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Monday, October 27, 2008

Niedlich!?

Dachte ich auch erst, als ich zum ersten Mal ein Photo von einem Kookaburra sah. Dann erfuhr ich alerdings, daß diese Piepmätze im Durchschnitt 30 cm hoch sind und große Exemplare es gar auf 45 cm bringen. Hübsch sind diese australischen Flattermänner aus der Familie der Eisvögel trotzdem.


Und sie haben offenbar einen ganz eigenen Ruf, der wie Gelächter klingt, weswegen man sie auch "Laughing Kookaburras" oder "Laughing Jacks" nennt.


Bei den Australiern sind die Kookys beliebt, weil sie nicht nur Insekten sondern auch Ratten und Schlangen fressen und so die Veranda sauber halten.


Kookaburras gibt es auch als Albinos...



... oder - besonders schön - mit blauen Flügel- und Schwanzfedern.

Saturday, October 25, 2008

Die römischen Super-Stare


Hier könnt Ihr die kunstfliegenden römischen Stare mal in Bewegung bewundern.

Wednesday, October 22, 2008

Irre!

Was Ihr auf diesen Photos seht, spiegelt ansatzweise das wieder, was sich momentan über unserem Haus abspielt.


Tausende von Staren ziehen im Formationsflug über den frühabendlichen Himmel der Ewigen Stadt.


Sie sind so krankhaft auf Synchronisation bedacht, daß bei abrupten Richtungsänderungen kein Einziger aus der Reihe fällt (oder fliegt), wie ich eben, als ich die Photos schoß, sehen konnte. Da rauschte eine kleinere Wolke (die aber immer noch aus mindestens 300 bis 400 Flattermännern bestand) ganz dicht über unser Dach hinweg. Ein Rauschen wie am Strand von Domburg bei Flut, eine zackige Wende und schon war die Schar wieder im Steilflug nach oben.


Wenn man eine dieser Riesenwolken aus der Ferne sieht, wie sie sich zusammenzieht und dann in immer neuen Formen wieder auseinander fließt,...


...dann gleicht das einem Haufen von Eisenpartikeln, über die ein Magnet hin- und herbewegt wird. Einmalig!


Ich stand dann so da und machte voller Begeisterung ein Photo nach dem andern, als mir pötzlich der Gedanke kam, daß all das leise "Plitsch" und "Platsch" und "Schlork" und "Flartz", das ich ständig um mich herum hörte, nicht unbedingt auf einsetzenden Regen hinweisen muß. Und tatsächlich: Es ist wohl nur dem milde gestimmten Herrgott zu verdanken, daß ich während der fünf Minuten, die ich auf der Terrasse verbrachte, nicht von Kopf bis Fuß mit Vogelkot eingedeckt wurde.


Ich habe dann mal den Piepmätzen einen schönen Abend gewünscht und mich still und heimlich verdrückt...


So etwas sieht man wirklich nicht alle Tage. Der Nachteil: Alles, wirklich alles in unserem Stadtviertel wird momentan derbst zugekotet. Und der Gestank geballter Vogelkacke ist im wahrsten Sinne atemberaubend. Aber egal! Den Preis zahl' ich gerne!

Wednesday, March 12, 2008

Vögel

Die in Rom vorherrschenden Vogelarten sind Möwen, Krähen, Tauben und Spatzen (sicher gibt's auch haufenweise andere, aber die hört man eher, als daß man sie sieht).

Die Möwen sind angeblich ziemliche Neuerscheinungen in Rom und halten sich nur in der Stadt auf, weil sie dem Dreck im Tiber bis hierher gefolgt sind und Rom wohl ganz wohnlich fanden. Mit ihnen gibt es am wenigsten Kontakt. Sie fliegen immer weit über meinem Kopf herum oder sitzen faul am und im Tiber. Ganz selten steht mal eine Möwe irgendwo auf einem Kamin. Weil Möwen ganz offenbar entweder nachtaktiv sind oder nur schlafen können, wenn um sie herum alles mucksmäuschenstill ist (was natürlich in Rom nie der Fall ist), wird vorzugsweise nachts zwischen 2:00 und 3:00 hin und wieder mal ein Lachkonzert einberufen, was bei mir so ein leichtes Aderschwellen verursacht. Unternehmen kann man dagegen natürlich nichts, weil die einen eh nur auslachen.

