Showing posts with label Spocht. Show all posts
Showing posts with label Spocht. Show all posts

Saturday, July 03, 2010

Sunday, June 20, 2010

Beeeh!

In Rom regnet es grade, und zwar nicht zu knapp. Ist also erstmal nichts mit Spaziergängen. Wie es ausschaut, wird es aber nicht lange dauern. Und das gibt mir auch die Zeit, eine nette kleine Geschichte zu posten, die ich grade auf kath.net las:
    Vor fünf Jahren überlebte der italienische Torhüter Federico Marchetti wie durch ein Wunder einen schweren Autounfall. Als Dank für das Überleben ließ er sich damals das Ave Maria eintätowieren. Heute darf er gegen Neuseeland antreten.
Ich bin einerseits immer ein Freund der Underdogs. Aber andererseits kann ich einfach nicht gegen Italien sein, seit ich sah, wie hier in Rom die Leute sich freuen, wenn die Azzurri einen Sieg einfahren. Mein Tip also: Knapper Sieg für Italien!

Friday, June 18, 2010

Zurück aus dem Tal der Tränen

Ich war - wie angekündigt - im Irish Pub neben Il Gesù, um mir das Spiel anzuschauen.

Der Pub war voll mit Deutschland-Fans und die haben mal schwer gelitten. Ich selbst war auch nur so mittel-entzückt vom Spiel. Es war klar, daß die Serben nicht nur antraten, um sich wegballern zu lassen. Trotzdem haben die Jungs ja anfangs ganz ordentlich gespielt. Aber was war denn das für eine rote Karte, bitteschön? Da lachen doch die Hühner! Dann direkt das 1:0 und für die erste Halbzait war gleich mal die Luft raus.

Und dann dieser Rückpaß von Podolski in der 60. Minute mit Ecken-Ansage. Das war dann wohl auch irgendwie der endgültige Bruch. So arg viel ist danach ja nicht mehr gelaufen. Sind halt zum Teil noch jung und sehr WM-unerfahren, unsere Bubis.

Wenigstens wird's dann am Mittwoch gegen Ghana ein schönes Endspiel. Weiß gar nicht, ob ich um 20:30 Uhr schon im Stift oder noch auf der Autobahn bin. Josef kommt mich in Rom mit dem Wagen abholen. Wir wollen zwar nicht nach 8:00 Uhr morgens losfahren und die Farhezeit beträgt 11 Stunden, aber irgendwo Stau ist ja immer.

Wir werden sehen...

Jedenfalls hat jetzt auch Deutschland seine Schlappe hinter sich und kann dann im dritten Spiel wieder ganz groß aufdrehen.

Thursday, June 17, 2010

Méxicoooooooooo!

Hier ist vielleicht was los!

Habe grade mit meinen mexikanischen Mitbewohnern das Spiel Mexiko gegen Frankreich gesehen. 2:0 für Mexiko! Dementsprechend herrscht hier grade ausgelassene Stimmung.

Damit steht Frankreich kurz vor einer Riesenenttäuschung. Ich habe natürlich eh den Mexikanern die Daumen gedrückt, also verlief der Abend auch ganz in meinem Sinne. Und es ist ja nicht so, daß die Mexikaner einzig gewannen, weil die Franzosen so schlecht waren, sondern weil die Mexikaner einfach den besseren Fußball gespielt haben.

Wow! Wenn Mexiko und Uruguay jetzt unentschieden spielen, dann ist nicht nur Frankreich raus, sondern auch Gastgeber Südafrika!

Wednesday, June 16, 2010

WAAAAAAAAAS???

Die Schweiz schlägt Spanien 1:0?

Das ist ja bisher die WM der nicht so überzeugenden Großen. Frankreich, England Italien spielten nur unentschieden. Brasilien hat zwar gewonnen, sich aber nicht mit Ruhm bekleckert. Und jetzt verliert auch noch Spanien? Einzig Argentiniens Leistung soll sehr solide gewesen sein (Hab' das Spiel nicht gesehen).

Wäre ja ein Ding, wenn mal wieder schon nach der Vorrunde ein bis zwei Teams nach Hause fahren müssen, die eigentlich ganz vorne mitspielen wollten.

Tuesday, June 15, 2010

Daß es in diesen Tagen jemand postet, war klar...

Die Frage war nur: Wer wird zuerst schwach?

Na gut, ich tu's. Ich kann's nicht mehr halten...



