klassenzimmern...

Trotzdem, bzw. grade deswegen wünsche ich all den Tapferen und Aufrechten dort draußen ein frohes und gesegnetes Martinsfest. Laßt uns gemeinsam dem Sturm die Stirn bieten. Ich bete für Euch und für die Kirche; Ihr betet für die Kirche und ihre(n) unwürdigen Diener.

Danke.

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Schwester Robusta

Tuesday, November 10, 2009

Anti-Katholische Logik

Das Carpenter Center for the Visual Arts der Harvard Universität hat am 15. Oktober eine Ausstellung mit dem Titel ACT UP New York: Activism, Art, and the AIDS Crisis, 1987-1993 eröffnet. Gezeigt werden
    "über 70 politisch aufgeladene Poster, Aufkleber und anderes visuelles Material, welches während einer zentralen Phase des AIDS-Aktivismus in New York auftauchte. Die Ausstellung zeigt die Aktivitäten von New Yorks AIDS Coalition to Unleash Power (ACT UP) durch Präsentation von zwingenden Grafiken, die von verschiedenen zur Gruppe gehörenden Künstlerkollektiven geschaffen wurden.
So der Pressetexrt [Übersetzung meine].


Dies ist eine der "zwingenden Grafiken"

Kennt Eure Dreckssäcke! So lautet der Titel. Unter dem Kondom ist klein zu lesen: "Dieser hier verhütet AIDS"

Der abgebildete Kardinal ist John O'Connor (1920 - 2000), Erzbischof von New York. Er bekam mehrfach zu spüren, was es bedeutet, sich nicht dem Willen von ACT UP zu beugen, stürmte die Meute doch 1989 während einer Messe die St. Patrick's Cathedral, störte die Messe, wurde handgreiflich, trampelte auf Hostien rum und entfaltete nicht eben unobszöne Poster. Zudem war der Kardinal mehrfach auf Plakaten von ACT UP zu sehen.



Welches Bild man sich bei einer so einfältigen Weltsicht vom Christlichen Glauben macht, ist dann auch klar:

Kult bloßgestellt! Christus liebt sie nicht! Christlicher Lebenswandel - eine Sünde! Es folgt kleingedruckt eine Absage des 'Messias' an seine Kirche, wie sie dümmlicher und hahnebüchener nicht sein könnte.

Okay, Harvard hält das alles für Kunst. Fein. Will mich damit gar nicht lange aufhalten. Auch nicht mit der Frage, wie die Reaktionen wohl aussähen, handelte es sich bei dem Abgebildeten nicht um einen Katholiken und beim verhöhnten Glauben nicht um den Christlichen. Das "HATE CRIME!"-Gejammer wäre noch bis Europa zu hören. Aber was die Doppelzüngigkeit der PC-Meute und der in ihrem Windschatten dahinzischenden Aktivisten betrifft, darüber habe ich in den '68er-Postings auch schon alles gesagt. Und daß Anti-Katholizismus das letzte, breit akzeptierte Vorurteil und Frustventil darstellt für jene, die es sich einfach machen wollen, ist eh seit 20 Jahren bekannt.

Schön finde ich die hinter dem Poster stehende Irrationalität: Hätte man auf die katholische Morallehre gehört, so hätte man sich AIDS gar nicht erst eingefangen.

Ob Poster dieser Art nun den Zorn über diese Tatsache ausdrücken ("Mist! Papi hatte doch Recht!") oder ob es tatsächlich stimmt, daß man lieber eine todbringende Krankheit riskiert, als wenigstens um der eigenen Gesundheit willen den Reißverschluß einfach mal zuläßt: Hier stimmt einfach nichts.

