Besonders gut hat mir diese Stelle hier gefallen: >>Fast zeitgleich findet in München ein Hintergrundgespräch statt. Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat eine Handvoll Journalisten eingeladen. Sie werden über die neueste Entwicklung im Fall Mixa unterrichtet. Bedingung: Die Öffentlichkeit darf nicht erfahren, dass die Information von der Kirche stammt.<< Vermutlich bloggt die DBK ja genau deshalb nicht, weil sie eher damit beschäftigt ist, Informationen an interessierte Kreise zu bringen, ohne dass offengelegt wird, woher die Infos denn so kommen ...
Aber wenn hinter all diesen Anschuldigungen nichts als heiße Luft war, warum ist Bischof Mixa dann zurückgetreten? Warum hat er nicht gekämpft? Er machte auf mich den Eindruck von einem, der die berühmte Hitze in der Küche vertragen kann!
@ Christian: Naja, er wußte sich vielleicht im Recht, aber er hat wohl auch gemerkt, daß es in der Diözese Probleme gibt und wollte vielleicht nicht um jeden Preis (und dann auch noch gegen so ziemlich alle Deutschen Medien) in den Ring steigen.
Ich kann mich nur anschließen: einerseits wüsst ich schon gern wie die Sachlage nun wirklich war, andererseits will ich es eigentlich nicht wirklich wissen.
Sehr traurig und vielleicht sogar noch beschämender ist es, wenn das alles wirklich so stimmt, was "die welt" so schreibt.
Mixa war bestimmt kein angenehmer Bischof, weil er sich getraut hat, seine Meinung zu sagen - auch wenn sie der Mehrheit nicht gepasst hat.
Beten wir für ihn, das Bistum Augsburg und alle Geistlichen und Laien, die irgendwie mit dieser Geschichte zu tun hatten und haben.
Wie unbequeme Politiker wurde auch Mixa abgesägt. Sehr traurig, dass das auch noch durch Mitbrüder im priesterlichen Dienst geschah...
Die ganze Welt schwieg über die Schoah, und da will man jetzt nahezu die gesamte Verantwortung für dieses Schweigen auf die Schultern des Souveräns legen, der weder Kanonen noch Flugzeuge hatte; der sich zweitens bemühte, seine Informationen mit denen zu teilen, die solche Waffen hatten, und drittens, in Rom und anderswo eine große Zahl derer zu retten vermochte, für die er die moralische Verantwortung trug.
Bernard-Henri Levy, jüdischer Philosoph, in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 2010.
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Besonders gut hat mir diese Stelle hier gefallen:
>>Fast zeitgleich findet in München ein Hintergrundgespräch statt. Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat eine Handvoll Journalisten eingeladen. Sie werden über die neueste Entwicklung im Fall Mixa unterrichtet. Bedingung: Die Öffentlichkeit darf nicht erfahren, dass die Information von der Kirche stammt.<<
Vermutlich bloggt die DBK ja genau deshalb nicht, weil sie eher damit beschäftigt ist, Informationen an interessierte Kreise zu bringen, ohne dass offengelegt wird, woher die Infos denn so kommen ...
Wenn das so stimmt, wie es da steht.
:-)
Aber wenn hinter all diesen Anschuldigungen nichts als heiße Luft war, warum ist Bischof Mixa dann zurückgetreten? Warum hat er nicht gekämpft?
Er machte auf mich den Eindruck von einem, der die berühmte Hitze in der Küche vertragen kann!
@ Elsa: Ja, fand ich auch amüsant!
@ Christian: Naja, er wußte sich vielleicht im Recht, aber er hat wohl auch gemerkt, daß es in der Diözese Probleme gibt und wollte vielleicht nicht um jeden Preis (und dann auch noch gegen so ziemlich alle Deutschen Medien) in den Ring steigen.
Ich kann mich nur anschließen: einerseits wüsst ich schon gern wie die Sachlage nun wirklich war, andererseits will ich es eigentlich nicht wirklich wissen.
Sehr traurig und vielleicht sogar noch beschämender ist es, wenn das alles wirklich so stimmt, was "die welt" so schreibt.
Mixa war bestimmt kein angenehmer Bischof, weil er sich getraut hat, seine Meinung zu sagen - auch wenn sie der Mehrheit nicht gepasst hat.
Beten wir für ihn, das Bistum Augsburg und alle Geistlichen und Laien, die irgendwie mit dieser Geschichte zu tun hatten und haben.
Wie unbequeme Politiker wurde auch Mixa abgesägt. Sehr traurig, dass das auch noch durch Mitbrüder im priesterlichen Dienst geschah...
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