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Thursday, June 17, 2010

WM der Peinlichkeiten...

Die tz-online berichtet:
    [Englands Stürmer] Rooney erklärte während eines Pressegesprächs am Mittwoch in Rustenburg, warum er ein Kreuz und Rosenkränze um den Hals trägt, wenn er nicht auf dem Spielfeld steht. Ein Journalist hakte nach, woraufhin der FA-Medienmanager Mark Whittle sagte: "Wir reden nicht über Religion" [Original: "We don't do religion"].
Allmächtiger! Da muß ja wirklich die blanke, kalte Angst umgehen!

Schöne neue Welt, in welcher "Ich, der Medienmanager, habe entweder die Vorgabe bekommen, niemanden über Religion reden zu lassen oder nehme mir selbst das Recht heraus, Leuten den Saft abzudrehen, wenn sie über Religion reden wollen" übersetzt wird mit "WIR reden nicht über Religion".

Monday, June 14, 2010

Wird die Welt jemals wieder dieselbe sein?

[UPDATES: Die Geschichte verbreitet sich auch in der Blogoezese und bei ihren nicht-katholischen Mitlesern:

Co-Blogger curioustraveller findet die Reaktionen ein wenig übertrieben.

Elsa hat sogar schon gestern Nacht etwas dazu geschrieben.

Auch Le Penseur ist alles andere als zufrieden mit dem Phänomen.

Und Benita von Literatur und Leben fühlt sich schon wie in einem Monty Python Film.]



ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein sagt: "Das ist für Miro Klose doch ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, daß der heute hier trifft."

Die WELT titelt: Müller-Hohenstein spricht von "Reichsparteitag"

Und die deutschen Fußballfans schauen sich nicht mehr die zweite Halbzeit an, sondern stürzen an die Computer und bloggen und twittern und kommentieren:
    Zynisch kommentierte ein Zuschauer im Internet: "Hurra, die deutsche Wochenschau berichtet live aus den deutschen Kolonien in Afrika." Ein Anderer bangte angesichts der rhetorischen Geschmacklosigkeit: "Demnächst spielen die Gegner noch 'bis zur Vergasung' bei 'Bombenwetter'."
Ja, genau...

Das Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten:
    Es ist mir ein Volksfest, ironische Verstärkung der Wendung "Es ist mir ein Vergnügen", "Es ist mir angenehm", "Es freut mich sehr"; ebenso: "Es ist mir ein innerer Reichsparteitag" oder "Es ist mir ein innerer Vorbeimarsch", mit parodistischer Beziehung auf die bombastischen Reichsparteitage der Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren aufgekommen.
Den "inneren Vorbeimarsch" gab es - laut eines über 80 Jahre alten Mitbruders - schon lange vor der Nazi-Zeit. Im 3.Reich wurde der "Vorbeimarsch" dann durch den "Reichsparteitag" ersetzt. Beide Begriffe spielen auf eine aufwendige Veranstaltung im Inneren an. Angeblich fanden die Nazis diesen Ausdruck gar nicht so witzig, weil er hin und wieder auch ironisch oder als Parodie gebraucht wurde.

Klar: DER Reichsparteitag als solcher ist böse. Aber der "innere Reichsparteitag" als augenzwinkernder Hieb auf die bis zur Lächerlichkeit über-pompösen Nazis, das finde ich eigentlich nicht schlimm. Das liegt für mich so auf einer Ebene mit Witzen über den fleischgewordenen Ein-Mann-Reichsparteitag Hermann Göring. Über den koksenden Fesselballon in seinen Phantasie-Uniformen darf man ja auch lachen, warum dann nicht über die Reichsparteitage?

Naja, der Eva Herman-Preis scheint Müller-Hohenstein schon mal sicher. Dadurch, daß jetzt so vielen Mauerblümchen, die eigentlich in Ruhe Fußball gucken wollten, die Gelegenheit gegeben wurde, sich online mit breiter Brust als Demokratieschützer und Nazi-Gegner zu outen, wird die ganze Sache natürlich ein Nachspiel haben.

