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Monday, July 05, 2010

Friday, July 02, 2010

Kurze Info!

Falls irgendwer schon mal neugierig der neuen Domäne http://www.derherralipius.com/ einen Besuch abstattet und dann dort nichts findet, außer eine Bluehost-Seite, welche einen auf derherralipius.com willkommen heißt: Keine Panik!

Ich bastle noch am Layout und habe noch keine einzige File hochgeladen...

Saturday, June 19, 2010

Aaaaaaaalso...

Wie genau die nächsten vier Tage aussehen werden, weiß ich noch nicht.

Ich muß selbstverständlich gebührend von Rom Abschied nehmen. Das heißt, daß ich natürlich nochmal zum Petersdom und anderen Lieblingskirchen gehen werde. Es heißt auch, daß ich noch einmal (als Belohnung für die bestendenen Examen und - ** tätäh ** - die Bestnote für meine 30-seitige Bakkalaureus-Arbeit (freu)) im Il Buco ein würdiges Mittagsmahl zu mir nehmen werde (und zwar gleich heute). Auch muß ich natürlich noch einmal zur Fontana dell'Acqua Paola hochlaufen und eine Viertelstunde lang aufs Wasser starren.

Dann muß ich auch noch mein Zeugs packen und das Zimmer aufräumen und putzen (schnarch)...

Zwischendurch wird sicherlich auch noch ein wenig gebloggt. Auf jeden Fall wird es ein tränenreiches Abschiedsposting geben ;-), welches aber auch zugleich den Keim der Hoffnung enthält, denn es geht ja, wie angekündigt, weiter.

Am Mittwochmorgen setze ich mich dann in die Kiste und fahre mit dem lieben Josef, der mich dankenswerterweise abholen kommt, nach Klosterneuburg.

am römsten wird auf jeden Fall erst einmal im Netz bleiben. Wenn es Neuigkeiten oder superwichtige Nachrichten gibt, dann werden die erst einmal hier gepostet. Z.B. werde ich mich sicherlich Anfang August mit ein paar Photos und Texten aus Bamberg melden. Das Blog wird also für die Übergangszeit die Anlaufstelle für Leute mit Alipius-Entzug sein. Schwester Robusta wird sich ebenfalls einen ausgedehnten Sommerurlaub gönnen, aus welchem sie hoffentlich in alter Form zurückkehrt.

Okay, ab zum Il Buco! Wir sehen (lesen) uns später...

Thursday, June 10, 2010

Mal wieder Zeit für ein Rätsel!

Boah! Schon so viele? Ging das schnell!



Wer erkennt, was dieses Bild darstellt (bzw, wer die Rolle erkennt, die der Herr links verkörpert und wer dazu den Herrn rechts einfach nur beim Namen nennt) und sich das Label des Postings anschaut, welches nicht "Rätsel" ist, der könnte schnell herausfinden, worum es hier geht.

Monday, June 07, 2010

Am Freitag...

... habe ich das aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-aller-allerschwerste Examen EVER!

Daher muß ich pauken, als bekäme ich's bezahlt.

Das bedeutet nicht, daß ich bis Freitag nicht mehr blogge (ich muß ja zwischendurch auch mal eine Studier-Pause einlegen). Aber es heißt, daß erstens weniger gebloggt wird und daß ich zweitens um tausendmilliausend angezündete Kerzlein und Gebete bitte.

Ihr habt mich schon durch so viele andere schwierige Examen geboxt, das eine schafft Ihr auch noch! Danke!

Sunday, June 06, 2010

Das schöne an unserer Kirche ist ja...

