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Thursday, December 17, 2009

Das siebzehnte Türchen...

Da wir uns ja nun in den Tagen der herrlichen O-Antiphonen befinden, muß natürlich auch der Inhalt der Adventskalender-Türchen etwas verfeinert werden.

Auf das gestern veröffentlichte Video des "Solenne Rio Papale" habe ich dermaßen hymnische Reaktionen erhalten, daß es mir gleichzeitig Pflicht und Freude ist, da nachzulegen.



Daher gibt's hier jetzt ein 7-minütiges Video von der Kardinalskreation im Jahre 1946. Wenn Ihr auf das Bild klickt, werdet Ihr direkt zum Video geführt, welches sich im Archiv der British Pathe findet. Direkt-Einbindung geht leider nicht, sorry!


Hier ein kleines Still, als Teaser:


Im Film ist das Copyright bedeutend kleiner, also keine Bange!

Wednesday, December 16, 2009

Das sechzehnte Türchen...



Wer nahe genug wohnt und Zeit für einen Abstecher ins Elsaß hat, der sollte vielleicht den Weihnachtsmarkt in Straßburg besuchen. Der öffnete im Jahre 1570 zum ersten Mal als "Christkindelsmärik" seine Pforten, initiiert von Protestanten, die mit dem "St. Nikolaus-Markt" (wegen der fies Katholischen Hervorhebung eines Heiligen) so gar nichts anfangen konnten. Naja, mittlerweile könnte man den Markt (wie die meisten anderen Weihnachtsmärkte) wahrscheinlich auch "Jahresendzeit-Shop-o-Rama" nennen, aber ich will nicht meckern, mache ich doch schließlich Werbung dafür.



Tuesday, December 15, 2009

Das fünfzehnte Türchen...

Wir wollen ja auch den norden Deutschlands nicht vergessen. Daher stelle ich heute den Weihnachtsmarkt in Lübeck vor. Der sieht zumindest auf dem Bild hochanständig aus.


Wer mehr wissen will, den verweise ich auf diese Seite, die Euch über Adressen, Öffnungszeiten und Angebote aller Lübecker Weihnachtsmärkte informiert.

Monday, December 14, 2009

Das vierzehnte Türchen...


Der Weihnachtsmarkt rund um Schloß Hexenagger in Altmannstein/Bayern scheint ein ganz besonderer Leckerbissen zu sein. Hier gibt's eine eigene Seite, die über alles informiert und auch zu einer kleinen Bildergalerie verlinkt. Ich weiß zwar nicht, was ich auf einem Weihnachtsmarkt von Ausdrücken wie "Elfenmann" und "Zauberwald" zu halten habe, aber - klar - die harrypotterisierte Jungschar muß natürlich mit den richtigen Ködern eingeholt werden.



Sooooo viele Lichter! So richtig schön wäre es natürlich im Schnee. Vielleicht gibt's den ja noch rechtzeitig...


Sunday, December 13, 2009

Kerze #3


Ach, was geht das alles schnell!

Kommt mir vor, als hätt' ich gestern erst das zweite virtuelle Kerzlein angezündet.

Nur noch sechs Tage, dann geht's zurück ins Stift! Juchei!

Ich wünsche allem am römsten-Lesern einen schönen Gaudete-Sonntag!

Wenn Ihr einen "richtigen" Adventskranz habt, dann habt Ihr heute eine rosafarbene Kerze angezündet.

Das dreizehnte Türchen...

Und noch einen für die Leserschaft aus Österreich: Der Weihnachtsmarkt in Linz macht sich vor allem auf dem barocken Hauptplatz und im Volksgarten breit. Auch die von der Meisterklasse des Salzburger Mozarteums entworfene Weihnachtsbeleuchtung kommt ein wenig barock daher, findet man doch überall munteres Puttenvolk, das seit 1993 alljährlich im Advent Einkaufsstraßen und Nibelungenbrücke schmückt.




Saturday, December 12, 2009

Das zwölfte Türchen...

Heut mal was ganz Fieses: Vor der imposanten Fassade der Benediktiner-Abtei Einsiedeln/Schweiz findet alljährlich ebenfalls ein Weihnachtsmarkt statt. Fies ist diese Information deshalb, weil Ihr leider bis zum nächsten Jahr warten müßt, bis der Markt wieder seine Pforten öffnet. Er dauert nämlich leider immer nur eine Woche. Immerhin konnte ich das Datum für den nächsten Wiehnachtsmarkt schon mal finden: 27.11.2010 - 5.12.2010



** SEUFZ ** Das liebe, gute, alte Abendland...

Friday, December 11, 2009

Das elfte Türchen...

