Friday, March 12, 2010

Kath.net-Linkrutsche

Heute treten sich bei kath.net die interessanten Schlagzeilen gegenseitig auf die Füße. Daher hier die Links zu den Artikeln, mit jeweils ein oder zwei aussagekräftigen Absätzen und gegebenenfalls einer kleinen Anmerkung.

Papst Benedikt weist Angriffe auf den Zölibat zurück:
    Die Kirche müsse an der Besonderheit des Priesterdienstes festhalten, um nicht der Versuchung nachzugeben, dieses Amt auf gängige kulturelle Kategorien zu reduzieren, sagte der Papst. Eine säkularisierte Gesellschaft nehme das Priesteramt «gerade wegen der grundlegendsten Aspekte seines Dienstes» als etwas Fremdes wahr. Umso mehr verlange das Priesteramt eine stärkere Kontinuität zwischen der Ausbildung im Seminar und der beruflichen Weiterbildung.



Vatikan-Richter kritisiert Medieneinfluss bei Missbrauchsfällen:
    Der sexuelle Missbrauch durch Kleriker habe der katholischen Kirche in ihren «kleinsten und wehrlosesten Mitgliedern» eine schwere Wunde zugefügt, sagte [Erzbischof Raymond] Burke. Eine genaue und umfassende Aufarbeitung der Missbrauchsfälle müsse die Anwendung der Kirchenstrafen einbeziehen, so der Präfekt der Apostolischen Signatur.



Alice Schwarzer: Missbrauch ist keine Erfindung katholischer Patres:
    Schwarzer: "Ideologisch führend waren 68er [hüstel...], etliche von ihnen waren auch in der tonangebenden 'Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung' aktiv, wie der Sozialpädagoge Prof. Helmut Kentler. Es war die Zeit, in der der bekennende Pädosexuelle Kentler unwidersprochen die 'freie Liebe' mit Kindern fordern und als Gerichtsgutachter in 'wissenschaftlichen' Studien empfehlen konnte, straffällige Jugendliche 'bei pädagogisch interessierten Päderasten' unterzubringen" [Hüstel!].

    Sie erinnerte auch an Daniel Cohn-Bendit, der in "Little Big Man" "unbefangen über seine Erlebnisse als Kindergärtner in den Jahren 1972 bis 1974 plaudern konnte". Da nahm der "ständige Flirt mit allen Kindern bald erotische Züge" an, und passierte es dem Kinderfreund "mehrmals, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln". Er habe dann "auf Wunsch" auch zurückgestreichelt [HÜSTEL!!!].



Laizisten wollen Gottesdienst im Europaparlament verbieten:
    Eine Gruppe von Sozialisten, Kommunisten, Liberalen und Grünen, an deren Spitze die niederländische Liberale Sophie in't Veld und die deutsche Grüne Franziska Brantner stehen, will gegen einen Gottesdienst vorgehen, den der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt gemeinsam mit Abgeordneten fast aller Fraktionen und der Diözese Straßburg seit 11 Jahren im Europaparlament organisiert. In einem Brief an Parlamentspräsident Jerzy Buzek protestierte die von in't Veld geleitete "Plattform [Ach, wenn nur "platt" alleine es ausreichend beschrieb...] für Säkularismus in der Politik" gegen [Ich erinnere nochmal daran: Die Leute, die aus dieser Ecke kommen, identifizieren sich über das Dagegensein, auch wenn ihre Plattform im Schafspelz des Für daherkommt. Hier soll nicht aufgebaut werden. Hier soll nur niedergerissen werden] die Anwesenheit eines Kruzifixes im Straßburger Gottesdienst- und Meditationsraum, weil dieses im Widerspruch zum "neutralen Charakter" [Geschwätz. Eine Plattform für Säkularismus in der Politik reibt sich nicht an einem vermeintlichen Widerspruch zu einem neutralen Charakter sondern in Wirklichkeit an der Existenz des Gottesdienstraumes selbst] dieses Raumes stehe, und warf die Frage auf, welche Eintrittsberechtigung zum Europaparlament der zuständige Priester der Diözese Straßburg besitze [Nun, ich nehme mal an, daß er in dem Gottesdienstraum für die Dauer des Gottedienstes seiner Arbeit nachgeht. Ebenso wie die Reinigungskräfte, die sich zu bestimmten Zeiten des Tages in den Räumen des Parlaments aufhalten, um diese zu säubern. Werden die auch nach ihrer Eintrittsberechtigung gefragt?].

    Posselt wies dies "als agressiven [eher: doofen] Versuch, das Christentum aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen", zurück. 80 Prozent der EU-Bürger seien Christen, 65 Prozent Katholiken. Der Meditationsraum werde einmal pro Monat von den Katholiken entsprechend den Regeln des Parlamentes für eine gute halbe Stunde Messe genutzt, ansonsten stehe er allen anderen Konfessionen und Religionsgemeinschaften ebenso zur Verfügung: "Als Mehrheit sollten wir aber dieselben Rechte haben wie jede Minderheit" [Bingo!]. Nach der Messe würden das Kreuz und die anderen Gegenstände in einen eigens dafür vorgesehenen Schrank verbracht und der neutrale Charakter des Meditationsraumes wiederhergestellt. [Wenn das wirklich so ist, dann kann ich in dem Vorpreschen der Damen in't Veld und Brantner leider nichts sehen als Hysterie auf ganz hohem Niveau und Agenda-Pushing aus dem Lehrbuch].

2 comments:

Raphaela said...

Für mich ist das absolut herausragendste an der heutigen kath.net-Ausbeute, daß nur eine einzige Schlagzeile die beiden Artikel trennt, in denen einerseits Alice Schwarzer betont, der Zölibat stehe in keinem ursächlichen Zusammenhang mit den Mißbrauchsfällen, und andererseits Erzbischof (!!) Kothgasser sagt, wegen der Mißbrauchsfälle müsse man den Zölibat neu überdenken. *kopfschüttel*

Alipius said...

Ja, ich habe mich bzgl. der Aussagen von Erzbischof Kothgasser auch erst einmal eines Kommentars enthalten...