Aber uns geht's eigentlich noch Gold: In Amerika gab es neulich einen Aufstand der NAACP (National Association for the Advancement of Colored People), weil eine sprechende Glückwunschkarte zum Schulabschluß "rassisitsch" sei. Die in den USA beliebten Figuren Hoops and Yoyo erwähnen in ihrem kleinen Gratulations-Dialog unter anderem schwarze Löcher ("black holes"). Die NAACP ist sich hingegen sicher, daß dort von schwarzen Prostituierten ("black whores") die Rede ist. Das gesamte Zitat lautet: "And you black holes! You are so ominous! And you planets: Watch your back!" Ganz klar! In diesem Zusmmenhang kann natürlich nur von Prostituierten die Rede sein... (** facepalm **). Hersteller Hallmark ging dann tatsächlich in die Knie und nahm die Karte USA-weit aus dem Verkehr. Müller-Hohenstein hat ja immerhin wirklich gesagt, was man ihr nun vorwirft.

"... for the Advancement of Colored People"? Wenn diese Art des vermeintlich politisch korrekten Rowdietums auch bei uns noch festeren Halt findet, dann wird nur eines gefördert: Der Schwachsinn und der Schnüffel-Staat.

Wednesday, June 09, 2010

Dokumentation des Wahnsinns, Teil 3.979.211.374

Alexander Kissler befaßt sich auf The European mit das Elter. Mit trieb's ja hier schon die Tränen in die Augen. Aber das Loch ist noch viel schwärzer, leerer und tiefer:
    Verboten ist ab sofort “Mannschaft”, erlaubt ist “Team”. Aus dem “Fußgänger-” muss der “Zebrastreifen”, aus dem “Besucher-” der “Gästeparkplatz” werden. Noch härteres Geschütz fährt ein 192-seitiger Ratgeber aus der Bundeskanzlei auf, der für alle Schweizer Staatsmitarbeiter (Pardon: -mitarbeitende) gelten soll: Die “Mutter” gilt demnach im behördlichen Schriftwesen als ebenso diskriminierend wie der “Vater”. Geschlechterselig macht “das Elter”.
Initiatorin dieser Portion Wahn ist die Soziaistin, schweizer Nationalrätin und Feministin Doris Stump. Sie
    ... rechnet es sich hoch an, “bereits 1997 im Nationalrat einen Vorstoß eingereicht” zu haben, “in dem ich eine bessere Institutionalisierung der Genderstudies forderte. Trotzdem besteht in der Schweiz weiterhin großer Nachholbedarf”.
Ach so! Wenn's um Stolz, Eitelkeit und Selbstgerechtheit geht, dann will ich mal nicht so sein. Dann geht das mit der Misandrie, dem Gleichheitswahn, dem Tyrannenstaat und dem Wettlauf um die Narrenkappen schon in Ordnung...

Saturday, June 05, 2010

Lest und trauert...

...um das, was von dem Kontinent, der einst als Europa bekannt war, noch übrig ist:.

Genderwelsch: Ist das Wort Mutter sexistisch? So fragt das ef-Magazin.

Worum geht es? Darum:
    Frau Doris Stump, Schweizer sozialistisches Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, hat als Berichterstatterin eine Beschlussvorlage unter der Nummer 12267 in den Europarat eingebracht, wo sie zur Zeit beraten wird. Das Papier entstammt dem Komitee für Chancengleichheit von Frauen und Männern (Committee on Equal Opportunities for Women and Men) und hat den Titel “Combating sexist stereotypes in the media”. Der erste Satz der Zusammenfassung des englisch abgefassten Dokuments lautet in meiner Übersetzung: “Wenn sie nicht unterrepräsentiert oder unsichtbar sind, werden Frauen in den Medien oft in von der Gesellschaft traditionell zugeteilten Rollen repräsentiert, porträtiert als passive oder Wesen geringeren Werts, Mütter oder Sexobjekte.

    ...

    Ziel soll es sein, europäische und nationale Gesetze zu schaffen, die jedwede von diesem Komitee als sexistische Stereotypien definierte Aussage, Darstellung oder Handlung unter Strafe stellen und bis hinunter in die Schulerziehung diese Vorstellungen in der Gesellschaft verankern.“
Krank.

Einfach nur krank.

Die Frau in der Rolle als Mutter in einem Atemzug mit "passive[n] oder Wesen geringeren Werts" und "Sexobjekte[n]"...

Mutter! Dieser Ausruf, der jedem irgendwo auf der Welt sich auf einem Spielplatz, in einer Baracke, in einem Einkaufszentrum oder an einem Badestrand alleine wiederfindenden Kind umgehend ein Lächeln entlockt und die Freude erfüllter Hoffnung und vertriebener Angst ins Herz zaubert.

Mutter! Diese stolze Antwort auf die Frage, was man denn so sei (Mein Haus, mein Auto, meine Yacht...).

