Sunday, April 18, 2010

Man vergleiche...

... diesen englischsprachigen Bericht über die Reise des Papstes nach Malta und sein Treffen mit dortigen Mißbrauchsopfern mit diesem Bericht aus der ZEIT online.

Bei der ZEIT heißt es gleich im Teaser: "Die Kritik an ihm reißt nicht ab". Wer sind die Kritiker? Boff, Küng, WsK und ein Vertreter des Opferverbandes Snap, welcher meinte der "Papst müsse sich an die Spitze der Bemühungen um Aufklärung setzen und dabei mit Opferverbänden sowie der Justiz zusammenarbeiten". Wann der Vertreter des Opferverbandes sich zuletzt über die Rolle des Papstes (bzw des Kardinals Ratzinger) in der Aufklärung informiert hat (John Allen schrieb vorgestern über diese Rolle im N"C"R [HT: Scipio]) erfährt der Leser nicht.

4 comments:

Elsa said...

Der Papst traf sich heute mit (neun?) Missbrauchopfern in Malta, ein Opfer berichtete, er habe Tränen in den Augen gehabt, die Opfer sagten danach, das Treffen haben ihnen Frieden schenken können.
(Lt. den Livetweets von Anna Arco).
Nur mal schnell so ergänzt.

Arminius said...

Der Papst müsse ...
Der Papst hätte ...
usw.

Die Medien wollen einen Papst sehen, der vor ihnen zu Kreuze kriecht. Sie wollen einen Papst sehen, der ihnen ihre angemaßte moralische Überlegenheit bestätigt. Am liebsten wäre ihnen jedoch ein Papst, der sein Amt abschafft und die Katholische Kirche im Zeitgeist auflöst.

Der Papst muß gar nichts. Seine Bischöfe übrigens auch nicht. (Schon gar nicht wegen ein paar lächerlichen Ohrfeigen.)

Alipius said...

@ Elsa: Ja, so steht's auch im englischen Artikel.


@ Arminius: "Müssen" wird in der momentanen Situation wirklich total inflationär gebraucht. Das nervt.

Arminius said...

Ich muß jetzt ein wenig zurückrudern. Die Verwendung des Begriffen die Medien war natürlich nicht korrekt. In der Welt erschien heuteein langer und sehr empfehlenswerter Beitrag, den ich sehr zur Lektüre empfehle.
Hier ein Zitat:
Es wird deutlich, daß der Papst es mit seinem Kampf gegen den Relativismus ernst meint und daß er vor allem die Katholiken dafür gewinnen will, wieder katholisch zu sein. Das begreift ein einflußreicher Teil der veröffentlichten Meinung als Kriegserklärung. Ihre Antwort darauf ist: Dieser Papst darf keinen Fuß auf den Boden bekommen.