... daß in Ihr so viele verschiende Menschen einen Platz finden. Das gestattet mir, einen Idee davon zu bekommen, zwischen wieviel Stühlen ich später einmal als Pfarrer zu sitzen habe. Hier zwei Kommentare, die innerhalb von 24 Stunden in meiner Privat-Mail eingetrudelt sind:
    Mein Kommentar zu Ihrer website: frech, arrogant, beleidigend, unchristlich. Sie haben leider nichts verstanden; wie will man auch von Roma aus etwas verstehen. Gnade Gott, wenn solche wie sie die Kirche bestimmen.
Dieser erste Kommentar bezog sich besonders auf meinen Beitrag zur Pfongsterklärung aber auch, wie man liest, auf mein Blog. Der zweite Kommentar:
    Es ist mir als "normalem" Katholiken ... eine Freude, ein solches Bild von Ordensleuten und Priestern gezeichnet zu sehen. Sie leisten m.E. einen wunderbaren Beitrag, Ihre "Brüder zu stärken" und auch meinen Zeugniswillen zu stützen.

    Ihnen wünsche ich Gottes Segen und eine fruchtbringende Zeit vor und nach Ihrer Weihe. Ich bin gewiss, dass Sie der Kirche und den Menschen großen Nutzen bringen können.
Also - ganz ehrlich - ich empfinde ein wenig mehr mit dem zweiten Kommentator ;-) . Allerdings trage ich das, was er bereits als gewiß betrachtet, noch als stille Hoffnung in meinem Herzen.

Wednesday, June 02, 2010

So...

Ich habe eben mal den internationalen katholischen Bloggern eine eigene Linkliste gebastelt. Ihr findet sie gleich unter der Blogoezese. Das macht die SAche etwas übersichticher.

Friday, May 28, 2010

Das war's!

Ich komme grade vom letzten Vorlesungstag EVER zurück!

Jetzt muß ich bis zum 18 Juni noch 6 Examen überstehen, und am 23 Juni geht's dann ab zurück ins Stift.

Dann ein Besuch daheim in Düsseldorf bei meinen Eltern, danach Exerzitien und schließlich noch ein paar Tage Urlaub ganz für mich allein (ratet mal, wo...), und - schwupp! - steht auch schon die Diakonatsweihe an!

Es ging alles so schnell...

Diese fünf Jahre Studium, die haben mir schon sehr gut getan. Natürlich: Allein die Tatsache, daß ich in Rom studieren durfte, ist schwer zu schlagen. Aber dann habe ich auch wirklich wahnsinnig viel gelernt.

Da das Stift so großzügig war, mich nach Rom zu schicken, habe ich mich im Oktober 2005, gleich während des ersten Semesters, dazu entschlossen, mich mit den bestmöglichen Noten dafür zu bedanken. Und das ist einigermaßen gelungen.

Außerdem habe ich gute neue Freunde gewonnen und internationale Kontakte geknüpft: Schließlich habe ich ja mit Seminaristen, Odernsschwestern und -brüdern und Laien aus aller Herren Länder studiert.

Und tatsächlich fühle ich mich jetzt zielmlich bereit für den Sprung ins tiefe Ende des kühl-frischen Pastoral-Beckens. Wird Zeit, jetzt aktiv zu werden.

Was die Zukunft bringt? Wer weiß...

Aber, um ein wenig die Spannung zu lösen und schon mal teaser-mäßig bei den ganz treuen Lesern ein wenig Vorfreude zu erzeugen, sei auf das hier hingewiesen. Klar, ist noch Baustelle, aber immerhin schon mal ein zarter Hinweis auf die harte Realität: So schnell wird da Web mich nicht los!

Thursday, May 27, 2010

Leser-Bitten

Da in letzter Zeit einige Leser mit der ein oder anderen Bitte an mich herantraten, hier ein paar Hinweise:
  1. Ich unterstütze grundsätzlich gerne jede Aktion mit einem kleinen Blogeintrag oder auch einem Banner, vorausgesetzt, sie widerspricht nicht den Inhalten meines Glaubens.