Mutter! Diese einmalige Rolle, in der die Frau Leben gibt und erhält, die Gemeinschaft der Familie stärkt, die Kinder erzieht und bildet und dem Gatten einen Hafen der Ruhe bereitet.

Mutter! Dieser Ritterschlag aus göttlichem Mund, der nur der Frau zukommt, da nur die Frau Mutter sein kann.

Mutter! Ab jetzt also auf einem Level mit Wesen geringeren Werts und Sexobjekten?

Das ist es also, was die europäische Politik unserem Kontinent zu bieten hat? Das sind die Possenspielchen, für die wir Steuern zahlen? Das sind die Marotten gelangweilter Hinterbanks-Chargen, die mal ihren Namen in der Presse lesen wollen?

Hier stößt mein Guter Wille an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Und das, was ich an Verstand in diesem Moment noch mobilisieren kann, schreit mir in meinem eigenen Kopf zu: "Laß ab! Habe daran keinen Anteil! Gib deinen Deutschen, deinen Europäer, deinen "Staatsbürger" an der Garderobe ab und sei nur noch Katholik!"

Wann kommt endlich der kleine Bub, der auf diese Leute zeigt und sagt: "Aber sie haben ja gar nichts an!"?

Wichtiger noch: Wann kommen der Vater, der daraufhin sagt: "Hört auf die Stimme der Unschuld!"?

Am wichtigsten: Wann raunt man es im Volk von Mund zu Ohr, bis dann endlich alle rufen: "Aber sie haben ja gar nichts an!"?

Ist uns überhaupt noch zu helfen?



Als Jesus seine Mutter und den Jünger, den er liebte, dastehen sah, sprach er zu seiner Mutter: "Frau, siehe dein Sohn!" Dann sprach er zu dem Jünger: "Siehe, deine Mutter!" (Joh. 19,26-27)


[HT an Johannes, der sich der Geschichte auch schon angenommen hat und um ein wenig Unterstützung aus der Blogoezese bat]

Friday, June 04, 2010

Lose-Lose-Situation

Entweder ich entscheide in einem Streit um das Sorgerecht zugunsten der Mutter und werde dafür aus Rache vom Vater erschossen.

Oder ich entscheide zugunsten des Vaters und überlasse damit die Kinder einem Mann, der nicht davor zurückschreckt, auf einem Rachefeldzug Menschen zu töten.

Wednesday, June 02, 2010

Es ist eigenartig...

Jeder ganz normale, durchschnittliche Mensch versteht ganz genau, was Abtreibung ist.

Und jedes ganz normale, durchschnittliche Gewissen erkennt, daß Abtreibung falsch ist. Es muß also der Verstand rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen ist.

Also wird an dem Leben im Mutterleib herumdefiniert, was das Zeug hält. Ist es ein Mensch? Ist es eine Person? Empfindet es Schmerz? Ab wann kann es außerhalb des Mutterleibes überleben? Und so weiter, und so fort...

Das fortschrittliche, aufgeklärte, wissenschaftliche Hirn bietet ein paar Tricks an, mit denen das Gewissen sich selbst betrügen kann.

Das, was nicht zu rechtfertigen ist, muß aus dem Weg geräumt werden. Es wird in kleine Päckchen hineinrationalisiert, welche dann mit Labels wie "Pro Choice" oder "Mein Bauch gehört mir" oder "Das war noch keine Person" etc versehen werden.

Jeder ganz normale, durchschnittliche Mensch versteht ganz genau, was Abtreibung ist.

Die moderne Erziehung ist dabei, den gesunden Menschenverstand wegzuerklären.

Der Endspurt läuft...

Ich habe gestern das erste Examen bestanden und dies zum Glück sehr gut. Es ist für mich immer wichtig, daß die erste Prüfung läuft wie geschmiert. Das gibt mir immer das nötige Selbstvertrauen für die anderen Examen.

Das Fach war übrigens "Familien- und Sexualmoral".

Und da wir grade beim Thema sind:
    Tattoo-Model wünscht von Bullock Dankbarkeit für ihre Enthüllung

    Tattoo-Model Michelle McGee lobt sich selbst dafür, dass sie ihre Affäre mit Sandra Bullocks Noch-Ehemann Jesse James enthüllt hat. "Ich denke, irgendwie sollte Sandra dankbar sein, dass sie über mich erfahren hat, dass ihr Mann sie betrügt", sagte die 32-Jährige dem kanadischen Fernsehsender CTV am Dienstag.
"Okay! Ja, komm! Wir sind jetzt beste Freundinnen!"

