Monday, November 30, 2009

Schwester Robusta

10 comments:

Yon said...

Oh Schwester, könnte ich Dich doch mehr zum Vorbild nehmen. Wie unschuldig, diese Stirn zu bestaunen, statt sich angespannt zu fragen, ob der "Gegner" nochmals angreift. Hätte ich doch die selbe Ruhe.

Stegi said...

evtl. "....noch keine Antwort gibt..."?

Etwas beunruhigend, dass sich die Zahl der Fragen reduziert hat in den letzten 2000 Jahren.

Alipius said...

@ Yon: Ja, das Gefühl kenne ich...

@ Stegi: Hat sich wirklich die Zahl der Fragen reduziert oder ist nur die Zahl der möglichen Antworten größer geworden? Will sagen: Selbst diejenigen, die z.B. dem Menschen heute den freien Willen oder die Existenz einer Seele absprechen wollen, treffen den Nagel ja nicht auf den Kopf, sondern antworten nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Maria Magdalena said...

*zeter*
Robusta redet sonst nicht so'n Driss! Und was macht Trichterschädel "Labor-Ludwig" so? Rein beruflich gesehen mein' ich? Geräte-Ausgabe? Proben anschleifen? Labor aufwischen? Seine Äußerung ist jedenfalls eines Wissenschaftlers nicht würdig (frag' mal Phil!). Odre äußern sich hier nur die unreflektierten Ressentiments eines naturwissenschaftlich minderbegabten Theologen? Im realen Leben habe ich jedenfalls ziemlich viele erzkatholische Physiker kennengelernt - mehr als atheistische.
*schimpf*

Alipius said...

Aaaaaaaaaaalso:
Labor-Kudwig steht hier einfach für all jene Wissenschaftler, die ich persönlich oder über die Medien kennenlernte und die eben jene Meinung vertreten. Daß es Wissenschaftler anderen Kalibers gibt, ist mir schon klar, wird auch - glaube ich - durch den Strip nicht geleugnet.

Schwester Robusta ist ein Comic! Da wird mit Vereinfachung und Verallgemeinerung gearbeitet, ohne daß Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhoben wird. Dafür mutet man halt dem Leser eine gewisse Flexibilität zu.

Also: Strengt Euch ein wenig an. Ich werde keinesfalls beginnen, zu jedem Robusta-Comic eine Gebrauchsanweisung oder eine Vorab-Entschuldigung zu posten.

Conservare said...

ich finds toll!

Maria Magdalena said...

O piissime Ali!
Sorry, sorry, ich wollt' Dir nicht auf die Zehen treten. Irgendwie fehlen auf den Blogs auch die Smilies, die in den Foren die Kommunikation erleichtern. Denk' Dir bei meinem gestrigen Kommentar also bitte vorne und hinten (notfalls auch noch mittendrin) so einen "Vorsicht, Ironie"-Fähnchen-schwenkenden Grinsekopp. [Smilie hier: http://katholon.net/images/smilies/icon_ratlos.gif ]
Was mich halt gestört hat, ist, dass hier geistes"wissenschaftliche" Logeleien einem Labortrichter untergejubelt werden [smilie: http://katholon.net/images/smilies/icon_monktock.gif ]. "Beweisbar" ist nämlich kein sinnvoller naturwissenschaftlicher Begriff. [dozier-smilie http://katholon.net/images/smilies/icon_magistra.gif ] Echte Beweise bietet nur die Mathematik - aber die gelten auch nur im Geltungsbereich der zugrunde liegenden Axiome. Ändert man die Axiome (Kugelfläche statt Ebene z. B.), stimmen die einfachsten Schlussfolgerungen nicht mehr (Innenwinkelsumme im Dreieck wäre da nicht immer 180° z. B.).

Grundlage der Naturwissenschaft sind aber keine menschengemachten Axiome, sondern die (gottgeschaffene) Natur. Und das ist ein System, in dem man gar nicht alle Voraussetzungen kennen kann; die Natur ist letzten Endes unergründlich (sofern die Heisenbergsche Unschäferelation nicht widerlegt wird). Deshalb gilt ganz allgemein: Keine einzige naturwissenschaftliche Theorie ist "bewiesen" (oder beweisbar), sie sind samt und sonders nur "noch nicht widerlegt" oder "beschreiben die Natur im Parameterbereich xyz hinreichend genau". Widerlegbar sind hingegen alle Theorien - da genügt manchmal ein einziges Experiment (z. B. Äther-Theorie) oder die Entdeckung einer neuen Spezies (Lungenfisch). Das Atheisten-Problem ist also nicht die "Nicht-Beweisbarkeit der Nicht-Existenz", sondern die "Nicht-Widerlegbarkeit der Existenz". Was mir als christefidelis mulier militans natürlich wesentlich besser gefällt. [smilie: http://katholon.net/images/smilies/icon_nunrazz.gif ] Und deshalb lach' ich mir doch ganz unfromm einen ins Fäustchen: Weil er existiert, lässt sich die Existenz nicht widerlegen! Allein - dem Trichter-Trottel Laber-Ludwig fehlt der Glaube. [smilie: http://katholon.net/images/smilies/icon_pope.gif ]

Herzliche Grüße,
Maria Mgdalena militans [ http://katholon.net/images/smilies/icon_swiss.gif ]

Alipius said...

Ja, ich war mit den Begriffen unvorsichtig: Als ich (bzw. Labor-Ludwig) sagte, daß sich "Seine Nicht-Existenz nicht beweien läßt", meinte ich damit, daß sich seine Existenz nicht widerlegen läßt. Das ist natürlich nur in einem nebligen Sinne gleich (Ich kann die Existenz von X nicht widerlegen = Ich kann die Nicht-Existenz von X nicht beweisen). Aber ich stimme Dir zu: Erst einmal gehört die metaphysische Ebene nicht schnöde ausgeblendet. Und dann mag ich Popper auch lieber als den Wiener Kreis ;-)

Maria Magdalena said...

Hiermit oute ich mich mal als Banause: Ich kenne weder Popper noch den Wiener Kreis. Philosophie mussten bei uns bloß die Lehramtsstudenten belegen - uns hat man damit verschont. Deswegen ist Kant der einzige Philosoph, von dem ich etwas mehr gehört habe - achja, und Schongpohlßachtre in den Sonntagspredigten während meiner Kindheit (*grusel*).

Alipius said...

Waaaaaaaaaaaas?!?!?!?
Sartre in der Sonntagspredigt?
Wie unappetitlich!