Thursday, November 12, 2009

Versteh ich nicht...

Auf kath.net habe ich grade diese Meldung gelesen:
    Wegen der stark ansteigenden Zahl von Schweinegrippe-Erkrankungen hat die katholische Deutsche Bischofskonferenz besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Gottesdiensten empfohlen. Priester und Gläubige in den 12.000 Gemeinden in Deutschland sollten beim Empfang der Kommunion die Handkommunion bevorzugen, heißt es in den am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Ratschlägen. "Wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos verlangen Kelchkommunion und Mundkommunion besondere Vorsicht."

    Zur Zurückhaltung mahnt die Bischofskonferenz auch beim Friedenszeichen sowie beim Händeschütteln und Umarmen. Vorsicht sei vorübergehend auch bei der Nutzung des Weihwasserbeckens in den Kirchen geboten. Priester und Kommunionhelfer sollen vor ihrem Dienst die Hände waschen. "Die Benutzung eines Desinfektionsmittels ist empfehlenswert", heißt es.
Okay, die Liebesbezeugungen zurückzuschrauben ist vernünftig.

Und aufgrund der Rückspülung ist die Kelchkommunion sicherlich auch nicht so ganz risikofrei.

Aber schon beim Weihwasser gehen die Frgen los: Wie sieht Vorsicht bei der Nutzng des Weihwasserbeckens aus? Gummihandschuhe anziehen? Oder aufpassen, daß man seine Finger nur in das Ende des Beckens taucht, in dem sich grade keine Bakterien aufhalten?

Und Hand- oder Mundkommunion macht ja nun wirklich keinen Unterschied. Ich empfange seit nunmehr 10 Jahren exklusiv direkt auf die Zunge und mir ist es noch nie passiert, daß dabei die Hand des Priesters meinen Mund berührt hat. Da der Priester die Hostie in beiden Fällen berührt, ist die Mundkommunion eigentlich sogar die sicherere Variante, da ich nicht auch noch an der Hostie herumfummle mit Fingern, an denen werweißwas klebt.

12 comments:

Elsa said...

Verstehen tu ich es auch nicht wirklich ...
Heute in Loreto - ALLE riesigen Weihwasserbecken vollständig leer. Erst hab ich mich gewundert, dann ging es mir endlich auf: Vorsichtsmaßnahme! Anfang der Woche las ich auch noch, dass sie nur noch auf die Hand austeilen in Loreto.

Bene said...

Fragt sich, warum solche Mahnungen nicht jedes Jahr ergehen, wo doch die sog. saisonale Grippe jeden Winter tausende hinwegrafft, ohne dass das irgendwen besonders interessieren würde.

Diagnose: Medienhysterie.

Yon said...

an denen werweißwas klebt
Na, was soll da schon dran kleben. Die Schweinegrippeviren des Nachbarn vom Friedensgruß natürlich... :D

Schreib ich jetzt mal so als ungeimpfte Handkommunikantin. Mir erscheint das nach wie vor als etwas zu hysterisch, das Ganze.

Florian said...

Habe heute noch irgendwo gelesen, dass den Priestern abgeraten wird, bei der Kommunionspendung die Worte "Leib Christi" zu sagen, wegen der Gefahr einer Tröpfcheninfektion...

Alipius said...

@ Florian: Das ist jetzt aber 'n Kalauer, oder?

Florian said...

Ich zitiere aus der Zeitung von heute morgen: "In der katholischen Kirche in Mexiko, wo im Sommer die Schweinegrippe ausbrach, blieben Beichtstühle leer und Kirchen geschlossen. Predigten, so ordnete das Erzbistum Mexiko an, sollten nicht länger als fünf Minuten dauern, beim Austeilen der Kommunion sollten die Pfarrer schweigen: Das Aussprechen der Worte „Leib Christi" vorm Gesicht des Gläubigen, könnte zur Tröpfcheninfektion führen.

In Deutschlands Kirchen geht noch alles seinen gewohnten Gang. Aber mancher hat sich schon Gedanken gemacht für den Fall der Fälle: flächendeckend die Weihwasserbecken entleeren, den Friedensgruß mit Handschlag zwischen den Gläubigen aussetzen oder - um das Risiko zu senken - zum virtuellen Gottesdienst per Webcam übergehen.

Nein, kein Kalauer :/

Alipius said...

** röchel **

Florian said...

Gesundheit ;-)

Du weißt doch: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da sind die Viren mitten unter ihnen...

feline said...

Ich wäre auch für einen virituelle Kinderbetreuung!
Ich arbeite in einer Tageseinrichtung für Kinder. Ein Bazillenmutterschiff.....

Viele Warnungen und Empfehlungen wurden ausgesprochen, Sicherheitsmassnahmen erklärt.

Bei dem ersten Fall der Auftrat erkrankte die Schwester eines Kindes von uns.
Dieses Kind konnte weiterhin die Einrichtung besuchen während die Eltern für eine Woche unter Quarantäne standen ??????
Ich hab es nicht verstanden.

Ich habe den Eindruck jeder sagt was anderes und alle werden mehr und mehr verwirrt.

In mir kommt mehr und mehr der Eindruck auf, dass die Pharmaindustrie da jede Menge Impfstoff produziert hat, den sie jetzt möglichst schnell absetzen will.

kalliopevorleserin said...

Gottesdienst per Webcam - und dann als Steigerung die Caritas auch nur noch auf dem Monitor, was?

AnguloJuan said...

Hehe. Aus welcher Zeitung kommt das?
Es gibt nun sogar Weihwasserspender dagegen...

Florian said...

@AnguloJuan: aus einem regionalen Käseblatt (www.rheinpfalz.de). Nichts ernstzunehmendes.

Aber was Feline sagt, kann ich nur bestätigen. Bei uns an der Schule dürfen Lehrer, deren Frauen schwanger sind, nicht unterrichten. Aber Schüler, die positiv getestet sind, bei denen jedoch noch keine Symptome aufgetreten sind, dürfen in die Schule kommen, wie wenn nichts wäre...