Monday, May 31, 2010

Eine Sache...

... die mich an dem Brief der italienischen Damen, welche mit Priestern zusammenleben oder ein Verhältnis mit Priestern haben, etwas stört, ist der vermeintliche Opferstatus, den die Frauen sich selbst zusprechen.

Diese Frauen fühlen sich romantisch, erotisch, sexuell zu Männer hingezogen, die - noch bevor es zu einer Beziehung mit einer der Frauen kam - ein Gelübde abgelegt haben. Dieses Gelübde katapultiert die Männer automatisch hinein in die Menge von Menschen, welche für diese Frauen als Partner nicht verfügbar sind. In dieser Gruppe findet man unter anderem z.B. auch alle bereits verheirateten Männer.

Wenn eine Frau mit einem Mann anbändelt, von dem sie weiß, daß er verheiratet ist und sich später daraus gewisse Nachteile ergeben, wird diese Frau dann versuchen, sich als Opfer hinzustellen? Und wenn ja, wird man ihr das abkaufen?

Warum sollte dann eine Frau, die mit einem Mann anbändelt, von dem sie weiß, das er ein Gelübde der Keuschheit abgelegt hat, sich in der Opferrolle sehen?

Natürlich: Schuld trägt auch der Priester, sogar in höherem Maße. Aber zu einer Beziehung zwischen einem katholischen Priester und einer Frau gehören immer zwei. Und wenn sie überhaupt Opfer sind, dann nicht Opfer der kirchlichen Praxis, sondern Opfer ihrer Bedürfnisse, opfer ihrer Unfähigkeit, im richtigen Moment "Nein!" zu sagen, Opfer ihres gemeinsamen Egoismus. Denn der Priester hat eine Verantwortung gegenüber den Gläubigen, und die Frau hat eine Verantwortung gegenüber jedem Junggesellen, der dort draußen herumläuft und mit ihr eine intakte Familie gründen möchte.

Sunday, May 30, 2010

Die Verzweiflung...

... treibt manchmal seltsame Blüten. Vor allem, wenn es um viel Geld geht:

In der Diözese Rockford, Illinois begannen im Jahre 2008 einige katholische Priester, außerhalb einer Abtriebungsklinik Gebete zu sprechen. Die Pro-Life-Ladies, die um die Klinik herum Bordstein-Beratung anbieten, bemerkten bald einen drastischen Rückgang bei Müttern, die wegen einer Abtreibung vorbeischauen und zugleich einen Anstieg bei den Müttern, die noch auf der Auffahrt zur Klinik zum Leben "Ja" sagen.

Dies war ungefähr der Zeitpunkt, an welchem in den Fenstern der Klinik zum ersten Mal Poster auftauchten, auf welchen die Priester beschimpft wurden.

In dieser Woche nun wurde ein ganz neues Niveau erreicht:



Ja, ganz genau: Die "F"-Bombe (l.), Kinder-Vergewaltigung (2. u. 3. v.l.) und Eierwürfe (r.) sind die Mittel, mit denen die arg angeschlagenen Abtreiber den Verkauf ihrer Seele wieder rentabel machen wollen.

Die ganze Geschichte gibt's bei Fr. Z. Der zieht auch einen interessanten Schluß (ÜS meine):
    Was die Leute in dieser Klinik offenbar nicht verstehen ist, daß wenn sie in der Öffentlichkeit Haß gegen Priester richten, dann ziehen sie auch die Aufmerksamkeit auf Priester in der Öffentlichkeit, Priester, bei denen außer den Stumpfsten oder Verhärtetsten jedermann sofort versteht, daß sie nicht die Art von Priestern sind, die Kindern Schaden zufügen werden.

Friday, May 28, 2010

Was ist denn da schon wieder los?

Am vergangenen Wochenende erschien in der Katholischen Sonntagszeitung des Bistums Augsburg dieser Artikel (Danke, Benedetta!):


Unter dem reichlich bizarren Titel Kirchenzeitung leugnet Mixas Schuld veröffentlichte die SÜDDEUTSCHE daraufhin so etwas wie den ultimativen Nachweis zwanghafter Veranlagung bzgl. der Kirchenhatz und endgültig nicht mehr heilbarer Doppelzüngigkeit bzgl. des Wasser predigen, Wein trinken.