Und wieder zurück nach NRW: Heute geht's nach Münster. Dort gibts es in der Innenstadt gleich fünf Weihnachtsmärkte und passend dazu auch eine kleine Informationsseite der Stadt.




Auf dem zweiten Photo sieht man zwar eher Weihnachts-Meute als Weihnachts-Markt, aber das adventliche Münster scheint schon einen Besuch wert zu sein.

Das zehnte Türchen

Dieses zehnte Türchen sollte natürlich bereits gestern gepostet werden. Wurde es auch, allerdings im 'Schwester-Robusta'-Blog. Tsk, tsk, tsk... Unsauberes Blog-Management. Der Herr Alipius entschuldigt sich.



Der Weihnachtsmarkt in Forchheim sieht ja auch sehr heimelig aus. Was hat er zu bieten? Ich laß mal wieder die Seite Weihnachtsmarkt Deutschland sprechen:
    Nicht nur auf dem Rathausplatz, sondern bis hin zur Kaiserpfalz gruppiert sich ein Markt mit vielfältigen und typischen Angeboten. Direkt im Rathaus, dessen einmaliges Fachwerkensemble zu jeder Jahreszeit fasziniert, befinden sich die mittelalterlichen Rathaushallen, wo man den Produkten des fränkischen Traditionshandwerkes begegnet: Keramik, Drechselarbeiten, handgenähte Landhausmode, Intarsien, Weihnachtskugeln, Krippen, handgenähte Teddybären, Gewürzsträuße, Porzellan, Ikonen.

    Eisenbahn vom 28.11.2009 bis 06.01.2010
    Die Ausstellung der beliebten Eisenbahn wird in diesem Jahr wieder in den Räumen der Kaiserpfalz stattfinden. Eine Fleischmann HO-Modellbahn wird ebenso zu bestaunen sein wie eine Lehmann-Großbahn. In der Spielecke können Kinder bauen und basteln. Im Pfalzgewölbe wird eine Cafeteria für das leibliche Wohl aller Besucher sorgen.

    Kunstausstellung und Kunsthandwerk
    Zwei exklusive Kunstausstellungen erwarten Sie in Forchheim. Am zweiten Adventswochenende, von Samstag 5. bis Sonntag 6. Dezember präsentiert sich im großen Saal im historischen Rathaus (2. OG) die Ausstellung „Kunst in Forchheim“. Eröffnung ist am Samstag, 5. Dezember um 11.30 Uhr. Im Innenhof der Kaiserpfalz ist an diesem Wochenende ausgefallenes und erlesenes Kunsthandwerk zu sehen.

    Adventsmeditation
    Jeden Mittwoch von 18.00 Uhr bis 18.45 Uhr wird in der Kaiserpfalz im Keller die Gelegenheit geboten, bei Meditationsmusik und einer kurzen Lesung den Trubel der Adventszeit zu unterbrechen und zur Ruhe und Besinnlichkeit zu kommen.

    Der Kalender
    Das Rathaus verwandelt sich wieder zum schönsten Adventskalender der Welt, der am 1. Dezember von Oberbürgermeister Franz Stumpf feierlich eröffnet wird. Der Forchheimer Engel öffnet täglich um 18.30 Uhr und an Heiligabend um 12.00 Uhr ein Fenster, hinter dem sich wertvolle Preise verbergen. Jeder Besucher hat die gleiche Chance auf eine besondere Bescherung. Der Kalender ist eine Gemeinschaftsaktion der Stadt Forchheim, der Forchheimer Geschäftswelt, der Volksbank Forchheim, des Fränkischen Tags, der Nordbayerischen Nachrichten und von Radio Bamberg.

    Der Krippenweg
    Ein Rundgang durch die historische Altstadt führt zu den schönsten Krippen der Innenstadt: St. Martin, Fuchsenkrippe, Marienkapelle, Katharinenspital, Kloster St. Anton. Eine lebende Krippe und tägliche romantische Kutschfahrten runden das Angebot ab. Altstadt- / Krippenführungen können in der Tourist-Information gebucht werden. Die Broschüre „Forchheimer Krippenweg“ ist in der Tourist-Information im Rathaus erhältlich.
Wow! Scheint ja wirklich alles dabei zu sein...