Ein weiterer interessanter Punkt: Barack Obama hat Kevin Jennings zum Haupt seines "Safe School"-Programms gemacht. Dieses Programm soll an öffentlichen Schulen gegen Mobbing, Drogenmißbrauch und Diskriminierung angehen. Kevin Jennings ist ein ehemaliges Mitglied von ACT UP. Er spricht recht freizügig über seine Homosexualität und seine Drogenerfahrungen, macht keinen Hehl aus seiner Verachtung für das Christentum und hat in einem Interview einigermaßen stolz erzählt, daß er einem minderjährigen Schüler, der ihm gestand, Sex mit älteren Männern zu haben, lediglich riet ein Kondom zu benutzen. Jennings wartet unter anderem mit solchen Statements auf:
    "Jedesmal, wenn Kinder Romeo und Julia lesen oder dazu gedrängt werden zum Prom oder ähnlichen Veranstaltungen zu gehen, werden sie aggressiv rekrutiert heterosexuell zu sein."
Das alles wäre nur schlimm, gäbe es nicht diesen Zusammenhang, der es extra-schlimm macht: Ein ehemaliger Angehöriger einer Gruppe, die momentan in einem Harvard-Museum eindeutig klarstellt, was sie nicht nur von der Christlichen Religion, sondern auch von der Familie und von Amerika hält (nämlich null), ist nicht nur einer der Spender, die diese Ausstellung ermöglichten, sondern soll nun für den Abbau von Mobbing, Drogenmißbrauch und Diskriminierung in öffentlichen Schulen in Amerika verantwortlich sein.

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Was sie damals so trieben... (Teil 6)

"'... und (* gacker *)... und stolperte so ungeschickt, daß (* prust *)... daß er seiner Tischnachbarin, der Gattin des spanischen Botschafters, auf den Schoß fiel...?' (* wieher *) Reife Leistung, mein Lieber!"
"Kann ich gar nicht drüber lachen..."


"Hach! Das arme Ding holt sich ja den Tod, so ganz ohne Leibchen in freier Wildbahn... ähhh Natur!"


'Hmmm... Ob dieser Seidenstoff auch zum Verkauf steht? Gefällt mir bedeutend besser als das Bild...'


"So, liebe Nichte! Genug mit dem Probesitzen! Laß deinen Onkel mal wieder in seine Sänfte!"


"'... möchte ich Dich bitten, den Inhalt dieses Schreibens absolut vertraulich zu...' O-ha!"

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Schwester Robusta

Monday, November 09, 2009

Anglicanorum Coetibus...

Hier die einleitenden Abschnitte der Apostolischen Konstitution in einer hausgemachten Kath.Net-Übersetzung:
    In letzter Zeit hat der Heilige Geist anglikanische Gruppen gedrängt, mehrfach und inständig zu bitten, in die volle katholische Gemeinschaft aufgenommen zu werden, auch als ganze Gemeinschaften, und dieser Heilige Stuhl hat ihr Ansuchen wohlwollend angenommen. Der Nachfolger des heiligen Petrus, der vom Herrn Jesus den Auftrag hat, die Einheit unter den Bischöfen zu garantieren und der universalen Gemeinschaft aller Kirchen vorzustehen sowie diese zu beschützen, kann tatsächlich nicht anders als die Maßnahmen vorzubereiten, damit ein solcher heiliger Wunsch verwirklicht werden könne.

    Die Kirche - geeintes Volk in der Einheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes - ist in der Tat von unserem Herrn Jesus Christus gegründet worden als "das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit." (II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, Nr. 1) Jede Spaltung unter den in Jesus Christus Getauften ist eine Verletzung gegenüber dem, was die Kirche ist und wofür die Kirche existiert; ein solche "widerspricht nicht nur ganz offenbar dem Willen Christi, sie ist auch ein Ärgernis für die Welt und ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen." (II. Vatikanisches Konzil, Dekret Unitatis Redintegratio, Nr. 1) Eben deshalb hat der Herr Jesus, bevor er sein Blut für die Erlösung der Welt vergoß, zum Vater für die Einheit seiner Jünger gebetet.

    Es ist der Heilige Geist, Prinzip der Einheit, der die Kirche als Gemeinschaft konstituiert. Er ist das Prinzip der Einheit der Gläubigen in der Lehre der Apostel, beim Brotbrechen und beim Gebet. Nichts desto trotz ist die Kirche, in Analogie zum Geheimnis des fleischgewordenen Wortes, nicht nur eine unsichtbare geistliche Gemeinschaft, sondern auch eine sichtbare, denn "die mit hierarchischen Organen ausgestattete Gesellschaft und der geheimnisvolle Leib Christi, die sichtbare Versammlung und die geistliche Gemeinschaft, die irdische Kirche und die mit himmlischen Gaben beschenkte Kirche sind nicht als zwei verschiedene Größen zu betrachten, sondern bilden eine einzige komplexe Wirklichkeit, die aus menschlichem und göttlichem Element zusammenwächst." (Lumen gentium, Nr. 8) Die Gemeinschaft der Getauften in der Lehre der Apostel und beim eucharistischen Brotbrechen zeigt sich sichtbar in den Bändern des Bekenntnisses der Ganzheit des Glaubens, der Feier aller von Christus eingesetzten Sakramente und der Leitung des Bischofskollegiums, vereint mit ihrem eigenen Haupte, dem römischen Papst.