Wie man im Bild oben sieht, wird der Oberstaatsanwalt mit den Worten zitiert:
    "Ein Tatverdacht wegen sexuellen Mißbrauchs hat sich nicht bestätigt".
Keine Ahnung, wo hier ein Leugnen der Schuld vorliegt.

Weiterhin heißt es im Artikel:
    Auch der von der Waisenhausstiftung in Schrobenhausen beauftragte "Sonderermittler", Rechtsanwalt Sebastian Knott, entlastete Bischof Mixa im seinem Abschlußbericht... weitgehend von den erhobenen Vorwürfen finanzieller Unregelmäßigkeiten... Ungeklärt bleiben hingegen die Anschuldigungen wegen schwerer körperlicher Züchtigung von Heimkindern.
Eine weitgendene Entlastung klingt für mich ebensowenig nach Leugnen der Schuld, wie ungeklärte Anschuldigungen.

Im letzten Absatz schließlich liest man:
    Bezüglich körperlicher Züchtigungen referierte Knott nochmals Einzelheiten über die bereits vor Wochen in der "Süddeutschen Zeitung" von ehemaligen Heimkindern erhobenen Vorwürfe gegen Mixa. Diese wertete der Rechtsanwalt nach Gesprächen mit den Betroffenen als "glaubwürdig". Bischof Mixa hat die Prügelvorwürfe dagegen von Anfang an entschieden bestritten. Unabhängige Zeugen für diese Vorwürfe gibt es bislang nicht.
Okay, daß hier die SÜDDEUTSCHE genannt wird, das gräbt natürlich am eigenen Stolz. Aber: Es stehen glaubwürdige Aussagen ehemaliger Heimkinder gegen die Aussagen des Bischofs, der die Prügelvorwürfe zurückwesit. Ferner gibt es keine unabhängigen Zeugen. Erneut: Wo liegt hier ein Leugnen der Schuld vor?

Versteht mich nicht falsch: Es ist mir natürlich klar, daß die SÜDDEUTSCHE hier wild um sich hauen muß. Man saß immerhin schon mit den Kollegen bereit und wartete darauf, sich auf das passende Wort des Sonderermittlers hin mit gewetzten Messern auf das stürzen zu können, was von Bischof Mixa noch übrig ist. Natürlich schmerzt es, daß die Vorwürfe wegen Mißbrauchs sich nicht hielten. Natürlich ist es irgendwie ungerecht, daß das so kunstvoll aufgebaute Konstrukt der Veruntreuung von Geldern nun nicht mehr als schimmernder Anklagenpalast, sondern nur noch als muffige Hütte immerhin immer noch berechtigter Vorwürfe und Anklagen daherkommt. Wenn einem jetzt gar noch das Prügelszenario durch die Finger gleitet, dann ist natürlich Panhas am Schwenkmast. Also schnell her mit dem guten, alten Holocaust-Sprech, der sich in Tausenden von Einsätzen bereits so wunderbar bewährt hat. Denn nur, wo Schuld geleugnet wird, da ist auch Schurke drin.

Okay, wir drehen die Uhr ein wenig vor und treffen den Augsburger Diözesanadministrator, Weihbischof Josef Grünwald. Der ist, laut kath.net, über die "Katholische Sonntagszeitung" verschnupft, weil diese angeblich "unsachlich und tendenziös" über Mixa berichtet. Okay...? Und auf welchen Bericht genau beruft sich der Weihbischof?

Der Artikel in der Sonntagszeitung jedenfalls gibt in stellenweise sehr langen Ausführungen lediglich wieder, was der Sonderermittler herausfand. Klar, was herausgefunden wurde, das entspricht natürlich nicht dem Bild Mixas, welches die Mainstreammedien über so lange Zeit zu zeichnen versuchten. Aber: Selbst Schuld! Bischof Mixa hat in seiner Amtszeit genügend Munition geliefert, die in den Augen der ganz breiten Öffentlichkeit zu höhnischen Breitseiten berechtigte. Wenn man dann hingeht und in zwanghaft-hysterischer Besudelungs-Gier mit Anklagen um sich wirft, anstatt sachlich zu nutzen, was sich zur Verwendung bietet, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Plan nach hinten los geht.

Was man aber schon braucht, das ist die Größe, vielleicht eines Tages mal die eigene Schuld einzuräumen (also nicht zu "leugnen") und zu erkennen, daß man in seinem Eifer über das Ziel hinausgeschossen ist (siehe Wasser predigen, Wein trinken). Eine Überschrift wie "Kirchenzeitung leugnet Mixas Schuld" (siehe Kirchenhatz) klingt - vor dem Hintergrund der im Artikel dargelegten Sachlage - leider ganz und gar nicht so, als sei diese Größe in greifbarer Nähe.

