Tuesday, April 20, 2010

Augustinus und der Teufel

Der FOX-Artikel, zu dem ich im letzten Post verlinke, zeigt ausschnittsweise dieses BIld, auf welchem ein Teufel dem Heiligen Augustinus ein Buch hält. Oder hat er es dem Heiligen geklaut und wird soeben von ihm verwünscht? Hmm...:


Jedenfalls ist diese Bild (von Michael Pacher, nach 1470, heute Alte Pinakothek München) ein Zuckerl, da der Teufel am Popo ein Gesicht hat. Das trifft erstens sehr gut das Schimpfwort A****gesicht (welches offenbar schon recht alt ist. Die älteste Quelle, die sich kenne, ist Goethe (über den einstigen Freund und späteren Nicht-mehr-ganz-so-Freund Böttiger)) und korrespondiert auch herrlich mit dem amerikanischen Vorwurf "You're talking out of your ass, man!" (was soviel heißt wie "Du redest Müll!").

2 comments:

kalliopevorleserin said...

Der Heilige zeigt ja eine deutliche Segensgebärde. Mir scheint die Bildaussage eher: Wenn der Teufel schon mal da ist, kann ein so frommer und schriftkundiger Mensch wie Augustinus ihn unter Berufung auf den Herrn auch zu etwas Nützlichem anhalten. Da muß der Kerl widerwillig als Bücherstütze der Bibel dienen. Dumm gelaufen, aus seiner Sicht.

Alipius said...

Schöne Interpretation. Ich neige auch eher zu dieser Sicht.