    Die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen, "ist verwirklicht in der Katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind, die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen." (Lumen gentium, Nr. 8)

    Im Lichte dieser ekklesiologischen Prinzipien wird mit dieser Apostolischen Konstitution eine allgemeine Gesetzgebung vorgesehen, welche die Errichtung und das Leben von Personalordinariaten für jene anglikanischen Gläubigen regelt, die wünschen, als ganze Gemeinschaft (korporativ) in die volle Kommunion mit der Katholischen Kirche einzutreten. Diese Gesetzgebung wird von ergänzenden Normen versehen, die vom Apostolischen Stuhl erlassen sind.
Das klingt auf den erstel Blick wieder wie ein neuer Ökumene-Schocker: "Die einzige Kirche Christi... ist verwirklicht in der Katholischen Kirche." Ich höre schon das Stöhnen und Jammern. Aber der Heilige Vater hat nicht nur Recht. Er beweist auch, daß es für eine tatsächliche Einheit der Christen eine Figur wie ihn braucht. Denn er ist nicht der Kirchendiktator, der mit eiserner Hand eine Milliarde Schäfchen den Weg entlangzerrt. Er ist nicht der Vatikan-Bonze, der gelangweilt auf das Elend der Erde schaut und im Geiste schon die nächste Enzyklika formuliert. Er ist nicht der haßerfüllte Keiltreiber, der überall dort, wo es unkatholisch wuchert, Verbalmacheten einsetzt. Er ist der Papst der christlichen Einheit. Er streckt selbst im Alter von über 80 Jahren beständig die Arme aus und macht sie, wenn's sein muß (und vor allem: wenn es der Einheit dient), gerne noch ein wenig weiter. Nicht für die Seinen, sondern für alle. Denn Christus will uns alle.

Einige Kritiker haben geraunzt, daß es sich beim Angebot des Papstes nur um einen geschickten Schachzug zur rechten Zeit handelt, der Verteidigungslücken in der Anglikanischen Kirche ausnutzt. Schließlich sind die Anglikaner seit Jahren durch Dikussionen über Frauen- und Schwulenordination geschwächt. Es gab aber schon vor dem Angebot Anglikaner, die in den Schoß der Kirche heimkehrten. Zudem scheint überhaupt der anschwellende Strom und das verstärkte Interesse seitens der Anglikaner dieses Angebot erst nötig gemacht zu haben. Drittens sollten die Anglikaner nie vergessen, warum sie überhaupt existieren, bzw sich mal fragen, wann in jeder existierenden anglikanischen Familie zum letzten Male jemand Katholisch war, bzw wie es dazu kam, daß diese Vererbung des Katholischen Glaubens dann ganz plötzlich abbrach. Hier liegt kein Verrat vor, kein Abschöpfen, kein Ausnutzen. Leute wollen nach Hause und der Papst beleuchtet ihnen die Straße.

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Herzlichen Glückwunsch...

... zum 277sten Jubiläum der Gründung, liebe Redemptoristen!

Am 9. November im Jahre 1732 gründete der Heilige Alfonso Maria de Liguori die Ordensgemeinschaft der "Kongregation des Heiligsten Erlösers" (Congregatio Sanctissimi Redemptoris = CSSR), die man der Einfachheit halber auch "Redemptoristen" nennt.

Für mich sind die Redemptoristen von Bedeutung, weil einer ihrer Patres mir seit meinem 16. Lebensjahr dabei behilflich war, mein eigentliches Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Er hat kein Internet und hält blogger wahrscheinlich für ein After Shave aus den 70ern, also wird er es wohl auch nicht erfahren, wenn ich hier jetzt sage, daß er nicht nur als Priester sondern auch als Mensch mein Vorbild war und ist. Eine Frucht, die ziemlich hoch hängt, bin ich doch noch meilenweit von seiner Gelassenheit, seinem firlefanzfreien aber tiefen Glauben, seiner Liebenswürdigkeit und seiner heiligmäßigen Bescheidenheit entfernt.