Wednesday, December 09, 2009

Das neunte Türchen...


Der Weihnachtsmarkt (Reiterlesmarkt) in Rothenburg ob der Tauber ist sicherlich ein ganz besonderer Leckerbissen für Adventstouristen. Rothenburg ist ja erstens wegen der ganzjährig geöffneten Weihnachtsläden ohenhin schon als "Weihnachtsstadt" bekannt und zweitens auch außerhalb der Weihnachtssaison ziemlich von Touris aus aller Welt bedrängt. Man kann sich also denken, daß das malerische und romantische Städtchen in diesen Tagen eine einzige Advents-Moshpit ist. Trotzdem: Wenn ich mal irgendwann die Gelegenheit bekomme, dann werde ich mir diesen Überdosis wahrscheinlich geben.


Leider fand ich nirgendwo scharfe, hochauflösende Bilder...

Tuesday, December 08, 2009

Das achte Türchen...

Leser doc_mouse hat mich auf den Christkindl-Markt in Salzburg aufmerksam gemacht. Der liegt zwar nicht in Deutschland, ist aber doch immerhin für meine eher südlichst wohnenden Landsleute sehr nahe. Außerdem bin ich ja seit meinem ersten Besuch im September 2008 auch ein Salzburg-Freund. Also stelle ich den Christkindl-Markt jetzt vor.



Er öffnete zum ersten Mal im Jahre 1491 seine Pforten und ist damit der älteste und auch der größte Christkindmarkt im Salzburger Land. Der Markt findet jährlich am Salzburger Domplatz und am Residenzplatz statt. Rund 90 Stände bieten alles, was ein ordentlicher Weihnachtsmerkt eben so zu bieten hat.



Ein besonderes Highlight sind die öffentlichen Chor- und Bläserdarbietungen vor dem Salzburger Dom. In der Alten Residenz finden während der Adventzeit in Salzburg sehenswerte Sonderausstellungen statt. Die Salzburger Krippenausstellung zeigt acht große Krippen aus dem Salzburger Land.

Wie man auf den Bildern sieht, liegt der Markt vor einer sehr malerischen Kulisee. Also: Wer nahe genug wohnt, sollte da vielleicht mal vorbeischauen!

Monday, December 07, 2009

Das siebte Türchen...


Zum Altöttinger Christkindlmarkt schreib ich nicht viel. Ich stelle ihn nur im Bilde vor und verweise Euch auf die Webseite, die alle nötigen Informationen bietet (und über deren Index-Seite kleine Schneeflöcken fliegen).

Schöööööön!

Sunday, December 06, 2009

Das sechste Türchen...


Wenn heute schon der Sonntag den Nikolaustag übertrumpft, dann möchte ich wenigstens anstatt eines Weihnachtsmarktes einen Nikolausmarkt vorstellen. Auf dem Rathausplatz in Landau (Pfalz) findet vom 26. November bis 20. Dezember der Nikolausmarkt statt. Genauer: Der Kunsthandwerliche Thomas-Nast-Nikolausmarkt. Thomas Nast (1840-1902) war ein in Landau geborener und in den USA berühmt gewordener Karikaturist, der "unter anderem die Figur des 'Santa Claus' in der Neuen Welt bekannt gemacht hat", wie es auf der Internetseite der Stadt Landau heißt. Andere Figuren, deren heute weltweit bekannte Versionen wir Nast zu verdanken haben sind Uncle Sam und die Columbia. Hmm... Nast war ein ziemlich expliziter Anti-Katholik. Im 19. Jahrhundert wurde das ursprünglich protestantische Christkind von der katholischen Kirche übernommen, während es im protestantischen Weihnachtsbrauch eine immer geringere Rolle spielte und langsam vom säkularisierten Weihnachtsmann verdrängt wurde. Ob der Nast damit etwas zu tun hat? Weiß da jemand mehr?

