Sunday, February 28, 2010

Hilfe!

Noch mal kurz zurück zum Thema Barock/Rokoko: Ich habe ja schon so einiges gesehen, was die etwas abgefahrene Damenmode bei Hofe in dieser Zeit betrifft.



Aber was ist denn das hier rechts im Bild? Ist das eine gekenterte Galeere, die man mit Stoff überzogen hat? Oder eine Hausbar zum Mitnehmen mit mittig eingebautem Barkeeper-Halter? Oder ist es wirklich nur ein Kleid? Wenn ja: Konnte man diese Dinger irgendwie einfahren oder um 90 Gad drehen oder waren damals wirklich alle Türen so breit? Also, wenn das Kleid sich nicht verkleinern oder drehen läßt, dann stünde die Trägerin selbt in einem so beachtlichen Schloßbau wie z.B. Pommersfelden nach dem durchschreiten bestimmter Türen - nun ja - entweder leicht verwüstet oder halb entkleidet da.

Oder haben am Ende damals gar die Damen selbst eine 90-Grad-Drehung vollzogen und sind seitwärts durch die Türen getrippelt?

Grübel...

4 comments:

Raphaela said...

Nach dem Aussehen von den Dingern zu schließen dürften Türen damit tatsächlich nur im Krebsgang zu bewältigen gewesen sein.

Mannomann, Mode! *sichansHirngreif*

CAECILIA - Notizen zur Kirchenmusik said...

Erst sieht man "S E X!" in der Linkleiste, und einige Zeit später "Hilfe!".

Ich hatte mir schon meinen Teil gedacht...

*grins*

kalliopevorleserin said...

Die Dame waren erst da, samt Kleid, der Palast wurde dann um sie herumgebaut. Eine Flucht von Zimmern mit breiten Türen mußte als Lebensraum langen. Ein Zimmer war natürlich das Ankleidezimmer, worin die Dame gelegentlich - igitt! - nackt war. So sah sie aber nur ihre Zofe, die etwas praktischer gekleidet war.
Glaub mir, genau so war es.

Alipius said...

@ Claudia: Wunderbar! Eine der besten und glaubwürdigsten Erklärungen!