Monday, April 26, 2010

Diplomatie-FAIL

Peinliches Regierungsdokument - Großbritannien bittet den Papst um Entschuldigung
    Die Eröffnung einer Abtreibungsklinik, die Absegnung einer Homo-Ehe, ein Duett mit der Queen und zu guter Letzt noch Kondome der Marke "Benedikt": Im britischen Außenministerium kursierten einige kurios anmutende, aber tatsächlich ernst gemeinte Vorschläge, wie der anstehende Besuch des Papstes im Vereinigten Königreich aussehen könnte.

    ...

    Die Mitarbeiter hätten das Memo als eines von drei "Hintergrunddokumenten" auch an führende Beamte im Regierungsapparat geschickt, sagte der Sprecher. Die Papiere seien als Diskussionsgrundlage für die Themen des Papstbesuchs gedacht gewesen. In einem Vermerk hatten die betroffenen Mitarbeiter Vertraulichkeit angemahnt. "Dies sollte nicht nach außen weitergegeben werden. Insbesondere das Schreiben "Der ideale Besuch" ist Ergebnis eines Brainstormings, das auch äußerst weit hergeholte Ideen mit in Betracht zieht", hieß es.
Unprofessionell finde ich weniger die Vorschläge (die finde ich schon auch schräg, aber da bin ich aus anderen Richtungen ganz andere Attacken auf den Papst gewöhnt) sondern die Vorstellung, ein Papier könne in der heutigen Zeit geheim bleiben, wenn man "Vertraulichkeit" anmahnt. Ist das nicht so, wie wenn Mama sagt "Mach das nicht!" und das Kind sich dadurch dann erst recht angespornt fühlt?

2 comments:

Arminius said...

Ins Ohr geflüsterte Worte hört man 1000 Meilen (altes chinesisches Sprichwort).

Dieser Entwurf war kein Betriebsunfall sondern symptomatisch für die Administrationen in den europäischen Hauptstädten. Dort hat sich eine Generation von wertefreien Karrierebeamten breitgemacht, von der nichts Anderes zu erwarten ist.

Anonymous said...

Der Fanatiker Dawkin hat jüngst die Verhaftung des Papstes gefordert, sobald er britischen Boden betritt und sich dabei wohl auf den Fall Pinochet bezogen. Der britische Mainstream gehört mittlerweile zum peinlichsten Teil der europäischen Elite.