Friday, March 19, 2010

Primas-Germaniae-FAIL

Über die bisher nur von "Augenzeugen" bestätigten Aussagen von Erzbischof Kothgasser hinweg blicke ich zum einigermaßen faszinierenden Schlußstatement des verlinkten kath.net-Artikels:
    Die Denk- und Diskussionsverbote müssen abgeschafft werden, zum Beispiel bei 'Verhütung' oder 'Abtreibung' und 'vorehelichen Geschlechtsverkehr', bekräftigte Schreckeis [ein Psychotherapeut]. Die gesamte Einstellung zur Sexualität und zur Leibfeindlichkeit müsste offen diskutiert und überdacht werden, schloss Schreckeis.
Klar, der Therapeut fordert dies natürlich nicht gesellschaftsweit, sondern im Rahmen einer Bewusstseinsänderungen der allgemeinen Strukturen innerhalb der Kirche.

Was die Kirche den Leuten tatsächlich mitteilt, sind Einschränkungen in der Praxis, keinesweges Denk- oder Diskussionsverbote. Seit ich hören kann, dreht es sich einmal pro Sekunde in irgendeiner irgendwo geführten Diskussion um Verhütung oder Abtreibung oder vorehelichen Geschlechtsverkehr. Die Kirche ist lediglich bereits soweit, daß sie nicht nur ihre Einstellung zu Sexualität (gut) und Leibfeindlichkeit (schlecht) schon seit langem offen zeigt, sondern auch seit langem vor den Folgen eines Eindringens von Irrtümern in den Bereich der Sexualität und der Ehe für die Familien und die gesamte Gesellschaft warnt.

Diese Folgen liegen mittlerweile gesellschaftsweit auf dem Tisch. Aber - wie es sich für ungezogene Kinder gehört - heißt es jetzt nicht "Papi hatte Recht!" sondern "Du bist nicht mein Vater!"

3 comments:

Anonymous said...

Paul Badde schreibt:

Denn es ist ja auch jedem Laien einsichtig, dass erst ein Erlöschen des spirituellen Feuers jedem Missbrauch von Geistlichen vorausgegangen sein muss. Dass ein Priester, der sich an Kindern vergeht, die Worte Jesu schon lang nicht mehr ernst genommen hat, wo es etwa heißt: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworden würde“ (Markus 9,42).

Wie sollte dies dem Papst verborgen sein? Deshalb kann er gar nicht anders, als hinter allen Missbräuchen auch eine fast noch tiefer reichende erschreckende Glaubenskrise monströsen Ausmaßes zu erkennen. Einen Abfall vom Evangelium. Eine Verhöhnung Gottes selbst unter Theologen. Keiner wird deshalb erwarten dürfen, dass der Papst die Ehelosigkeit der Priester auch nur im Traum zur Disposition stellen wird.

Vielmehr wird er gerade den Zölibat katholischer Priester neu zu stärken versuchen, der ja nicht anders verstanden werden kann als sichtbarster Ausdruck ihrer persönlichen Liebesbeziehung zu Gott, dem sie sich mit diesem Schritt doch einmal mit Haut und Haar verschrieben haben. Sicher wird der Papst das Feuer dieser Liebe noch einmal neu zu entfachen versuchen.

Conservare said...

Erstaunlich wie man die Tatsachen einfach so verdrehen kann... ich würde einmal sagen, dass in ihrer Konsequenz jeweils die 'Verhütung' und die 'Abtreibung' leibfeindlich ist.

Für manche Egomanen ist es vielleicht notwendig zu wissen, dass die Pille nicht nur dem anderen Leben sondern auch der eigenen Gesundheit und der Umwelt schadet. Abber jegaaal...

Anonymous said...

die Ansichten des Erzbischofs sind ja nichts neues... schon neulich "sparava una bella cazzata" wie man so schön sagt...

gut dokumentiert hier:

http://www.kath.net/detail.php?id=25967

...

und quasi wie eine Antwort erschien darauf dann das...

http://www.kath.net/detail.php?id=25972

und auch das hier scheint wie als Antwort auf dir Irrtümer des Erybischofs zu sein:

http://www.kath.net/detail.php?id=26026

... beten wir für einen guten Nachfolger des Erzbischofs...