Egal, hier geht's ja primär um den Nikolausmarkt. Was hat der zu bieten? Ich gebe nochmal der Webseite der Stadt Landau das Wort:
    "In zwei großen beheizten Pavillons demonstrieren 34 Kunsthandwerker ihr Geschick. Töpfer, Goldschmied, Maler, Drechsler, Korbflechter und Marionettenbauerin wetteifern mit dem Holzschnitzer, Kunstschmied und der Weberin um die Gunst des Publikums, das auf dem Landauer Nikolausmarkt ausreichend Gelegenheit findet, nach ausgefallenen Geschenkideen Ausschau zu halten oder ganz einfach bei einem Becher Glühwein die Hast und Hektik des Tages zu vergessen.

    Auch für die kleinen Besucher ist das Angebot des Landauer Marktes vorbildlich. An allen Tagen öffnet pünktlich um 14 Uhr die „Himmelsbackstube“ ihre Pforten. Dort könnenThomas Nast die Kinder unter sachkundiger Anleitung ihr Weihnachtsgebäck selbst herstellen und gleich nebenan hängt der goldene Briefkasten der „Schreibstube Himmelspforte“. Dort schreiben alljährlich etliche tausend Kinder einen Brief an das Christkind, der garantiert noch vor Heilig Abend beantwortet wird. Unter dem großen Tannenbaum in der Mitte des Rathausplatzes steht das Krippenhaus, in dem wunderschöne handgeschnitzte Holzfiguren aus dem Grödnertal die Weihnachtsgeschichte lebendig werden lassen. Und schließlich lockt neben einer Fahrt im Nikolaus-Express wieder das weihnachtlich geschmückte doppelstöckige Nostalgiekarusell der Familie Hartmann mit der über 100 Jahre alten Konzertorgel, die mehrmals täglich vorweihnachtliche Weisen spielt."
Na, das klingt doch ganz ordentlich!

Und schon brennt das zweite Kerzchen...


Als ich noch klein war, da kam mir der Advent immer waaaaaaaahnsinnig lang vor. Und irgendwie fand ich das eigentlich gar nicht schlecht. Denn ich stand schon als Knirps auf die vorweihnachtliche Zeit, bzw. die in diesen Tagen herrschende Stimmung.

Es war eigenartig: Ich war irgendwie noch zu klein, um wirklich zu verstehen, was es bedeutet, sich auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten. Aber ich war immerhin wach genug, um zu erkennen, daß alles um mich herum irgendwie Ausdruck einer ganz besonderen Zeit war. Es wurde früh dunkel, also stand man länger unter dem Eindruck der Adventsbeleuchtungen, die damals eigentlich nur in der Innenstadt als Dekoration so richtig präsent waren. In den Wohngebieten ging's lange nicht so taghell zu wie heute. In der Schule bastelten wir Christbaumschmuck, Weihnachtssterne, Girlanden etc. Und daheim wurde rund um die Uhr Weihnachtsgebäck produziert. Und dann war da natürlich noch der Weihnachtsmarkt. Klar, als Pimpf durfte ich noch keinen Glühwein trinken, aber den Duft konnte ich trotzdem genießen. Auf dem Weihnachtsmarkt gab es auch die sogenannten "Violas", Veilchenpastillen, deren Geschmack mich für alle Zeiten an Advent erinnern wird. Und selbst der Weihnachtsrummel passte irgendwie ins Bild. Logo, der gute Ton verbietet es, sich über Konsumrausch, Geschenkeberge und Last-Minute Nervenzusammenbruchs-Shoppingtouren positiv zu äußern. Aber als ich klein war, da war das erstens einmal völlig normal (schließlich ging's ja unter anderem auch und vor allem um die Geschenke, die Klein-Alipius abzugreifen gedachte) und zweitens für mich nur ein weiteres Indiz, daß irgendetwas Besonderes, Großes anstand.

Aber - was soll ich sagen - den wahrscheinlich größten Eindruck hinterließen bei mir die Adventslieder in der Kirche. Ich war schon als Kind richtiggehend empört, daß ausgerechnet so schöne Lieder wie "O Heiland, reiß die Himmel auf", "Tochter Zion", "Wachet auf, ruft uns die Stimme" oder "Es kommt ein Schiff geladen" nur zur Adventszeit gesungen wurden. Andererseits behielten diese Lieder natürlich grade aufgrund der spärlichen Anwendung den Hauch des Besonderen. Ach ja: Was ich auch noch mit Advent verbinde, das ist die Freude auf Omas Krippenszene. Die war eher klein, mit liebevoll geschnitzten Holzfiguren (ein gaaaaanz toller Engel mit hellblauem Gewand war auch dabei) und einem Heiland, der einem die Ärmchen entgegenreckte. Ich freute mich jedes Jahr auf ein Wiedersehen nicht nur mit der Heiligen Familie und den drei Königen, sondern auch mit dem dazugehörigen Getier. Die Krippe gehörte für mich einfach dazu, und wahrscheinlich wäre ein Weihnachtsfest ohne sie nicht ganz so schön gewesen.

