Monday, March 08, 2010

Oh Mann!

Die Frankfurter Rundschau war doch tätsächlich so blöd, unter dem geschmackvollen Titel "Was wußte Ratzinger?" folgendes hinzuzufügen: "Papst soll zu Odenwald Stellung beziehen"

Damit wurden zumindest für mich erst mal eine ganze Menge von Fragen bzgl. der Ernsthaftigkeit der deutschen Medienlandschaft und den Sündenbock-Automatismen beantwortert.

Nach einem kurzen Räusperer auf kath.net hat die Rundschau dann flugs umgetitelt: Papst soll zu Mißbrauch Stellung beziehen heißt es nun.

Das ist natürlich auch nicht viel besser, denn:
    Beim Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen sieht die Reformbewegung "Wir sind Kirche" auch bei Papst Benedikt XVI. Klärungsbedarf. "Denn Joseph Ratzingers Amtszeit als Münchner Erzbischof von 1977 bis 1982 gehört genau zu den Jahren, um die es bei den Missbrauchsfällen geht", sagte der Sprecher der Gruppe, Christian Weisner, in München. Deshalb dränge sich die Frage auf, ob der damalige Münchner Erzbischof auch Kenntnis von solchen Übergriffen gehabt habe - und falls ja, wie er damit umgegangen sei.

    Eine solche Stellungnahme des Papstes wäre ein hilfreiches Zeichen, sagte Weisner. "Denn totale Offenheit ist der einzige Weg, das Vertrauen in die Amtskirche und vor allem in die Kirchenleitung wiederherzustellen."
Oh, bitte! Diesen Kredit habt Ihr Euch nun wirklich verspielt. "Totale Offenheit" wird von den jängrigen WsK-lern letzztlich doch nur in das Gatorate umgewandelt, mit dem sie dann ihre Selbstgerchtigkeits-Elektrolyten wieder auffüllen.

3 comments:

Arminius said...

Wer total offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

Ulrich said...

Küng mal wieder, falls es dich interessiert: Ein interessanter Kommentar (frz.)
http://www.koztoujours.fr/?p=7047

Deus semper major said...

Und irgendwann wird unser hl. Vater dafür verantwortlich gemacht, das der böse Pharao in Ägypten einen Judenknaben missbraucht hat. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Knabe sich endlich meldet! Dann aber flux total offene Aufklärung!