Die Krähen sind Schißhasen: Wenn irgendwo in Rom Krähen, Tauben und Spatzen gemeinsam den Boden entkrumen und ich mich nähere, sind es immer die Krähen, die sich sofort und als erste aus dem Staub machen. Die Spatzen gucken erst mal ein bißchen, verduften dann aber auch, wenn ich so bis auf fünf Meter heran bin. Die Tauben sind natürlich die ganz Coolen und treten mal höflich zur Seite, wenn ich komme. Warum ist das so? Haben die Krähen so viele schlechte erfahrungen mit Menschen gemacht, oder haben die Tauben einfach als erste gepeilt, daß die allerwenigsten Leute ein echtes Interesse am Vögelzertrampeln haben? Ich weiß, schon Cyprian von Karthago hat erkannt, daß Tauben sich gerne unter die Leute mischen. Es wundert mich aber trotzdem, daß die fünfmal so großen Krähen noch vor den kleinen Spatzen die Flucht ergreifen. Naja, wahrscheinlich sehen diese unreinen Viecher meinen Kollar...

Die Angelicum-Spatzen haben übrigens einen Kunstflugschein: Sie fliegen gerne mal mit Affenzahn durch die offenen aber vergitterten Fenster hinein, um in der Nähe der Cafeteria oder auch in Klassenzimmern herumzupicken. Komischerweise trauen sie sich bei solchen Aktionen viel näher an die Menschen heran, als draußen.

Vorgestern landete eine Taube auf meiner Fensterbank. Sie sah mich dann auch gleich hier sitzen (ca 1,5 Meter antfernt). Sie guckte, wackelte hin und her, gurrte mich kurz an und hob wieder ab. Ich könnte schwören, daß sie gegrinst hat. Wahrscheinlich war sie es, die neulich so treffsicher einen abgesetzt hat.

Sunday, October 29, 2006

Wieso "Ötsch"?

Einen schönen Sonntag Euch allen!

Links seht Ihr den "Passer domesticus" oder auch "Haussperling". Sind diese punkigen Spatzen nicht einfach das Komischste und Knüffigste, was es gibt?

Im Ruhrgebiet habe ich oft den Ausdruck "Ötsch" gehört, wenn von einem gefiederten Freund die Rede war. Ich finde den Ausdruck irgendwie passend, hatte aber nie eine Ahnung, wo er herstammen könnte. In einem "Ruhrpott-Lexikon" las ich, daß mit diesem Wort im Ruhrgebiet kleine Vögel bezeichnet werden. Eine andere Veröffentlichung unterrrichtete mich darüber, daß in Herne speziell der gemeine Hausspatz so genannt wird. Jetzt sitze ich hier in Italien und stelle plötzlich fest, daß "Vogel" auf italienisch "uccello" heißt. Dann schaue ich auf die Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland und sehe, daß in den 50ern und 60ern im Ruhrgebiet jede Menge Italiener unterwegs waren. Könnte es sein, daß diese Südländer nicht nur Pasta, Grappa, Balsamico, Olivenöl etc. importiert (dafür übrigens heißen Dank!), sondern auch unsere Sprache um das ein oder andere Wort bereichert haben?

"Ötsch" = "Uccello", warum nicht? Weiß irgendwer mehr darüber und kann mir sagen, ob ich richtig liege oder total im Nebel herumtapse?

Klärt mich auf!
Alipius

Wednesday, May 17, 2006

Ich versteh' die Vögel nicht!

Das ist doch totaler Humbug:

Da sitzen Krähen, Tauben, Spatzen, Meisen und all das andere gefiederte Getier seelenruhig am Straßenrand und trinken aus Pfützen, während an ihnen die Autos und die Busse vorbeibrausen. Komm' ich aber näher, dann heißt es plötzlich 'nichts wie weg'. Dabei bin ich wirklich ein Vogelfreund und würde keinem Piepmatz jemals etwas antun (außer vielleicht dem Roadrunner aus den Warner-Cartoons, weil der dem armen Coyoten immer eins auswischt und dabei so arrogant wirkt). Aber so ein krachender, stinkender Bus, der sich nun wirklich rein gar nichts aus Vögeln macht, der darf an ihnen vorbeizischen, daß die Federn wackeln. Doofes Pack!

Trotzdem: Ich mag Vögel.