  2. Wenn Ihr eine Webseite habt und der Meinung seid, eine Erwähnung auf am römsten könnte sich positiv auf die Besucherzahl auswirken, laßt es mich wissen. Ich helfe gerne. Auch hier gilt: Bitte kein antikatholisches Zeugs. Nicht-katholisch darf es schon sein, in dem Sinne, daß sich nicht jede gute Webseite auch automatisch um meinen Glauben dreht und drehen muß.

  3. Wenn Ihr einen Zeitungsartikel entdeckt, der Euch die Sprache verschlägt und hofft, daß der Herr Alipius sich der Sache annimmt: Fragen kostet nichts. Ich kann nicht vorab versprechen, daß ich jeden Artikel, auf den man mich hinweist, gebührend behandeln werde, aber wenn es die Sache Wert ist, investiere ich gerne ein paar Minuten (und Nerven).
In diesem Sinne: Auf gute Zusammenarbeit!

Wednesday, May 19, 2010

Eine weltweite Fachjury mit 94 Mitgliedern hat entschieden...

Das Treppenhaus bleibt (vorläufig)!


Hier das Ergebnis der Abstimmung:



Ich will sofort links die Putten wiederhaben!23 Stimmen (24%)
Mir gefällt das barocke Treppenhaus49 Stimmen (52%)
Versuch's doch mal mit einer Mischform...12 Stimmen (12%)
Ist mir piepe!10 Stimmen (10%)

Das ist nicht nur die einfache, sondern die absolute Mehrheit für das barocke Treppenhaus. Und wie versprochen wird dies jetzt erst einmal als neuer Hintergrund bleiben.

Danke für's Mitmachen!

Sunday, May 16, 2010

Meine erste Umfrage!

Da ich ja jetzt das neue Layout nutze, kann ich auch ganz schnell mal eine Umfrage einbinden. Diese seht Ihr rechts, gleich unter meinem Profilbild. Bis zum 22. Mai dürft Ihr, liebe Leser, entscheiden, wie das Blog künftig ausschaut (bis ich dann wieder den nächsten Rappel kriege und erneut rumwurschtele).

Es gewinnt die einfache Mehrheit.

Los geht's!

Sonntage...

... sind auch immer eine gute Gelegenheit, um ein wenig am Blog-Layout rumzuwurschteln.

Eure Meinung zum neuen Hintergrund-Bild: Im alipischen Barock-Normalbereich oder "too much"?

Wer als erster erkennt, was da architektonisch abgebildet ist, der ist echt gut!

Saturday, May 01, 2010

Ein Wort an die Freunde vom Kreuzgang-Forum!

Es scheint, als läsen dort eine ganze Reihe von Mitgliedern mein Blog. Es wird auch oft zu mir verlinkt, wofür ich herzlich danke!

Ein Mitglied hat jetzt neulich geschrieben, daß leider auf am römsten noch nichts über die (katholische) Forenszene oder den "Kreuzgang" gesagt wurde.

Dazu muß ich erst einmal gestehen, daß ich mich in der Forenszene überhaupt nicht auskenne und auch auf den Kreuzgang wohl nicht aufmerksam geworden wäre, hätte der Statcounter mir unter "Came from" nicht so oft diesen Namen ausgespuckt.

Ich habe Anfang März schon einmal das Forum erwähnt, als ich mich bei den Vorbeischickern bedankte. An dem Tag habe ich auch das Kreuzgang-Forum in meine Link-Liste aufgenommen.

Mir fehlt momentan einfach die Zeit, in einem Forum so richtig mitzulesen oder gar aktiv mitzuschreiben. Ich wäre da nur eine Karteileiche. Ich hoffe, Ihr habt dafür Verständnis.

Das ist ja nett!

[UPDATE: Auf catholicism-wow gibt es ein jpeg des Artikels. Danke, Dybart!]