Immer noch meine Lieblingszeile: "Beckenbauer obviously a bit of a surprise there."

Monday, June 14, 2010

Um der Gefahr entgegenzuwirken,...

... daß von dem prima Spiel gestern nur das Genöle der Bedenkenträger und Mahner übrigbleibt und um zu zeigen, daß zumindest die ausländische Presse sich einig ist, was die Leistung der deutschen Mannschaft betrifft, hier mal ein paar Stimmen:
    Corriere della Sera (Italien):
    Das neue Deutschland schickt die Fantasie an die Macht. Es war eine Show des Paares Müller-Özil. Löws Team erteilt Australien eine Lektion. Das junge Deutschland hat einen fantastischen Fußball gespielt, den bisher besten bei dieser WM.

    The Sun (England):
    Deutschland setzt die WM in Brand und erteilt eine richtige Fußball-Lektion. Joachim Löws Elf zeigte allen, wie das Spiel gespielt werden sollte. Das machte für England-Fans ein leidvolles Wochenende perfekt: Erst schafften wir es nicht, die USA zu schlagen, dann mussten wir zusehen, wie der alte Feind unsere Kumpels von "Down Under" auseinandernahm. Können wir bitte das Turnier noch einmal von vorn anfangen, Herr Blatter?

    Daily Mail (England):
    Lukas Podolski sorgt bei Deutschlands Spaziergang für die Zündung - Aufgepasst, England, Deutschland wartet. Joachim Löws junge, weitgehend unerfahrene Mannschaft galt vorher nicht als Titelanwärter in Südafrika, aber dieser furchteinflößende Auftritt dürfte zu hastigen Revisionen dieser Ansicht führen.

    Sport (Spanien):
    Deutschland zeigt sich so überwältigend wie immer, aber mit einem Fußball, der seit vielen Jahren nicht mehr zu sehen war.

    Sydney Morning Herald (Australien):
    Komplette, vollkommene Katastrophe für Verbeek und die Socceroos. Ein deutsches Team auf dem Weg nach oben demütigte zum Teil ein australisches Team auf dem Weg nach unten. Zu viel Tempo, zu viel Bewegung, zu groß, zu stark, zu fähig, zu verdammt gut!

    Neue Zürcher Zeitung (Schweiz):
    Deutschland demontiert Australien. Ist eine deutsche Nationalmannschaft jemals spielerisch überzeugender in ein Turnier gestartet?

    Ekstra Bladet (Dänemark):
    Das deutsche Angriffsorchester spielte mit voller Besetzung. Bisher war die deutsche Adelsmarke die Fähigkeit zu Erfolg ohne Schönheit. Was soll nur werden, wenn es jetzt auch noch Spaß macht, den Germanen zuzuschauen?

    Libération (Frankreich):
    Joachim Löw hat die zahlreichen Verletzungen genutzt, um die Mannschaft zu verjüngen und das Spiel zu ändern, das als unbeweglich galt. Die Deutschen überrollen alle, mit Özil als Drehscheibe, der nach allen Seiten Raketen abschießt.

    De Volkskrant (Niederlande):
    Deutsche Stürmer toben sich nach Herzenslust aus.

    De Standaard (Belgien):
    Deutschland hat einem langweiligen Wochenende mit Toren Farbe verliehen.

    Clarín (Argentinien):
    Deutschland liquidiert schwache Australier. Bei der WM lassen die Teutonen die Tarnung fallen und sind mit einem Spiel, das nicht unbedingt begeistert, aber sehr effektiv ist, plötzlich ein Kandidat für den Weltmeistertitel.

    O Globo (Brasilien):
    Jünger, offensiver, vertrauter mit dem Ball. Es ist noch früh und Australien ist keine große Sache, aber es liegt der Eindruck in der Luft, dass ein neues Deutschland auftaucht: So fähig und mit einem schönen Fußballspiel, das nicht gesehen wurde seit dem letzen Titel 1990 mit Matthäus und Klinsmann.

    Press (Serbien):
    Mächtige Panzer zeigen das bisher beste Spiel der WM.
Also, da wird ja heftigst Lob verteilt. Hoffentlich halten die Jungs das durch!

Sunday, June 13, 2010

'S'n hier los?

Deutschland spielt einen ansehnlichen Stiefel und Klose TRIFFT?

Klasse-Treffer von Podolski zum 1:0 und klassischer Klose-Kopfball zum 2:0.