Es wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen, bevor ich mich mit ganz voller Brust zu fragen traue, ob dies tatsächlich die Medienlandschaft ist, mit der aufgeklärte und denkende Menschen sich zufrieden geben sollen.

Aber ich kann warten.

Thursday, May 27, 2010

Holy Crap!

"We doctors have a license to lie."

Dieses herzerfrischende Zitat und dazu die Geschichte um eine möglicherweise erzwungene Abtreibung in der Siff-Klinik eines Arztes, der 2004 schon einen Schwangerschaftsabbruch vermasselte und so ein 15-jähriges Mädchen in den Tod schickte, gibts beim National Catholic Register.

Wednesday, May 26, 2010

Iggit! Werdendes Leben!



Unabhängig von allen Pro-Life oder Pro-Choice fragen wüßte ich schon gerne mal, in was für einer Gesellschaft wir mittlerweile leben, wenn biologisch und wissenschaftlich korrekte Nachbildungen von Föten als "schockierend und abstoßend" empfunden werden.

Oh! Halt! Klar, ich hab's: Gemäß der "Man ersetze Trauma durch Drama"-Regel besteht hier natürlich die Gefahr einer "Traumatisierung" der Schulkinder...

Jill Stanek hat die ganze Geschichte (auf Englisch, wie auch das Video).

Tuesday, May 25, 2010

Willkommen in der Realität...

... gemäß Hollywood.

Die größte Gefahr für das seelische Heil von High School Kids ist das Christentum!

Der Film "Easy A" kommt im September in den USA in die Kinos. Der Plot: Nachdem eine kleine Lüge über den Verlust ihrer Jungfräulichkeit in der Schule bekannt wird, stellt das saubere High-School-Mädchen Olive plötzlich fest, daß ihr Leben Parallen zu dem von Hester Prynne in "Der scharlachrote Buchstabe" aufweist, welches sie grade in der Schule behandelt. Sie gab vor, mit einem schüchternen schwulen Bub geschlafen zu haben, damit dieser bei den Jocks und Studs besser aussieht. Andere Jungs, die nicht zu den "Coolen" gehören, bitten nun um denselben Service. Bald wird Olive wegen ihres vermeintlichen Lotterdaseins von einer Gruppe christlicher Schüler gemobbt...

Matt vom Creative Minotiry Report stellt genau die Fragen, die mir auch durch den Kopf schossen, als ich neulich den Trailer sah [ÜS meine]:
    Ich frage Euch: Wer wird an einer wirklichen High School eher verspottet? Das Mädchen, das den neuen Geschwindigkeits-Rekord für das Stülpen eines Kondoms über ein Stück Obst erzielt, oder das Mädchen, das absichtlich an dem Tag zu Hause bleibt, an dem der Teilzeit-Massagetherapeut eine Versammlung für Viertklässler abhält?

    Jeder normale Mensch kennt die Antwort auf diese Fragen. Unglücklicherweise ist Hollywood nicht normal. Dann anscheinend, gemäß dem Film, ist das größte Problem, das High School Kids beeinträchtigt, das Christentum, welches einen jungen Mann Angst macht, sich zu outen und ein Mädchen für vorehelichen Sex stigmatisiert. Was glaubt Hollywood eigentlich, in welchem Jahr wir leben? 1610?
Legion...

Agora...

Easy A...

Nur drei anti-christliche (und dabei nicht besonders originelle oder übermäßig an der Realität interessierte) Filme der letzten zwölf Monate, die mir grade spontan einfallen. Auch Hollywood wird in den Culture Wars künftig immer noch ein Stückchen gröber und plumper agieren.


Ach ja: Flüstert doch mal an einer beliebigen US-High-School als Katholik einem für seinen etwas anrüchigen Lebensstil bekannten Mädchen so etwas zu wie: "Kehre um und glaube an das Evangelium"...

7 Sekunden danach:




9 Sekunden danach:

Wenn Dinge oder Menschen altern...

... und dabei an Qualität gewinnen, dann spricht man vom "Reifen".

