Monday, May 10, 2010

Siegeszug der Gegen-das-Baby-Pille

Bevor ich zum Mittagessen mit meinen sympathischen maxikanischen Mitbewohnern (oder auch vorübergehenden Mitbrüdern, was der Sache eigentlich näher kommt) gehe, tippe ich Euch noch schnell diese Sätze aus dem Editorial der aktuellen Ausgabe des Stern herunter:
    Ohne die Pille wären die sexuelle Revolution und auch die Emanzipation der Frau kaum vorstellbar gewesen. Ihren weltweiten Erfolg - heute nehmen über 100 Millionen Frauen regelmäßig die Pille ein - vermochte auch die katholische Kirche nicht zu verhindern. In seiner realitätsfremden Enzyklika "Humanae Vitae" wollte Papst Paul VI im Jahr 1968 den Gläubigen allen Ernstes vorschreiben, "daß jeder einzelne eheliche Akt nur dann sittlich gut ist, wenn er für die Weitergabe des Lebens offen bleibt".
"Realitätsfremd" ja. Aber welches ist die Realität, die der Kirche fremd ist? Und welches ist die Realität, die die Kirche lehrt und vertritt?

Reicht es hier, auf das "Naja, sie ist halt nicht von dieser Welt und kann und darf sich der Welt daher nicht angleichen..." hinzuweisen, oder muß man nun endlich auch den nächsten Schritt machen und eine unangenehme Wahrheit nicht beim Namen nennen sondern geradezu herausposaunen: Wenn der Mensch vergißt, daß er nach Gottes Ebenbild geschaffen ist, dann vergißt er als Folge davon auch seine Natur und korrumpiert seine Würde.

Dann richtet man sich in Fragen der Moral und Ethik nicht mehr nach der höchsten Autorität, sondern nach dem, was für den Moment ein leichteres Kreuz und eine schnelle Lösung der Probleme verspricht.

Scheidung, Kinderlosigkeit, Euthanasie, Abtreibung, Geschlechtsumwandlungen, Auflösung des Ehe-Begriffs etc: Die Quick-and-dirty Lösungen für eine sich "Gesellschaft" nennende Ansammlung von Individuen, welche nur noch abseits göttlicher Gesetze an ihrer Natur herumdoktern und entsprechend im Leben einzig Dinge ausprobieren wollen, aber keine Verantwortung außerhalb festgesteckter, politisch-korrekter oder gesellschaftlich größtenteils (stillschweigend) akzeptierter Grenzen mehr übernehmen möchten (und bald wahrscheinlich auch nicht mehr können, ist dies doch auch ein Lernprozeß, welcher nicht zuletzt innerhalb der Familie stattfindet).

2 comments:

Conservare said...

Vor allem möchte ich wissen, was das für eine Befreiung der Frau sein soll, wenn die Frau durch die Pille jetzt rund um die Uhr für den Mann verfügbar sein kann. Komische Freiheit... auch das es Schwangerschaften trotz der Pille gibt, sollte man wohl nicht verschweigen und wie sieht dann das Ergebnis aus, wenn beide Partner oder nur der Mann seinen Spaß haben wollte und so ein "Unfall" geschieht? Abtreibung... ob die Frau damit irgendwann gesundheitliche Probleme bekommt, ist egal.

Also von wegen Emanzipation, von wegen Frauenbefreiung. Das sind objektiv feststellbare Lügen.

Benedetta said...

my 2 cents: Ich finde die Pille gar nicht mal das primäre Problem. Ich nehme sie selber, und zwar nicht aus verhütungs- sondern aus (hormonellen) gesundheitlichen Gründen. Viel schlimmer finde ich, daß der Akt der Vereinigung heute total reduziert wird auf S*x und Lust,und fast kaum noch jemand dabei dran denkt, daß es ein SCHÖPFUNGSakt ist.