Wie steht's mit Euch? Was war für Euch das Prägende an der Adventszeit, als Ihr noch kleiner wart?

Einen schönen zweiten Adventssonntag an alle am römsten-Leser!

Saturday, December 05, 2009

Das fünfte Türchen...

Ein weiterer Lesertip: Feline machte mich auf den mittelalterlichen Weihnachtsmakrt in Siegburg aufmerksam.


Ich lasse mal die Seite Weihnachtsmarkt Deutschland sprechen:
    Es ist eine kleine Welt für sich, die sich in der Adventszeit auf dem Siegburger Marktplatz unterhalb des Michaelsberges entfaltet. Fast vier Wochen lang – vom 28.11. bis 22.12.2009 – entführt Kramer Zunft und Kurtzweyl in eine längst vergessene Zeit. Mehr als zehn Dutzend Handwerksleute, Musici, Gaukler und weit gereiste Händler, gekleidet wie die Menschen im späten Mittelalter, verzaubern zwischen authentisch nachgebauten Marktständen. Fackeln, Öllampen, Kerzen und Teelichter tauchen die Zeltstadt mit Einbruch der Dunkelheit in mystisches Licht. Freunde des Mittelalters speisen und trinken rustikal, Trommel- und Dudelsackklänge dringen ins Ohr, Spielleute und Jongleure demonstrieren ihr Können und Gaukler machen mit ihren Späßen auch vor den Besuchern nicht Halt.

    Löffelschnitzer, Riemenschneider, Seiler, Filzer, Zinngießer und mehr lassen verschwundene oder kaum noch ausgeübte Handwerkskünste wieder aufleben.

    Es gibt originelle Geschenke wie kunstvoll mit dem Gänsekiel verzierte Urkunden, eine Wahrsagerin, die verrät, was die Zukunft bringt und ein umfangreiches Programm für Kinder. Puppentheater, Märchenerzähler und das Kinderritterturnier lassen den Weihnachtsmarktbummel auch für die Kleinen zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Musikalischer Höhepunkt des Marktes in jedem Jahr ist ein mittelalterliches Weihnachtskonzert.
Klingt interessant genug!

Friday, December 04, 2009

Ist es der mutigste...

oder der humorvollste oder einfach nur der schlechteste Sänger aller Zeiten? Ihr entscheidet, ich bedank mich bei Carolina Cannonball, wo ich das Video fand.



Wow! Ich lache oft und laut über Sachen, die ich im Internet finde, aber beim Betrachten dieses Videos liefen wirklich Tränen!

Nicht zu früh wegklicken! Hysterisch wird's erst ab 2:15!

Yeah, Frank Sinatra! Who's your daddy now!?

Das vierte Türchen...


Der Weihnachtsmarkt in Erfurt liegt malerisch am Fuße des Domberges mit seinen beiden imposanten Kirchen. Aber nicht nur deshalb stellt er etwas Besonderes dar. Es gibt auch eine interessante Aktion, auf die mich Leser(in) (?) magdi aufmerksam machte: Das Projekt "Folge dem Stern" des Bistums Erfurt möchte den Menschen dabei behilflich sein, hinter all dem vorweihnachtlichen Gewusel die eigentliche Botschaft des Festes nicht aus den Augen zu verlieren. Es wird daher an jedem Donnerstag und Sonntag im Advent den Besuchern des Weihnachtsmarktes an verschiedenen Orten der christliche Hintergrund von Advent und Weihnachten erschlossen. Nützlich.

Thursday, December 03, 2009

Das dritte Türchen...

Heute machen wir einen kurzen Abstecher ins Erzgebirge. Denn das 20.000-Einwohner-Städtchen Schwarzenberg (offiziell: große Kreisstadt) liefert ein schönes Beispiel dafür, wie ein Weihnachtsmarkt für den Herrn Alipius gefälligst auszusehen hat:


Schnee, viele goldene Lichtlein, altes Gemäuer und öffentliche Plätze, die nicht bis in die hinterste Ecke mit Buden vollgestopft sind, sondern auch noch Raum zum Bewegen bzw. Atmen lassen. Schööööön!