Manchmal werden Dinge oder Menschen aber auch älter und es kommt zu einem Prozeß, den man "Schimmeln" nennt:

Clinton rips "Birthers", pities Terrorist

Außerdem: Höchster Neueinstieg auf der Hitliste der verbalen Maulkörbe, direkt nach "Faschist" (für Leute, die das Recht auf Meinungsfreiheit nicht als Einbahnstraße betrachten), "Homophober" (für Leute, die die Ehe definieren als einen Bund zwischen Mann und Frau): Auf Platz drei eingestiegen ist nun "Klimawechselleugner" (für Leute, die lieber katholisch bleiben und nicht zur Church of Al Gore konvertieren wollen).

Alles zu sehen und zu hören auf dem verlinkten Video.

Monday, May 24, 2010

Hypatia - Wie es wirklich war (?)

Zum im März in Deutschlnad angelaufenen Film Agora empfehle ich zunächst einmal dieses Interview, welches die Historikerin Maria Dzielska dem SPIEGEL gab.

Eine weniger sanfte Kritik gibt es auf der Seite Catholic Education Resource Center. Da dies ein engischer Text ist, habe ich das Fazit mal übersetzt:
    In einer der visuell beeindruckendsten Szenen zieht Amenabar [der Regisseur] die Kamera auf einen hohen Aussichtspunkt, von dem man die Bücherei in Alexandria übersieht während sie vom christlichen Mob geplündert wird. Aus dieser Perspektive sehen die Christen genauso aus, wie herumhuschende Küchenschaben. In einer anderen erinnerungswürdigen Szene zeigt der Regisseur eine Gruppe von christlichen Schlägern, die die zerfledderten Leichen grade erst ermordeter Juden davonkarren, und er komponiert die Einstellung so, daß die aufgestapetlten Leiber sehr lebhaft die Körper der Toten auf Photos von Auschwitz und Dachau vor das innere Auge rufen. Die nicht so subtile Andeutung ist, daß Christen gefährliche Typen sind, eine Bedrohung für die Zivilisation, und daß sie, wie Schädlinge, ausgemerzt werden sollten. Ich frage mich, ob es Amenabar je in den Sinn kam, daß sein Film zur Gewalt gegen religiöse Menschen, besonders Christen, anstacheln könnte, und daß genau diese Art von Kritik von einigen der schärften Verfolger der Christen im vergangenen Jahrhundert angewendet wurde. Meine wirkliche Befürchutng ist, daß die Gemeinheit, die Halb-Wahrheiten und die offene Verleumdung solcher Bücher wie Hitchens' "God is not great" oder Dawkins' "The God Delusion" dabei sind, ihren Weg in die Populär-Kultur zu finden.
Umso wichtiger ist die neue Aufklärung.

Mark Shea hat im National Catholic Register auch noch ein paar gute Worte zum Thema. Hier ein Auszug [ÜS meine]:
    Die Leute beziehen immer weniger von dem, was sie "wissen" aus Büchern oder durch das Abarbeiten von Argumenten mit ihren kritischen Fakultäten. Propaganda - mit kinematographischer Kunst hübsch präsentiert - kann bei der Transformation von Kulturen Wunder wirken. Das Bild schleicht sich an den rationalen Fakultäten vorbei und die Leute stellen am Stammtisch fest, daß sie darin übereinstimmenm, daß di Christen Feinde des Lernens sind und die Bibliothek von Alexandrien zerstörten.
Als damals in der Serie Die Tudors Kardinal Wolsey doch tatsächlich Selbstmord beging, habe ich nur geschmunzelt. Dann las ich in einigen Foren und Youtube-Kommentaren, daß viele Leute dies für die historische Realität halten. Jetzt schmunzle ich schon weniger.

Saturday, May 22, 2010

Hoffen ohne Gott

Der Erzbischof von Quebec, Marc Kardinal Ouellet, wurde während einer Campaign Life Coalition-Konferenz von einem Reporter nach seiner Meinung zu Abtreibungen im Falle von Vergewaltigungen gefragt. Seine Antwort lautete:
    "Das Kind ist nicht dafür verantwortlich, wie es empfangen wurde. Der Angreifer ist verantwortlich. Wir können das Kind als ein weiteres Opfer sehen."
Später fügte er hinzu:
    "Ich verstehe, daß die Frau, die angeriffen wurde, traumatisiert ist und Hilfe braucht. Aber sie muß das Wesen in ihrem Leib respektieren. Es ist nicht verantwortlich für das, was geschah. Der Vergewltiger ist verantwortlich. Es gibt schon ein Opfer. Brauchen wir noch ein weiteres?"