Die italienischen Reporter sind ganz hin und weg und sagten während der ersten Halbzeit mindestens dreimal, daß Deutschland einen "großen Fußball" spielt. Und es war ja auch wirkich zum Hingucken.

Da genieße ich die Halbzeitpausen-Zigarette gleich doppelt und freu mich zudem auf die nächsten 45'! So darf's weitergehen, meine Herren!

UPDATE: Endstand 4:0! Sehr schön! Dazu vier verschiedene Torschützen. Ein Offensivproblem scheint's bei der Nationalmannschaft ja nicht so zu geben. Jetzt muß ich nur noch einen Irish Pub finden, in dem ich am 18. zum Mittagessen ein Guinness trinken, einen Burger (ach so... ist ja ein Freitag... vielleicht gibt's ja Veggie-Burger...) verschlingen und das Spiel gegen Serbien sehen kann. Das wird nämlich hier in Italien auf so einem komischen Pay-Kanal gezeigt, den wir bei uns im Haus nicht empfangen. Und die Pubs in Rom haben meißtens Live-Sport auf 300 Monitoren.

Überhaupt...

... sind dies natürlich die Tage, in denen man mal das Archiv nach besonders interesasnten, mitreißenden, tragischen, depperten und sonstigen Momenten vergangener Fußball-Weltmeisterschaften durchstöbern kann.

Dabei gewesen sein werden nicht so viele. Aber vielleicht weiß der Eine oder Andere doch, was es mit dem Maracanaço auf sich hat.

Wir schreiben das Jahr 1950. Die vierte Fußball-Weltmeisterschaft. Gastgeber ist Brasilien, das bei der 3. WM 1938 in Frankreich den dritten Platz belegte.

Am Ende dieser WM spielte sich ein riesengroßes sportliches Drama ab, welches Rio de Janeiro von einer Sekunde zur anderen von der Weltstadt des ausgelassenen Karnevals in ein Jammertal verwandelte.

Schon die Vorgeschichte der WM ist seltsam. Es war die erste Nachkriegs-Weltmeisterschaft. In Europa hatte auch der Fußball unter sechs Jahren Krieg gelitten, so daß es für die WM in Brasilien Absagen gab (Schottland, Türkei), Nachrück-Verzichte (Frankreich), Rückzieher nach der Bewerbung (Österreich) oder auch FIFA-Ausschluß (Deutschland). So kam es, daß bei der für 16 Teams angelegten WM mit nur 13 Manschaften antraten. Besonders lässig war das für Uruguay. Deren Gruppe war nämlich von vier auf zwei Teams geschrumpft, da die Türkei und Schottland sich beide vom Tournier zurückgezogen hatten. Uruguay mußte also nur in einem Vorrunden spiel Bolivien mit 8:0 wegblasen und konnte sich dann auf die Finalrunde konzentrieren.

Denn der Weltmeister wurde ermitteln, indem die vier Gruppensieger in einer "Jeder-gegen-jeden"-Runde gegeneinander antraten. Und was das für eine Runde war!

Am 9. Juli 1950 trennten sich Uruguay und Spanien 2:2,während Brasilien Schweden mit 7:1 pulverisierte. Vier Tage später gelang Uruguay ein knappes 3:2 über Schweden. Zur gleichen Zeit schändete Brasilien Spanien mit 6:1.

Es war also klar: Der Weltmeister wird am letzten Tag zwischen Brasilien und Uruguay ausgepielt. Für die Brasilianer war noch etwas Anderes klar: Der Weltmiester hieß bereits vor dem Endspiel Brasilien. Der Torfabrik reichte ja sogar ein Unentschieden!

Am 16. Juli 1950 öffente das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro bereits um 8:00 in der Früh die Pforten. In Rio hatte man spontan einen außerordentlichen Karneval organisiert und der wurde jetzt einfach in die Arena verlegt. Gegen Mittag war das damals weltweit größte Fußball-Stadion (200.000 Plätze!) bereits (über-)voll.

Als das Spiel begann, war Uruguay der Underdog. Auf den Brasilianern lastete allerdings ein immenser Druck, da sie in den Zeitungen bereits als Weltmeister gefeiert wurden und außerdem jeder Spieler schon vor dem Anpfiff der Partie eine Uhr geschenkt bekommen hatte, auf deren Unterseite zu lesen war: "Den Weltmeistern".