Da wir im Erzgebirge sind, dürfen natürlich auch die Pyramiden nicht fehlen. In Schwarzenberg gehört zur Weihnachtszeit auch das sogenannte "Pyramidenanschieben" dazu. Während diesem werden in der Stadt und den dazugehörigen Ortsteilen die mehrstöckigen Kerzenkarussels mit den von Holzfiguren belebten weihnachtlichen Szenen in Schwung gebracht. Ob alleine die Thermik für die Bewegung dieser Riesendinger verantwortlich ist, kann ich nicht sagen. Auf dem Photo oben läßt sich nicht einmal genau erkennen, ob es Kerzen sind. Aber was soll's...

Der Schwarzenberger Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr 475 Jahre alt! Glückwunsch!

Wednesday, December 02, 2009

Das zweite Türchen...


Bleiben wir mal in NRW: Der Essener Weihnachtsmakrt hat's in sich. Denn er bietet etwas mehr, als handelsübliche Weihnachtsmärkte. Zuerst einmal findet er zusammen mit den Essener Lichterwochen statt, was bedeutet, daß es vor lauter Lichtinstallationen überall in der Innenstadt in allen möglichen Farben und Formen muter leuchtet.



Und dann gibt's auch noch das Riesenrad Bellevue, welches einem erlaubt, aus 56 Meter Höhe über die vorweihnachtlich erleuchtete Stadt zu blicken. Sehr stimmungsvoll!

Tuesday, December 01, 2009

Das erste Türchen...

Hallo zusammen!

Ich hatte ja irgendwie vollmundig einen Adventskalender angekündigt. Den gibt es auch. Ich hoffe nur, daß die Erwartungen nicht allzu groß sind...

Zur Einführung möchte ich erst einmal ein Geständnis wiederholen, welches ich auf diesem Blog bereits vor mehr als vier Jahren einmal machte:
    Ich muß gestehen, ich liebe den Duft von Glühwein auf tumultösen Weihnachtsmärkten. Ich mag den Geschmack von Apfel und Zimt bei Kerzenschein. Ich kann nicht genug kriegen von Atemwölkchen, die zwischen hochgeschlagenen Krägen und zehnfach gewundenen Schals irgendwie immer noch ihren Weg finden. Ich bin verrückt nach geschmackvoll geschmückten Christbäumen, üppig ausstaffierten Krippen und fettleibigen Engelchen. Und wenn ich in diesem Jahr "White Christmas" zum achthunderttausendsten Mal höre, dann habe ich dieses Lied trotzdem noch nicht satt. Ich mag sogar das unüberschaubare Gewusel in den Fußgängerzonen an den Adventssamstagen, wenn es früh dunkel wird und die Geschenke-Jäger sich nach erfolgreicher Erlegung der Beute an Weihnachtsmarkt-Ständen und in Cafes eine Pause gönnen. Ich bekenne offen: Ich bin leichte Beute für jegliche Art vorweihnachtlicher Emotionsbeschleunigung.
Ja, ich bin ein Weihnachtsmarkt-Junkie! Daher sieht der diesjährige Adventskalender so aus: Ich werde Euch jeden Tag einen Weihnachtsmarkt in Deutschland vorstellen! Wäre doch gelacht, wenn ich die Jahresendzeitstimmung nicht mit dem Vorschlaghammer herbeiführen kann!

Den Anfang macht meine Heimatstadt: Düsseldorf!

Der dortige Weihnachtsmarkt hat sich seit meiner Kindheit von einem beschaulichen Bespaßungsflecken am Jan-Wellem-Platz zu einem knock-down drag-down Christmas-o-rama entwickelt, welches krakenartig mit vielen Armen mittlerweile die ganze Innenstandt zu vereinnahmen droht. Trotzdem sind Inseln mit hochkonzentrierter Weihnachtsmarktlichkeit (wie der oben abgebildete Rathausplatz) immer noch Orte, an denen das Verweilen sich lohnt, zumal hier traditionelle Altbier-Brauereien (und für einen Düsseldorfer daher Muttermilch-Fabriken) wie das Ürige oder das Füchsen nicht weit sind.