Habe grade erfahren, daß am römsten auch in der aktuellen Ausgabe der Mainzer Kirchenzeitung erwähnt wird:
    Ohne gegenüber aktuellen Missständen ein Blatt vor den Mund zu nehmen, verbreitet auch der junge Augustiner Chorherr Alipius Claus Müller eine beinahe überbordende Freude am Katholischen. In seinem Blog offenbaren viele Fotos und Postings zudem einen Hang für das Barocke und Lebensfrohe. Der Clou auf der Seite des Theologiestudenten ist ein selbstgezeichnetes Comic über die fiktive Ordensschwester Robusta.
Ich danke herzlich!

Friday, April 30, 2010

Kleine Änderung

Meine Blogliste ist so unendlich lang geworden. Jetzt habe ich sie so eingestellt, daß die Blogs nicht alphabetisch sondern in der Reihenfolge ihrer Aktualität dastehen. Dafür werden jetzt aber nur noch 25 Blogs angezeigt. Die Restlichen muß man über einen Klick auf "Show all" aufrufen.

Frage an die Mitleser aber vor allem auch an die verlinkten Kollegen und Kolleginnen in der Blogoezese: Ist das für Euch eine faire Lösung? Ich denke, es könnte funktionieren, da ja immer die ganz aktuell geänderten Blogs oben stehen und somit jeder mal in der Liste auftaucht.

Wenn Ihr aber das Gefühl habt, daß hier eine fiese Bescheidung von Besucherzahlen stattfindet, dann laßt's mich wissen und ich ändere die Liste wieder in den alten Zustand zurück.

Thursday, April 29, 2010

Das Interview

Wie aufmerksame Blogoezesanen bereits bei Elsa erfuhren, ist in der heutigen Ausgabe der Tagespost ein Interview mit dem Herrn Alipius erschienen. Die Tagespost ist eine katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur, die einzige katholische Tageszeitung Deutschlands. Sie wird online vertrieben und ist mit einer Kreditkarte und wenigen Mausklicks für einen Tag oder 1, 3, 6 bzw 12 Monate zu abonniern. (** hint ** => ... unterstützenswertes Projekt ...).

Naja, mit Erlaubnis der Zeitung poste ich jetzt hier den Inhalt des Interviews für diejenigen, die die Zeitung nicht online beziehen:

Sie betreiben schon seit Jahren selbst eine Blogseite – was erhoffen Sie sich als katholischer Blogger?
Als ich begann, gab es eigentlich kein bestimmtes Ziel, mit dem eine Hoffnung verbunden war. Ich begann das Blog, damit Verwandte und Bekannte sich über meine Erlebnisse in Rom, wo ich studiere, informieren können. Als ich dann merkte, dass im Internet einerseits häufig und andererseits schlecht informiert über die Kirche hergezogen wird, entschloss ich mich, eine kleine Gegenstimme ins Feld zu schicken, in der Hoffnung, einige derganz groben Halbwahrheiten bis Lügen über die Kirche etwas entschärfen zu können. Ein Anliegen war und ist auch, den katholischen Glauben als so bereichernd, lebbar und mitreißend zu präsentieren, wie ich ihn empfinde und wie er mich trägt.

Welche Erfahrungen machen Sie mit anderen katholischen Bloggern – gibt es da Ideenaustausch?
Klar, die Szene wächst ja ständig, da kommt es schnell zu Kontakten, auch außerhalb des Internet. Neue Ideen machen auch schnell die Runde, werden aufgegriffen und verbreitet. Ich denke da zum Beispiel an die witzige Aktion „Katechismus für Bittlinger“.

Wie entwickeln Sie die Inhalte Ihrer Blogs – greifen Sie auf die großen Medien zurück?
Nicht nur, aber auch. Ich springe täglich einmal im Internet über die Schlagzeilen der einschlägigen Deutschen Printmedien und gucke, ob etwas Interessantes dabei ist. Dann lese ich aber auch viele englische Blogs, wo ich ebenfalls immer wieder gute Anregungen finde. Und dann gibt es natürlich einen großen Anteil von Inhalten, die von mir selbst stammen. Ich grübele zum Beispiel manchmal in schriftlicher Form vor mich hin und schicke das dann so als Diskussions-Anregung raus. Oder ich beschäftige mich ein wenig mit meinen Interessen und Leidenschaften – Barock, Musik der 80er, Kunst, Bamberg etc – und informiere ein wenig darüber.