Die erste Halbzeit des Spieles verlief torlos. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff gelang Brasilien das 1:0 und das Stadion rastete endgültig aus. Das muß es doch nun gewesen sein!

Aber Uruguay gab nicht auf und wurde belohnt: In der 66. Minute fiel der Ausgleich. Und dann verlor Brasilien anscheinend sowohl Konzentration als auch Faden. Uruguay wurde selbstsicherer, übernahm die Kontrolle und schoß in der 79. Minute das 1:2.

Der FIFA-Präsident Jules Rimet war kurz zuvor bereits von der Tribüne hinunter in das Innere des Stadions gegangen, um nach dem Spiel den Brasilianern den Pokal zu überreichen. Rimet schrieb später ein Buch, in dem er sich an diese Momente erinnert (Quelle: Wiki):
    "Durch die Tunnel der Riesentribüne begab ich mich beim Stand von 1:1 zur Siegesfeier, um den Brasilianern die Trophäe zu überreichen. Als ich auf den Platz kam, herrschte im Stadion eine Totenstille. Uruguay hatte eben sein zweites Tor geschossen und war Weltmeister. Plötzlich gab es keine Ehrengarde mehr, keine Nationalhymne, keine Ansprache vor dem Mikrofon, keine glanzvolle Siegesfeier. Ich fand mich allein inmitten der Volksmenge, von allen Seiten bedrängt, mit dem Pokal in meinen Händen, ohne zu wissen, was ich tun sollte. Ich hielt nach dem uruguayischen Kapitän Ausschau, und überreichte ihm − fast im Geheimen − den Pokal und streckte ihm die Hand hin, ohne ein Wort sagen zu können. Später legte sich die Verwirrung. Die Menschenmenge brach langsam auf, wie wenn sie vom Friedhof käme. Funktionäre und brasilianische Spieler gratulierten den Siegern mit einer traurigen, aber zugleich herzlichen Verbeugung."
Auf Wiki kann man auch nachlesen, wie es nach dem Spiel weiterging:
    Noch Stunden nach dem Spiel saßen Zehntausende Menschen stumm im Stadion. Das gesamte Land stand unter Schock, alle hatten sich schließlich bereits als Weltmeister gefühlt. Als die Reinigungskräfte Stunden später das Stadion betraten, machten sie eine grausige Entdeckung: Man fand vier Leichen. Drei waren einem Herzinfarkt erlegen, und ein Weiterer hatte Suizid verübt, indem er sich von der Tribüne gestürzt hatte. Uruguays Kapitän Varela ging am Abend mit dem Masseur des Teams an der menschenleeren Copacabana entlang und besuchte schließlich eine Bar, als ein hünenhafter Brasilianer die Bar betrat und ihn erkannte. Varela hatte Angst um sein Leben, doch der Mann schaute ihn nur an, bis er schließlich in Tränen ausbrach. In ganz Rio stank es am nächsten Tag nach Qualm und Rauch: Die Zeitungen, die es an diesem Tag hätte geben sollen, in denen die Brasilianer als Weltmeister dargestellt wurden, wurden verbrannt.

    Eine Folge des Spiels war, dass die brasilianische Fußballnationalmannschaft bis heute nicht mehr in weißen Trikots spielte. Dies war bis zum Maracanaço die übliche Farbe. Danach wurde sie durch blau-gelb ersetzt, das heute als Symbol für die brasilianische Nationalmannschaft gilt.

    Für die Spieler hatte das Endspiel auch Folgen: Aus Mitleid mit seinen Gegenspielern aus dieser Partie lud Uruguays Kapitän Varela jedes Jahr an seinem Geburtstag alle Spieler beider Mannschaften zum Essen ein.

    Verteidiger Zizinho stellte immer bei Beginn einer Weltmeisterschaft sein Telefon ab, um nicht wegen des Spiels von 1950 befragt zu werden.

    Am schlimmsten traf es den Torwart Moacyr Barbosa, der oft für die Niederlage verantwortlich gemacht wurde. Das restliche Leben war für ihn eine Qual. Kurz vor seinem Tod gab er im Jahr 2000 ein Interview, in dem er sagte: „Die höchste Strafe in Brasilien sind 30 Jahre Haft. Aber ich büße nun schon 50 Jahre für etwas, das ich nicht einmal begangen habe.“

    Der Schütze des Siegtreffers, Ghiggia, war erstaunt, als er 50 Jahre nach dem Spiel bei seiner Einreise nach Brasilien von einer Zollbeamtin Mitte Zwanzig gefragt wurde, ob er der Ghiggia sei. Ghiggia sagte: „Ja, aber das ist doch schon 50 Jahre her.“ Sie antwortete: „Aber in Brasilien spüren wir diesen Moment noch heute!“
Grusel-Stunden der Fußball-Geschichte...

