Wednesday, November 11, 2009

Pünktlich zum Fest des Heiligen Martin...

... habe ich hier eine Seite gefunden, die reichlich Informationen zu einem der populärsten Heiligen bietet. Es gibt Historisches, einige Legenden, Martinslieder, Martinsrezepte, Martinskirchen, eine Galerie und und und...

Ich las eben auf der Seite den Text zum Lied "Sankt Martin, Sa-hankt Martin". Dies sang ich lauthals als Pimpf, Laterne in der Hand, jährlich zum Martinsfest erst auf dem Hof unserer Grundschule (wo auch die Mantelteilung nachgespielt wurde) und dann später beim Gripschen in diversen Geschäften. Zum Text gesellte sich im Kopf die Melodie, und ich konnte wirklich nicht verhindern, daß meine Augen ein wenig feucht wurden.

Gestern noch fröstelnde, rotwangige, interessiert schauende und bewegte Kinder auf den Höfen unserer Schulen, heute schon entfernte Kruzifixe in den Klassenzimmern...

Trotzdem, bzw. grade deswegen wünsche ich all den Tapferen und Aufrechten dort draußen ein frohes und gesegnetes Martinsfest. Laßt uns gemeinsam dem Sturm die Stirn bieten. Ich bete für Euch und für die Kirche; Ihr betet für die Kirche und ihre(n) unwürdigen Diener.

Danke.

5 comments:

Theresia Benedicta said...

Vielleicht ist das das einzige, was uns in diesen Zeiten, wo selbst die katholischen Fakultäten ihren Namen kaum noch verdienen, bleibt: Das gegenseitige Gebet um Stärke im Glauben und Vertrauen!

Meines Gebetes jedenfalls sei Dir sicher, Alipius!

Alipius said...

Danke (und zurück)!

Elsa said...

Ich hab mal in einer Gegend gewohnt, und ich glaube, es war auch in meiner Kindheit noch so, dass dem St. Martin-Umzug ein richtiger Reitersmann voranritt, im Gewand eines Soldaten, mit Mantelumhang.
Es war für mich als Kind das Highlight des Jahres, später war ich fasziniert, circa 10 Jahre vor meinem Eintritt, von der Lebendigkeit und Bildfülle dieser im echten Sinne wohl Volksfrömmigkeit.
Ich habe immer gedacht, dass nur die Menschen das alles abschaffen und negieren wollen ("Wie kann ich Kindern im Raumfahrtzeitalter die Himmelfahrt Jesu denn erklären?"*seufz), die keinen Sinn mehr für den Zauber und die Posie des Seins haben. Es ist nicht so, dass der moderne Christ ein Mystiker sein wird (war das Rahner?), sondern dass die Poesie ausstirbt. Der Wille zum Wunder. Wer den Zauber des Seins bejaht, die Poesie der Existenz, das Wunder der Schöpfung, wer sich all diese Fähigkeiten bewahrt hat, der wird irgendwann beim Glauben landen.
Umgekehrt gilt, wer St Martin abschafft, den Hl. Nikolaus, all unsere herrlichen Traditionen, an die Kindheitserinnerungen geknüpft sind, der wird ein unbegabtes und fantasieloses, graues Volk hervorbringen, dem alles zu wenig gerät. Ein Volk der Ebene, wie Doris Lessing es einmal beschrieb, dem schwere Stahlhelme auf dem Kopf geschnallt werden als Beuge-Strafe, wenn einzelne zu lange und zu sehnsüchtig ihr Haupt erhoben haben, um träumerisch auf die magisch leuchtenden Schneegipfel des weit entfernten Gebirges aufzublicken...

Achso ja, Gebet. Na klar! Wir müssen zusammenhalten!

Theresia Benedicta said...

Danke :-)

Alipius said...

Danke, Elsa!