Warum haben Sie das Internet als Ihr Medium gewählt?
Ich schreibe ganz gerne und das Internet bietet da einfach die größten Möglichkeiten. Man muss keine besonderen „Kriterien“ erfüllen, um sein Zeug gedruckt zu sehen und man hat keine Deadlines oder Verleger im Nacken. Man legt einfach ein Blog an und los geht's. Klar: Jetzt, wo die Zahl der Blogs und Blogleser so zugenommen hat, gibt es natürlich plötzlich doch Kriterien. Wenn man ein Blog einfach nur so für sich schreibt und nicht daran interessiert ist, ob man Leute erreicht und wenn ja, wie viele, dann hat man kein Problem. Aber wenn man merkt, dass man mit seinen Texten und Gedanken doch mehr Leute erreicht, als angenommen, dann wittert man da auch eine Erwartungshaltung, die man erfüllen möchte. Ich habe mir erst im vergangenen Jahr einen Besucherzähler für mein Blog zugelegt. Und genau im letzten Jahr sind die Besucherzahlen ständig in die Höhe gegangen. Und jetzt sehe ich plötzlich, dass da pro Tag mittlerweile konstant über 800 Leute vorbeischauen und ich Stammleser in allen möglichen Ländern habe. Das erzeugt natürlich einen gewissen Druck.

Welche Altersgruppen sprechen Sie besonders an?
Die Leute, mit denen ich etwas engeren Kontakt habe oder die ich zum Beispiel über die Kommentarfunktion etwas näher kennen lernen konnte, sind fast alle schon erwachsen (Thirtysomethings, schätze ich mal grob) und haben einen gewissen Bildungsstand. Der klassische jugendliche/junge Internetnutzer, der häufig eher spaßeshalber und auf der Suche nach Zerstreuung im Internet unterwegs ist, ist eher weniger meine Zielgruppe.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Bloggerszene – in den letzten Jahren gab es einen rasanten Zuwachs.
Stimmt. Es scheint so, als gäbe es immer mehr Leute, die es auch mal mit einem katholischen Weblog probieren wollen. Das finde ich gut. Sicher, je mehr Blogs, desto höher die Gefahr der Redundanz. Aber andererseits lesen verschiedene Leute auch verschiedene Blogs. Da ist es besser, wenn wichtige Informationen gleich 20 mal auf diversen Blogs gepostet werden, als wenn niemand darüber schreibt. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass alle es mitbekommen.

Sehen Sie in der Entwicklung auch Gefahren, oder finden Sie die Szene eher positiv, etwa als Form der Meinungsfreiheit?
Grundsätzlich finde ich die Szene ausgesprochen positiv. Wenn ich jetzt „Szene“ sage, dann meine ich die sogenannte „Blogoezese“, also die katholisch bloggenden Internet-Benutzer in Deutschland. Erstens macht es einfach Mut, wenn man sieht, dass da draußen Leute sind, die ebenso denken und empfinden wie man selbst und die einen mit positiven Kommentaren unterstützen. Zweitens ist man plötzlich mit vielen Leuten gut vernetzt und es lassen sich leicht Kontakte aufbauen. Ich habe schon öfters mal eine Email bekommen, in der ich von einem Leser oder von einem Co-Blogger gefrag wurde, ob wir uns nicht in Rom oder Wien auf einen Kaffee treffen können, weil er oder sie grade in der Stadt ist. Die einzige Gefahr, die ich sehe – das ist aber bisher noch nicht vorgekommen –, ist, dass sich eine Mob-Dynamik entwickelt. Wir haben es als katholische Blogger natürlich auch und nicht zuletzt mit derbsten Entgleisungen in Richtung der Kirche oder des Heiligen Vaters zu tun. Da ist es meiner Meinung nach durchaus würdig und recht, wenn man mal zurückschießt und sagt „So nicht“ oder „Bis hierhin und nicht weiter“ oder auch mal eine Aktion startet wie den „Katechismus für Bittlinger“. Aber dann muss auch schnell wieder die innere Ruhe her und der Wille, die Sache tatsächlich christlich zu sehen, bevor sich in der Blogoezese so eine negative Stimmung hochschaukelt und man plötzlich mit virtuellen Fackeln und Heugabeln vor einem Redaktionshaus steht und schreit „Rückt die Hexe raus!“ Aber: Je größer die Szene wird, desto mehr Stimmen gibt es auch, die zu Großmut und Barmherzigkeit mahnen und dafür sorgen, dass man den Glauben und das Gebet immer vor die Entflammung stellt.