Den Namen Maracanaço hat dieses fußballwelterschütternde Ereignis natürlich vom Stadion in Rio. Das Stadion selbst blieb damals übrigens unbehelligt und steht nach einer Kapazitäts-Reduzierung (Stehplätze raus, Sitzplätze rein) heute immer noch groß und stolz da.

Spocht-LOL!

Ja, die Vuvuzelas sind schlimm. Ich habe momentan immer des Gefühl, bei einem Formel-1-Rennen dabeizusein und nicht bei einem Fußballspiel. Die trompetenförmigen Plastiktrötzen sollen außerdem live so laut sein, daß man schon vor Schäden für das Gehör warnt.

"Vuvuzela" klingt aber andererseits auch so schön nach einem Deutschen Fußballhelden! Und das haben natürlich schon ganz Andere als der Herr Alipius bemerkt. So liegt es nahe, daß man jetzt dieses T-Shirt...



...hier bestellen kann.

Ich find's lustig und eine nette Hommage.

Friday, June 11, 2010

Das andere Hochfest...

Das Hochfest des heiligsten Herzens Jesu bekommt in diesem Jahr schwere Konkurrenz: Heute beginnt die 19. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer oder auch der FIFA World Cup™ oder die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™.

Fußball-Hasser muß ich enttäuschen: Ich werde sicherlich den ein oder anderen Satz zum Ereignis auf diesem Blog loswerden. Und ich bin ja auch nicht der Einzige.

Josef Bordat hat bereits einen schönen, knappen Text zum Zusammenhang von Fußball und Religion gepostet. Sein augenzwinkerndes Fazit hat er sich bei Horst "Hotte" Hrubesch geliehen: "Wenn wir alle schlagen, können wir es schaffen." Die inhärente Plausibilität dieses Szenarios ist nicht von der Hand zu weisen.

Weiterhin hoffe ich (und mit mir möglicherweise ein nicht geringer Teil der Blogoezese), daß auch dieses Mal Elsa in gewohnter Weise am Ball bleibt.

Ansonsten gibt's natürlich 3 Milliarden Internetseiten, die in diesen Tagen nur Eines kennen: Das Leder!

Die fußballverrückten Engländer haben gleich mal die Zeit vom 11. Juni bis zum 11. Juli zum Man Month erklärt.

Auch bei 11 Freunde, dem Magazin für Fußball-Kultur, dreht sich natürlich Vieles um die WM.

Daß auch kicker mitmischt, versteht sich von selbst.

Also, es stehen 31 runde Tage ins Haus!

Wednesday, April 28, 2010

Freund und Leid

Das ist Basketball:

Beim Finale in der Adriatic Basketball Association zwischen Cibona (Kroatien) und Partizan (Serbien) gab es eine Herzschlag-Endphase, die das Team von Cibona innerhalb weniger Sekunden von einem Freudentaumel ins Jammertal schickte. Aber: Selbst Schuld! Als die Kroaten den Jubel starteten, waren nämlich noch 0.6 Sekunden zu spielen. Und das sind im Basketball Jahre!

Das Video wird ab 3:10 interessant. Beim Stande von 71 zu 72 für Partizan, bekommen die Serben zwei Freiwürfe. Diese werden beide versiebt. Den zweiten Rebound schnappt sich einer der Jungs von Cibona, es gibt zwei schnelle Pässe und einen klasse Dreier von der Seite und schon steht's 0.6 Sekunden vor Schluß 74 zu 72 für die Kroaten. Die rasten aus und starten mit Trainern und Betreuern eine Siegesparty auf dem Platz.

Was nicht einmal die Kameras mitbekommen, ist, daß es in der verbleibenden Zeit einen schnellen Einwurf von Partizan und einen Verzweiflungsschuß eines der Spieler von hinter der Mittellinie gibt. Und dieser Schuß geht genau in den Korb! Zack, schon sind die Serben die Sieger! 74 zu 75!

Sunday, April 18, 2010

Irre!