Für die Redemptoristen im Allgemeinen und für den einen Redemptoristen im Besonderen findet sich daher in meinen Gebeten immer ein Platz.

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Herzlichen Glückwunsch...

... zum 1685sten Weihetags-Jubiläum, liebe Lateranbasilika!





Als Sitz des Papstes ist die Lateranbasilika eigentliche Kathedrale und somit Bischofskirche von Rom. Wer Zeit hat, der darf auch gerne ihren vollen Namen lernen und aussprechen:
    Latein: "Archibasilica Sanctissimi Salvatoris et Sancti Iohannes Baptista et Evangelista in Laterano"

    Italienisch: "Arcibasilica del Santissimo Salvatore e Santi Giovanni Battista ed Evangelista in Laterano"

    Deutsch: "Erzbasilika des Allerheiligsten Erlösers, des Heiligen Johannes des Täufers und des Heiligen Johannes des Evangelisten am Lateran".
Ad Multos Annos!

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Schwester Robusta

Was am 9. November sonst noch geschah...

324: Papst Silvester I. weiht die von Kaiser Konstantin erbaute Lateranbasilika ein

1313: In der Schlacht von Gammelsdorf setzt sich der spätere Kaiser Ludwig der Bayer gegen seinen Vetter Friedrich den Schönen durch und erhält damit die Vormundschaft über die jugendlichen Herzöge von Niederbayern

1620: Der böhmische König Friedrich I. flieht nach der Niederlage seiner Truppen in der Schlacht am Weißen Berg am Tag zuvor aus Prag nach Breslau

1732: Alfonso Maria de Liguori, der später zum Kirchenlehrer erhobene italienische Priester, gründet in Scala die Kongregation des Heiligsten Erlösers und damit die Ordensgemeinschaft der Redemptoristen. Am Wiener Hoftheater findet die Uraufführung der Oper Adriano in Siria von Antonio Caldara statt

1799: Am 18. Brumaire VIII führt Napoléon Bonaparte mit Unterstützung seines Bruders Lucien einen Staatsstreich durch und beendet damit offiziell die Französische Revolution. Die Mitglieder des Direktoriums treten entweder zurück oder werden abgesetzt und verhaftet

1802: Alexander von Humboldt beobachtet in der peruanischen Hafenstadt Callao einen Merkurtransit

1843: Das Thalia Theater, Hamburgs ältestes Theater, wird gegründet

1848: Robert Blum, linksliberaler Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, wird nach der Niederschlagung des Oktoberaufstands von Wien im Rahmen der Märzrevolution unter Missachtung seiner Abgeordnetenimmunität von einem Hinrichtungskommando erschossen

1872: In Boston bricht ein Großbrand aus, der im Laufe der Nacht nahezu die gesamte Bostoner Innenstadt zerstört. Mindestens 20 Menschen kommen ums Leben, der Schaden beträgt rund 73 Millionen US-Dollar

1881: Das 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms, eines der längsten bis dahin komponierten Konzerte, wird in Budapest uraufgeführt

1888: Jack the Ripper ermordet in Whitechapel mit Mary Jane Kelly sein fünftes und wahrscheinlich letztes Opfer

1897: In Köln wird die Gründung des Charitasverbandes für das katholische Deutschland vollzogen

1907: Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung der Kolonie Transvaal in Südafrika, der kurz zuvor die innere Selbstverwaltung zugestanden worden war, wird dem britischen König Eduard VII. anlässlich seines 66. Geburtstag der 3106 Karat schwere Rohdiamant Cullinan überreicht

1918: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gründen in Berlin die Zeitung Die Rote Fahne als Organ des Spartakusbundes

1926: An der Dresdner Staatsoper findet die Uraufführung von Paul Hindemiths Oper Cardillac unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch statt. Die Oper mit dem Libretto von Ferdinand Lion nach der Novelle Das Fräulein von Scuderi von E. T. A. Hoffmann mit Robert Burg in der Hauptrolle wird von der Kritik verrissen