Gibt es ethische Standards – vielleicht so etwas wie einen Ehrenkodex?
Also ganz grundsätzlich sind wir uns – glaube ich – alle einig, dass es so etwas wie eine Gürtellinie gibt, unterhalb derer man nicht herumtexten sollte. Auch wenn man mal von einer richtigen Wut gepackt wird, sollte man dennoch von wüsten und unpassenden Beschimpfungen absehen. Auch ist es selbstverständlich, dass man sich nicht einfach von irgendwoher einen guten Text kopiert, ohne zu der Seite, wo man ihn fand, zu verlinken. In der Regel sollte man dann einen Absatz als „Teaser“ posten und die Leser dann auf die Herkunftsseite schicken, damit sie dort weiterlesen. Ich habe keine Probleme damit, auch, wenn Leute mal einen meiner Text komplett bei sich wieder-posten. Solange sie sagen, woher sie's haben, ist alles im grünen Bereich. Ich persönlich poste keine Informationen, wenn ich dafür keine ausreichenden Quellen finde. Also, wenn es zum Beispiel eine Debatte über die Kirche gibt und ich jetzt irgendwo auf Wiki oder in einem Blog eine Statistik finde, in welcher die Kirche gut aussieht, dann poste ich das nicht einfach, sondern suche erst einmal im Internet, ob ich Informationen finde, die die Aussage der Statistik erhärten. Mache ich das nicht, wird die Geschichte am Ende zum Boomerang und die Leute sagen „Guckt mal, die Katholiken werfen sogar mit frisierten Statistiken um sich, um Punkte zu machen!“

Wie ist das Verhältnis der katholischen Bloggerseiten zu den atheistischen? Gibt es zwischen beiden Diskussionen oder Kämpfe?
Was die beiden Szenen betrifft, kann ich leider keine gültige Aussage machen. Das einzige, was ich in letzter Zeit mitbekam ist, dass ein ehemals überzeugter atheistischer Blogger sich vor einiger Zeit auf seiner Seite zum Christentum bekannte und praktisch über Nacht dann tatsächlich auch christlich weiterbloggte. Hui, dem haben die ehemaligen Mit-Atheisten im Kommentarbereich aber ganz schön eingeschenkt! Ich persönlich habe eigentlich überhaupt kein „Verhältnis“ zu atheistischen Bloggern. Ich lese die Blogs zwar hin und wieder, finde aber keinen Anhaltspunkt für eine Diskussion. Ich habe Menschen, die mir als Atheisten authentisch und glaubwürdig erschienen, bisher ehrlich gesagt nur außerhalb des Internets und in Einzelgesprächen kennengelernt. Das Problem ist, dass im Internet in sehr kurzer Zeit eine große Atheisten-Szene entstanden ist, in der ganz komische Standards herrschen. Darüber ließ sich einiges sagen.