Ich weiß ja, daß nicht ale Blogoezesanen so dicke auf Fußball stehen. Andererseits gibt's aber auch einige, die es mögen. Und denen darf ich dieses absolut kranke Tor von Inter-Vereidiger Maicon auf keinen Fal vorenthalten:


Seufz... Diese Ballbehandlung! Dieses stundenlange Zurechtlegen, bis dann der Moment zum Abziehen gekommen ist! Genial!

Tuesday, February 23, 2010

Jetzt geht's lo-hos! Jetzt geht's lo-hos...

Ihr habt das Ergebnis bei Elsa gelesen. Den Spielbericht (bis zum momentanen Stand) gibt's hier:

Es geschah in der 42 Minute, kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (von den eigenen Fans liebevoll "Schnarre" gerufen) fühlte sich wohl schon zu sicher, als sie alleine mit dem Ball auf das Tor von Karl "Kalle" Kardinal Lehmann, dem dienstältesten Spieler in den Reihen der DBK, zueilte. Schnarre versuchte es publikumswirksam mit einigen Mätzchen am Ball und vertändelte so kostbare Zeit. Denn kurz, bevor sie abziehen konnte, war plötzlich Robert "Machete" Zollitsch zur Stelle. Die sichtlich überraschte Justizstürmerin versuchte es noch mit einem ihrer gefürchteten Übersteiger, aber da war es bereits zu spät. Der Rest der Abwehr hatte sich formiert, Reinhard "Dobermann" Marx brachte Schnarre mit erlaubtem Körpereinsatz aus dem Gleichgewicht, Walter "Joker" Mixa stahl sich geschickt das Leder und eröffnete mit einem Steilpaß auf Gerhard-Ludwig "Rocket-Man" Müller den Gegenangriff. Dieser verlief wie aus dem Lehrbuch. Das Mittelfeld war schnell überbrückt, sannen die gegenerischen Spieler um Daniel "Neudefinition" Cohn-Bendit doch über die Vorteile der Streichung des Kinderschutzparagraphen nach. Auch mit der Abwehr hatte man leichtes Spiel, da man sich dort noch über die Freilassung diverser als resozialisierungsfähig eingestufter Sexualstraftäter schämte, welche sich umgehend als Wiederholungstäter entpuppten. Mit einer schönen Doppelpaß-Kombination brachten die "jungen Wilden" Franz-Peter "Tebvan" Tebartz-van Elst und Franz-Josef "Kante" Overbeck das Leder bis an den gegnerischen Strafraum. Es folgte ein gezielter Paß auf Publikumsliebling und Routinier Joachim "Bullseye" Meisner, der freistehend ganz cool zum 1:0 einschieben konnte, da Torwart Max "Mütze" Stadler grade darüber nachsann, ob es angesichts der aktuellen Debatte geschickt ist, sexuellen Missbrauch an Kindern zehn Jahre nach Volljährigkeit des Opfers verjähren zu lassen.

Auf den Rängen herrschte bei den Anhängern der DBK entsprechender Jubel. Zwar mußte der Schlachtruf wegen der Fastenzeit etwas umständlich in "Und wir holen den Pokal (Lob sei Dir Herr, König der Ewigen Herrlichkeit)" umformuliert werden, aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch.

Eine aus DBK-Sicht insgesamt sehr zufriedenstellende erste Halbzeit. Man wird nun abwarten müssen, ob Kapitän Schnarre in der Kabine die richtigen Worte findet, um ihre Mannschaft für den zweiten Durchgang noch einmal zu motivieren.

Thursday, February 11, 2010

EM-Quali

Hab mich ja noch gar nicht zur Auslosung der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2012 geäußert. Deutschlands Gruppengegener sind bekanntlich (in der Reihenfolge der aktuellen FIFA-Weltrangliste):
    Türkei (42)
    Österreich (61)
    Belgien (66)
    Aserbaidschan (114)
    Kasachstan (123)
Hmm... Österreich schon in der Qualifikation. Und dazu die munter-wilden Türken, die immer ihre Last-Minute-Tore schießen! Da sich ja nur die Gruppenersten, der beste Gruppenzweite und vier der weiteren acht Gruppenzweiten für die EM qualifizieren, müssen die Österreicher sich schon schwer ins Zeug legen.

Habe übrigens grade gesehen, daß Ägypten unter den ersten Zehn der Weltrangliste ist. Wie kommen die denn dahin?

Saturday, January 30, 2010

Was ist das nur...

... mit Bischöfen und Fußball?


