Saturday, January 16, 2010

Bigottisches Pack

Von der Schändung des Heiligtums in Fatima durch einen Sprayer, der einige Statuen mit pro-islamischen Parolen besudelte, sind zu diesem Zeitpunkt über Google News Search genau zwei Artikel zu finden - beide auf katholischen Nachrichtenseiten.

Ich spiele jetzt mal des Teufels Advokaten [pun SO intended] und behaupte, daß ein fanatischer Katholik hier Stimmung gegen die Moslems machen will. Nicht, weil ich die andere Version nicht auch mindestens ebenso glaubhaft finde, sondern weil es um etwas anderes geht:

Hätte irgendjemand irgendwo in Europa eine Scheibe Schweineschinken an die Türe einer Moschee genagelt und ein paar die Selige Gottesmutter ehrende Zeilen daruntergesetzt, was glaubt Ihr, wie die Reaktionen in den Medien aussähen?

6 comments:

Johannes said...

Daß mit dem Schweineschinken fände ich ziemlich mies, aber die Verehrung der Mutter des Jesu ist auch im Islam sehr verbreitet. (Nicht der Gottesmutter, ich weiß). Aber schließlich heißt Jesus stets Issa Ben Mariam, was in dieser Form die jungfräuliche Geburt Jesu bestätigt.

Alipius said...

Stimmt!

Arminius said...

Sicher, die Idee mit dem Schweineschinken ist grenzwertig. Man schmeißt ja schließlich auch kein Butterbrot weg.

Johannes said...

Hab noch mal nachgelesen, Das hat ausgerechnet die Statuen Johannes des XXIII, und Puls des VI. getroffen, als ausgerechnet die für "Nostra aetate" verantwortlichen Päpste. Wenn die Schmierer nicht absolute Dumpfbacken waren (wofür allerdings einiges spricht), dann zeigt der Vorfall, daß es nicht lohnt gewissen Muslime "die Hand zum Bunde zu reichen". Sie spucken drauf.

Arminius said...

@Johannes
Ein Dialog mit den Vertretern einer Ideologie, die schon Unterwerfung heißt, die die Unterwerfung unter ihre Gesellschaftsordnung von allen fordert und die aus theo(?)logischen Gründen gar keine andere Wahl hat, als dies zu fordern, macht eh keinen Sinn. So eine Ideologie, auch wenn sie sich Religion nennt, muß mit allen Mitteln bekämpft werden.

Das gilt natürlich nicht für die Menschen, die diese Ideologie vertreten. Diese haben wie alle Menschen den Anspruch auf unsere uneingeschränkte Nächstenliebe.

Der hl. Augustinus formulierte dies (wieder einmal) treffend so: Diligite homines, interficite errores!

Conservare said...

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Ja, aber es soll ja sogar Leute geben, die "Herr Herr" zu Gott sagen, aber diese werden vom Herrn abgewiesen, weil er sie nicht kennt.

Es gibt immer irgendwelche Entsprechungen, die man aber auch wiederlegen kann... damit kommen wir offenbar nicht weiter.

Diese Schmierfinken haben zur Zeit Hochkonjunktur! In Bamberg wurde die schönste Statue einer Heiligen, die es je gegeben hat, mit ekligem Joghurt beschmiert. Ja, die Statue der hl. Kunigunde.

Aber muslimische Parolen mit Joghurt waren das nicht.