Sunday, October 11, 2009

Interessante Ausstellung in Köln

Im Kolumba Kunstmuseum in Köln gibt es noch bis zum 10. August 2010 die Ausstellung "Hinterlassenschaft" zu besichtigen. hier der Pressetext:
    Die dritte Jahresausstellung von Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln, beschäftigt sich mit dem, was zurückbleibt: mit den Dingen, die wir gestalten und benutzen, die uns behausen und bekleiden, mit denen wir spielen und an denen wir arbeiten. Ausgehend vom historischen Ort und seinen archäologischen Funden dokumentiert die Ausstellung Spuren menschlicher Existenz, die sich in Dokumenten und alltäglichen Gebrauchsgegenständen ebenso niederschlägt wie in künstlerischen Arbeiten. Gleichzeitig thematisiert die Ausstellung den Wert der Erinnerung und unsere Verantwortung im Umgang mit dem historischen Erbe. Damit entfaltet sich das weitgefächerte Spektrum der eigenen Sammlung nun zum dritten Mal. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf eine Videoarbeit des Münchener Künstlers Kurt Benning: "Hinterlassenschaft – Ein deutsches Erbe". Es handelt sich dabei um die Beschreibung sämtlicher Gegenstände einer Wohnung, deren Auflösung kurz bevorstand. Diese Aufzählung von Dingen, die mit Assioziationen und Erinnerungen verknüpft sind, ist der Ausgangspunkt für die Auswahl der ausgestellten Werke, die von der Spätantike bis in die jüngste Gegenwart reichen und alle künstlerischen Medien umfassen. (Weitere Arbeiten voraussichtlicht von Joseph Beuys, Gerd Bonfert, Thomas Böing, Felix Droese, Jannis Kounellis, Duane Michals, Jürgen Klauke, Heinrich Küpper, Paul Thek, Stefan Wewerka, Dorothee von Windheim u.a.). Es erscheinen zwei umfangreiche Werkbücher in der Kolumba-Schriftenreihe.
Äh, ja, okay. Warum ich mir im nächsten Jahr die Ausstellung ansehen werde, dürfte klar werden, wenn man folgende Bilder sieht:

Man hat in Köln nämlich nicht nur...

... diverse Sakristeischränke ausgeräumt,...

... sondern auch in den Schubladen...

... und Kleidertruhen...


... von Kardinal Frings gewühlt!

Wer also von Kardinalsgewändern nicht immer nur auf meinem Blog lesen möchte, sondern sich mal hautnah einen Eindruck davon verschaffen will, wie komplex oder verschwenderisch oder unnütz oder schön diese Roben einst waren, der fahre nach Köln.

Im Diözesanmuseum in Freising ist auch Kardinalstracht ausgestellt, nämlich die von Kardinal Faulhaber. Die ist zwar hinter Glas, aber sehenswert ist sie trotzdem. Denn sie ist mit Galero, roter und violetter Cappa Magna, Ferraiolo, Mantelletta, Schuhen und Hüten nahezu komplett. Hier ist ein kleines Foto:


Also, liebe Pomp-Touristen: Ihr wißt, wo's hingeht!

5 comments:

Stanislaus said...

Darüber macht eine Kollegin von mir am 20. November eine Sendung.

Alipius said...

Schade.
Das kriege ich hier in Rom natürlich nicht zu sehen...

Stanislaus said...

Schicke Dir 'nen Link, wenn's soweit ist.

Alipius said...

Super! Danke!

feline said...

Vielen Dank für den Tipp. Da zeigt es sich doch wieder.
Köln hat eben viel zu bieten! :-)
Ich schau`s mir gerne an, ist fast um die Ecke.