1930: In Düsseldorf wird Manfred Gurlitts Oper Soldaten uraufgeführt

1932: Bei den Unruhen von Genf 1932 erschießen Soldaten der Schweizer Armee dreizehn Demonstrierende bei einer antifaschistischen Kundgebung und verletzen sechzig schwer

1937: Die Schlacht um Shanghai gewinnen im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg die japanischen Invasionstruppen und erlangen damit die Herrschaft über die eroberte chinesische Hafenstadt

1944: Otto Hahn wird der Nobelpreis für Chemie zuerkannt

1953: In Kassel wird die erste Fußgängerzone in Deutschland eröffnet

1955: Das deutsche Bundesverfassungsgericht urteilt, dass in Deutschland lebende Österreicher, die mit dem Anschluss 1938 die deutsche Staatsbürgerschaft bekamen, diese mit der Souveränität Österreichs wieder verloren haben

1956: In Bangkok wird dem Hindu-Gott Brahma der Erawan-Schrein geweiht, um eine Serie von Unglücksfällen beim Bau eines Hotels zu beenden

1963: Eine Kohlenstaubexplosion im Mitsui Miiki-Bergwerk in Ōmuta kostet 458 Menschen das Leben, 555 werden in der schwersten Bergwerkskatastrophe nach dem Krieg in Japan verletzt

1965: Durch ein defektes Relais in Ontario fällt im Nordosten der USA und in vielen Teilen Kanadas der Strom aus. Etwa 30 Millionen Menschen sind davon betroffen

1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren, der zum Symbol der 68er-Bewegung werden wird. In den USA erscheint die erste Ausgabe der Musikzeitschrift Rolling Stone.

1969: Die linksradikale Organisation Tupamaros West-Berlin platziert eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin. Die Bombe explodiert jedoch nicht

1974: Nach 58 Tagen Hungerstreik stirbt RAF-Mitglied Holger Meins in der Justizvollzugsanstalt Wittlich

1977: Mitglieder der Bewegung 2. Juni unter der Führung von Thomas Gratt entführen in Wien den Industriellen Walter Palmers, Leiter der Palmers Textil AG, um Geld für die Stadtguerilla zu beschaffen

1982: Die zuvor per Volksabstimmung gebilligte neue türkische Verfassung tritt in Kraft; der durch den Militärputsch 1980 an die Macht gekommene General Kenan Evren wird für eine 7-Jahres-Periode Staatspräsident

1983: In Amsterdam werden der Vorstandschef der Brauerei Heineken, Alfred Heineken, und sein Fahrer entführt. Die Täter erpressen Lösegeld. Nach dreiwöchiger Gefangenschaft kann die Polizei in der Folge die beiden Männer befreien

1985: Der Russe Garri Kasparow wird der dreizehnte und bis dahin jüngste Weltmeister der Schachgeschichte, in Moskau besiegt er in einem Wettkampf über 24 Partien Titelverteidiger Anatoli Karpow

1990: Erst auf massiven Druck aus dem Ausland erfolgt in Nepal die Einführung einer demokratischen Verfassung durch König Birendra

1991: In der Forschungsanlage Joint European Torus (JET) wird der erste nennenswerte Erfolg bei der Energieerzeugung mittels Kernfusion erzielt. Für zwei Sekunden wird ein energielieferndes Plasma hergestellt

1992: Der 1990 von den Mitgliedstaaten der NATO und des Warschauer Paktes unterzeichnete Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) tritt in Kraft

1993: Die 1566 erbaute Stari most (dt.: Alte Brücke), das Wahrzeichen der Stadt Mostar in Bosnien-Herzegowina, stürzt nach andauerndem Beschuss durch die kroatische Armee ein

1999: Das Landgericht Essen verurteilt vier deutsche Hooligans wegen des brutalen Überfalls auf den französischen Gendarmen Daniel Nivel während der Fußballweltmeisterschaft 1998 zu Haftstrafen von dreieinhalb bis zehn Jahren

2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschließt der Deutsche Bundestag das Anti-Terror-Paket, in dem unter anderem das Religionsprivileg im Vereinsrecht abgeschafft wird, um das Verbot radikaler, vor allem islamistischer Gemeinschaften zu ermöglichen

2007: Der Deutsche Bundestag verabschiedet mit 366 zu 156 Stimmen (bei zwei Enthaltungen) das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung

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