Was halten Sie von den Kampagnen und deren Durchführung auf den atheistischen Seiten?
Das ist ein wahnsinnig komplexes Thema. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle. Zum einen lässt sich ja überhaupt nicht mit Sicherheit sagen, wie viele der Atheisten, die momentan im Internet aktiv sind oder sich an bestimmten Kampagnen beteiligen, wirklich Atheisten sind und nicht einfach nur junge Leute mit einem ganzen Haufen legitimer Fragen, die einen hippen Trend wittern und probeweise mal aufspringen. Die Art und Weise, wie auf bestimmten Atheisten-Seiten argumentiert und operiert wird, legt jedenfalls die Vermutung nahe, dass da nur in den seltensten Fällen tatsächlich ein reifer, gewachsener Atheismus dahintersteckt. Man merkt das schnell, wenn man mal ein wenig herumliest. Auf der einen Seite findet man plötzlich nicht wenige Leute, die wissen, was eine „ignoratio elenchi“ oder eine „petitio principii“ ist und wie man einen gültigen Syllogismus bildet. Aber andererseits wird auf diesen Atheisten-Seiten zum Beispiel immer wieder die physische Unterscheidung zwischen „etwas“ und „nichts“ in einen Topf geworfen mit der metaphysischen Unterscheidung zwischen „Existenz“ und „Nicht-Existenz“. Wäre ich ganz böse, nähme ich einfach an, dass diese Themen auf Wikipedia noch nicht behandelt wurden. Zudem geht es auf den Atheisten-Seiten auch nicht immer um Gott, sondern darum, wie böse die Religionen sind. Und da wird mit einem Doppel-Standard operiert, den ich auch auf meinem Blog schon hin und wieder einmal beklagt habe: Passiert im Namen einer Religion etwas Übles, dann ist das die Schuld der Religion selbst, die ihrerseits übel ist. Passiert im Namen einer Religion Gutes, dann wird das entweder gleich ignoriert, oder es werden atemberaubende logische Salti vollzogen um zu demonstrieren, dass hier nur Individuen am Werk waren, die zufällig einmal nicht so handelten, wie ihre Religion es eigentlich von ihnen verlangt. Da der „neue“ Atheismus ja mittlerweile Züge trägt, die denen der Religionen nicht unähnlich sind (Hohepriester; dünnhäutige Gläubige, die auf jede Kritik reagieren wie auf ein Sakrileg; sich anbahnende Schismen zwischen diversen Wortführern und deren Anhängern) gehe ich einfach mal davon aus, dass sich in Zukunft auch so etwas entwickeln wird, wie der Cafeteria-Atheist oder der Atheist, der einfach aus seiner Kirche austritt.

Wie stark schätzen Sie den Einfluss der Blogger auf das Bewusstsein der Gesellschaft ein?
Schwer zu sagen. Ich glaube, dass Blogger noch nicht oder nur in wenigen Fällen einen bestimmten Status genießen, der sie als glaubwürdige Informationsquelle erscheinen lässt. Dafür ist das Medium auch einfach noch zu neu. Den etablierten Kräften, besonders der sogenannten „Vierten Gewalt“, sind wir wahrscheinlich – grade als katholische Blogger – inhaltlich einfach zu aufmüpfig, vom professionellen Standpunkt her zu unseriös und grundsätzlich nicht stromlinienförmig genug. Andererseits gibt es aber auch diese Geschichten, wo bestimmte Informationen über bestimmte Zustände in bestimmten Ländern nur auf Blogs zu lesen sind, deren Inhalte (noch) nicht zensiert wurden.

Sind die Blogs als Medium der schnellen und alternativen Informationsgewinnung besonders für Jugendliche attraktiv?
Sollte man eigentlich meinen. Aber in den Vereinigten Staaten hat eine Studie ergeben, dass junge Leute Blogs nicht mehr so interessant finden und sich lieber auf sogenannten „Social Networking“-Seiten aufhalten. Zitat einer 18-jährigen College-Studentin: „Leute heutzutage finden Lesen einfach nicht so spaßig“. Dennoch glaube ich, dass man mit Blogs auch junge Leute erreichen kann.

