Tuesday, April 20, 2010

Ex-Generalvikar Gruber meldet sich zu Wort

Der SPIEGEL startete mit der Überschrift Papst sollte als Münchner Erzbischof "aus der Schusslinie" unlängst einen weiteren Versuchsballon in Richtung Papst-Belastung. Dem mit "offenbar", "wohl" und Konjunktiv gespickten Artikel stellt Ex-Generalvikar Gruber nun - laut einem Bericht in der Süddeutschen - seine Version gegenüber:
    Es sei tatsächlich seine Entscheidung gewesen, H. im Jahr 1980 in einer Gemeinde einzusetzen; er habe sie gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Personalreferenten Friedrich Fahr getroffen, aber nicht mit Erzbischof Joseph Ratzinger besprochen.
Ich bin gespannt, ob - wenn die Wellen sich irgendwann einmal geglättet haben - die Leute, die in diesen Tagen und Wochen jedes Flüstern zu einem "Kreuziget ihn!" aufbauschen, die Größe haben werden, sich zu entschuldigen...

Haha! Ja, ich weiß: Der war gut!

[HT an Leser Christof, der mich auf den SZ-Artikel aufmerksam machte]

6 comments:

Benedetta said...

Muhaha, ja , der war echt gut *kringel* :-)))

Arminius said...

Bevor sich einer von denen entschuldigt, friert die Hölle zu.

bee said...

Ich wette auch Geld gegen Gummibärchen, dass es eine Entschuldigung von dieser Seite niemals geben wird.

Marcus, der mit dem C said...

Was heißt hier "entschuldigen"? Die fordern doch Rücktritte von Bischöfen und dem Papst, also sollen sie selber auch zurücktreten!

Aber halt, es sind ja keine Politiker, die dann einfach, wenn sie mehr als eine Amtszeit hinter sich haben, sich auf Ihrer Pension ausruhen, bis Parteikollegen sie in ein politisch vergebenes Amt in der Wirtschaft zwecks Aufstockung der Altersversorgung hieven.

Schade, schade, da könnte die Presse doch tatsächlich einen kleinen Teil ihrer Glaubwürdigkeit wiederbekommen, wenn sie sich selbst an das hielte, was sie von anderen fordert.

Wann kommt eigentlich bei der Konkurrenz die Schlagzeile
"SPIEGEL wegen Ente unter Druck!" ?

Liebe Grüße
Marcus, der mit dem C

Yon said...

Der "Witz" ist ja: Gruber kann jetzt dementieren, bis er lila anläuft. Das ist dann doch nur wieder von der bösen Katholiban-Mafia erzwungen. Man kann einem SPIEGEL-Leser nichts vormachen... :rolleyes:

Ulrich said...

soo wahr, Yon.