Crescenzio Kardinal Sepe, Erzbischof von Neapel, ist als Italiener fußball-technisch vorbelastet, drischt aber das Leder hier offenbar ganz unfein einfach mit der Picke weg.


Karl Kardinal Lehmann will natürlich dem italienischen Amtsbruder mal eben zeigen, wer hier den Pott holt, und geht mit Schwung und Kraft zur Sache.


Erzbischof Alois Kothgasser, Salzburg, bekommt sehr gute Haltungsnoten.


Für absichtliches Handspiel haben Andere auch schon mal mindestens den gelben Karton gesehen, Herr Erzbischof Werner Thissen, Hamburg!


Auch auf Malta mag man den gepflegten Kick, wie Erzbischof Paul Cremona mit flatterndem Zingulum demonstriert.


Die Niederländer sind ja häufig mal der Zeit voraus, folglich vollzog Bischof Wilhelmus Marinus Bekkers, 's-Hertogenbosch, schon in den frühen 60ern mit großer Lässigkeit, Schnallenschuhen, zugeknöpfter Grecca und Capello samt Zucchetto in der Hand den Anstoß - wie mir scheint aus dem Stand! Cool!


Dieses Bild von Giuseppe Fiorini Morosini, Bischof von Locri-Gerace, tauchte schon mal irgendwo auf am römstenr auf, muß aber hier natürlich nochmals gezeigt werden, weil kein anderer der Prälaten mit soviel Spaß zum Ball geht. Wer da im Hintergrund noch herumbischoft, kann ich leider nicht erkennen.


Auch diese Hacken-Nummer des Linzer Bischofs Ludwig Schwarz wurde hier bereits einmal gepostet, und auch dieses Bild ist Pflicht, denn es ist und bleibt (zumindest bis jetzt) unübertroffen, was die Eleganz betrifft. "Och? Bällchen will spielen? Na, komm' her... Hopp!" [** kick **]


Und zum guten Schluß einen für Schwester Robusta! Ja, selbst manche Schwestern werden schwach, wenn das Leder rollt! Und - yikes! - der Kerl im weißen T-Shirt braucht in 0.7 Sekunden eine Eispackung! Wobei... es sieht so aus, als will er einfach den Fuß draufhalten, was natürlich der Schwester gegenüber schwer unsportlich wäre.

Sunday, November 29, 2009

Muß mal kurz ein Lob austeilen!

Die Fortuna ist doch tatsächlich nach dem vierzehnten Spieltag in der zweiten Liga bester Aufsteiger! Auf Platz 4 stehn' sie!

Weiter so, Jungs!

Sunday, September 13, 2009

Ich blogge ja grade eigentlich nicht...

... aber diese Schlagzeile ist einfach zu schön.

(Falls die zuständigen Tröten es mittlerweile gemerkt und verbessert haben: Die Schlagzeile lautete "Fußballbundesliga: Werder Bremen schlägt Hannover 96 0:0")

Friday, August 07, 2009

Ach ja:



Ja, klar hab ich das Pokalspiel gesehen. Hab nur noch nicht kommentiert, weil die vorgeschriebenen vier Trauertage eigentlich noch nicht ganz um sind. Mann! Moralischer Sieger, ja, klasse, danke, kann sich die Fortuna echt 'ne Menge für kaufen! Okay, aber wenigstens scheinen die eine Mannschaft zu haben, die - wenn sie will, was ja bei der Fortuna früher immer so ein wenig das Problem war - einen durchaus zweitliga-tauglichen Kick abliefern kann. Da bin ich mal gespannt!

Thursday, May 28, 2009

Verzeiht die Fußball-Überdosis...

... aber ich bin noch ein bißchen zappelig wegen des großen Barca-Auftritts gestern.


Kennt Ihr den hier schon (oder noch)?


Der Ober-Hammer-Mörder-Waswardasdenn-Elfmeter: Johann Cruyff für Jesper Olsen in einem holländischen Ligaspiel 1982. Das Ding war gültig, denn es befand sich zum Zeitpunkt des Ballanstupsens durch Cruyff kein anderer Spieler im Strafraum und der Ball vollzog eine Vorwärtsbewegung.


Die für Arsenal spielenden französischen Stars Pires und Henry waren von dem Trick offenbar so nachhaltig begeister, daß sie ihn 2005 gegen Manchester City versuchten. Was daraus wurde... Seht selbst:


** kicher **