Kann man vom Bloggen leben?
Ich könnte es nicht, aber es gibt Leute, die haben so viele Besucher, dass sie von den Werbeeinnahmen und Spenden leben können. Das sind aber richtige Blogprofis, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche nur bloggen.

Gibt es Seiten, die Sie besonders empfehlen würden?
Ja. Nicht nur aus Ehrfurchts-Gründen – sie sind alle schon seit Jahren dabei –, sondern auch, weil sie einen prima Überblick über die Vielfalt der Blogoezese bieten, empfehle ich besonders Elsas Nacht(b)revier (http://elsalaska.twoday.net/), Thomas sein Abendland (http://thomassein.blogspot.com/) und Credo Ut Intelligam (http://intelligam.blogspot.com/).

Monday, April 19, 2010

Man wird nicht jünger...

Habe jetzt grade erst festgestelt, daß ich meine diesjährigen Ostergrüße nicht hier auf am römsten, sondern auf dem Zweitblog cor inquietum gepostet habe. Naja, dann ist da wenigstens auch mal wieder etwas gepostet worden (nach anderthalb Jahren...).

Also, für alle, die dachten 'Mann, der Alipius wünscht uns in diesem Jahr gar keine gesegnete Ostern!': Ich tat es wohl, aber meine Blog-Wahl auf dem Dashboard war schlecht!

Friday, March 26, 2010

Bevor ich losfliege...

... noch ein Dank!

Seit einem Monat hat sich der Besucherdurchschnitt bei 600 pro Tag eingependelt. Weiß auch nicht, was hier plötzlich los ist. Aber ich sage Euch treuen Lesern ein herzliches und liebes "Danke schön!"

So, ich bin jetzt weg. Wie gesagt: Schaut ruhig mal über die Tage rein. Durchaus möglich, daß sich etwas tut!

Einstweilen alles Gute!

Urlaub!

Gleich geht's ab nach Klosterneuburg!

Karwoche und Osterfeierlichkeiten im Stift sind für mich immer einer der absoluten Höhepunkte des Jahres. Und das Timing ist auch ziemlich gut. Die vorlesungsfreie Zeit zu Ostern kommt immer genau dann, wenn man nach den Februar-Examen und dem Beginn des Sommersemesters so langsam aber sicher mal eine Pause braucht.

Ich nehe die Kamera mit nach Kloburg und hoffe, daß ich Euch ein paar schnieke Photos und auch den ein oder anderen Text spendieren kann.

Ich werde mir ein wenig Ruhe gönnen. Das heißt,...
  • ... die ausgewogen berichtenden Medien (UNBEDINGT diesen Artikel bei Elsa und diesen Kommentar von Josef Bordat (ebenfalls bei Elsa) lesen!) können mich mit ihren hysterisch-verzweifelten Versuchen, endlich auch dem Heiligen Vater etwas anzuhängen, für zwei Wochen erstmal gernhaben.

  • ... Leute, die selbst als protestantische Religionspsychologin so bipolar denken, daß sie Glauben, ein Lob des "heroischen Beitrages" der irischen Katholiken durch den Papst sei automatisch ein Herunterspielen der Mißbrauchsfälle, interessieren auch nicht.

  • ... aus den Grüften irgendwelcher Kirchenkritiker-Legenden erschallenden Litaneien lassen mich ebenfalls kalt.

  • ... linkskatholisches WsK-Geschwätz über "Zölibat" und "Strukturen" und "verbotene Dinge tun..." werde ich als die Satire, die es ist, zu nehmen versuchen.
Alles in allem also zwei entspannte Wochen. Sorry, liebe Blogoezese! Ihr müßt jetzt zumindest den Alipius militans-Teil meiner Arbeitslast mittragen! Oder vielleicht macht Ihr ja auch einfach Oster-Pause...