Monday, March 16, 2009

Bartolomé Blanco Márquez

Der Selige Bartolomé Blanco Márquez wurde am 25, November 1914 in Pozoblanco, Cordoba geboren. Er verwaiste früh und wurde von einer Familie großgezogen, die ihn bei den Salesianern studieren ließ. Bartolomé erwies sich als ausgesprochen gelehrig und intelligent und wurde im Alter von 18 Jahren Jugendsekretär der Katholischen Aktion in Pozoblanco. Am 18. August 1936 wurde Bartolomé von der republikanischen Miliz verhaftet, weil er sich weigerte, der Streitmacht der Regierung beizutreten. Er wurde in ein Gefängnis in Jaen gebracht, wo er mit 15 Priestern und weiteren Laien gefangengehalten wurde. Er wurde am 2. Oktober 1936 im Alter von 21 Jahren zum Tode verurteilt und erschossen. In den Akten, die seinen Seligsprechungsprozeß unterstützten, ist zu lesen, daß er sich weigerte, von hinten erschossen zu werden. Seine letzten Worte: "Wer für Christus stirbt, soll nach vorne blicken und aufrecht stehen. ¡Viva Cristo Rey!"

Hier der Brief, den er am Tag vor seiner Exekution an seine damalige Freundin schrieb, in einer Übersetzung von Zenit:
    Provinzgefängnis in Jaén, 1. Oktober 1936

    Meine liebste Maruja!

    Bis ins Grab werde ich Dein Andenken mitnehmen, und bis zum allerletzten Schlag wird mein Herz aus Liebe zu Dir schlagen. Gott hat es für angemessen erachtet, diese weltlichen Leidenschaften zu läutern, sie zu veredeln, wenn wir einander in Ihm lieben. Obwohl ich am Ende meines Lebens stehe, ist Gott mein Licht und alles, was ich ersehne. Das heißt aber nicht, dass die Erinnerung an den Menschen, den ich am meisten liebe, mich nicht bis in die Stunde meines Todes begleiten wird.

    Viele Priester stehen mir bei. Sie gießen Schätze der Gnaden in meine Seele ein und stärken sie so - welch süßer Trost! Ich blicke dem Tod ins Auge, und, glaube mir, er schüchtert mich nicht ein, er macht mir keine Angst.

    Der irdische Gerichtsspruch wird meine stärkste Verteidigung im Gericht Gottes sein. Sie wollten mich niedermachen, doch sie haben mich erhöht. Durch ihre Verurteilung haben sie mich reingewaschen, und in ihrem Bemühen, mich zu vernichten, haben sie mich gerettet.

    Verstehst Du, was ich meine? Aber natürlich! Denn wenn sie mich umbringen, verhelfen sie mir zum wahren Leben. Und wenn sie mich verurteilen, weil ich die höchsten Ideale von Religion, Vaterland und Familie stets hochgehalten habe, stoßen sie vor mir die Tore des Himmels auf.

    Mein Leib wird hier am Friedhof von Jaén begraben werden. Es trennen mich nur noch wenige Stunden von meiner letzten Ruhe. Erlaube mir also eine einzige Bitte an Dich: Im Gedenken an unsere Liebe, die sich nun weitet, halte Dir ein einziges Ziel vor Augen: die Rettung Deiner Seele. So werden wir uns auf unsere ewige Gemeinschaft im Himmel vorbereiten, wo nichts mehr uns trennen kann.

    Bis dahin, leb wohl, meine liebste Maruja! Vergiss nicht, dass ich vom Himmel her auf Dich schauen werde, und bemühe Dich, ein Vorbild einer christlichen Frau zu sein, denn am Ende helfen uns die weltlichen Güter und Freuden nichts, wenn wir nicht unsere Seelen retten konnten.

    An Deine ganze Familie denke ich mit Dankbarkeit, und an Dich, meine ganze Liebe, die sich nun in der Stunde des Todes vergeistigt. Vergiss mich nicht, meine Maruja, und sooft Du an mich denkst, erinnere Dich: Es gibt ein besseres Leben, nach dem wir uns mit aller Kraft ausstrecken müssen. Sei stark, und beginne Dein Leben neu. Du bist jung und gut; Gott wird Dir helfen, darum werde ich ihn anflehen in Seinem Reich.

    Leb wohl, bis wir uns weiter lieben werden im ewigen Leben.
Es gibt heutzutage schon Leute, die es nicht glauben können, daß in einem Kloster recht normale Männer leben. Dieser Brief zeigt, daß sogar 21-Jährige, die für Christus sterben, alles andere sind, als picklige Spinner, die in der "echten Welt" nicht scoren können. Haben mich sehr berührt, diese Zeilen.

1 comment:

Elsa said...

Ja, da wird man ganz ganz klein, wenn man so etwas liest. Vielen Dank, dass du uns drauf hinweist.