Hier die Reaktionen:

Pauline Marois, Parteivorsitzende der Parti Québécois:
    "Ich bin wegen seiner Aussagen total entrüstet."

Alexa Conradi, Präsidentin der Quebec Women's Federation:
    "Diese Bemerkungen führen uns ins Mittelalter zurück... Es gibt eine Bewegung innerhalb rechter katholischer Gruppen, um Abtreibung wieder zu kriminalisieren."

Patrick Lagace, Schreiber für La Presse:
    "Kardinal Ouellet wird eines Tages sterben. Ich hoffe, er stirbt an einer langen, schmerzhaften Krankheit... Ja, der Paragraph, den ich grade geschrieben habe, ist gemein. Aber Marc Ouellet ist ein Extremist. Und in der Debatte gegen religiösen Extremismus ist jeder Treffer gerecht."

Irre! Ein Kardinal macht seinen Job und man wünscht ihm dafür nicht nur einen schmerzhaften Tod, sondern hält das Ganze auch noch für einen Beitrag in einer Debatte! Selbst in den ehemaligen katholischen und mittlerweile bat-shit-verrückt liberalen Hochburgen Kanadas geht es offenbar immer noch ein wenig tiefer.

Was aus Lagaces Hoffnung wird, bleibt abzuwarten. Doch selbst, wenn sie sich erfüllen sollte, wird es ihm nicht viel Freude bereiten. Denn solche Hoffnungen ohne Gott machen auf lange Sicht nicht glücklich.

Hier ein englischsprachiger Artikel, aus welchem ich die Zitate oben übersetzt habe.

Monday, May 17, 2010

Nur mal so...

Gebt doch mal bei google-news als Suchbegriffe "Papst, Errahmouni, Hlal" ein und zählt die Ergebnisse (hier könnt Ihr Eines von BEIDEN sehen).

Alipius: "Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information?"

Beliebiger Journalist aus den Reihen der Mainstreammedien: "Naja, das führt doch nur zu bösem Blut, wenn man das jetzt in den Medien breittritt, ohne das einhundertprozentige Beweise vorliegen..."

Alipius: "Ah! Sie meinen so, wie bei Bischof Mixa?"

Beliebiger Journalist aus den Reihen der Mainstreammedien: "..."

Saturday, May 15, 2010

"Kindheit...?"


"... Mami sagt ich verliere den Wettbewerb, wenn ich über so etwas nachdenke."

Klar, auch ich hatte als Bub einen ziemlich ausgeprägten Sinn für Wettbewerb. Auch ich habe beim Sport lieber gewonnen als verloren. Auch ich gehörte in der Schule lieber zu den Guten. Auch ich war stolz, wenn ich von Erwachsenen gelobt oder von gleichaltrigen Mädels angeschwärmt wurde.


Aber "Child Beauty Pageants"...?


Willkommen in der Krypta totgeschminkter Kinderherzen!









Gott, die armen Würmchen...

Warum - grade in der heutigen Zeit und vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über Ihr-wißt-schon-was - so etwas nicht schlicht und einfach verboten wird, ist mir wirklich schleierhaft.

Tim Buton oder Wes Craven mögen sich vielleicht von solchen Bildern zu neuen Filmen inspirieren lassen. Und auch ich bin überzeugt, daß diese Mädels ohne die Tünche und ohne dieses Lächeln aus dem schwarzen Loch aufgezwungener Träume wie Menschen aussehen könnten.

Thursday, May 13, 2010

Der nimmer-endende Amoklauf...

... des Gutmenschentums.

Arizona hat es ja geschafft, sich mit seinem neuen Immigrationsgesetz quasi über Nacht mit Nazi-Deutschland auf eine Stufe zu stellen. Sollte man zumindest meinen.

Nun mag man von dem Gesetz halten, was man will. Klar ist, daß die Umsetzung desselben in der Tat sehr viel Spielraum für sehr viel Willkür läßt. Das ist nie gut.

Da war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis es zu ersten Boykott-Aktionen kommt. Der Stadtrat von Los Angeles hat bereits mit 13 zu 1 Stimmen beschlossen, mit Arizona so lange keine Geschäfte mehr zu machen, bis das Gesetz wieder außer Kraft tritt. Blöd für Arizona; dort war man sicherlich ganz scharf auf einen Korb voller Schuldscheine...

Jetzt berichtet FoxNews von diesem niedlichen Vorfall: Eine Schule in Illinois weigert sich, ihr Mädchen-Basketballteam nach Arizona zu schicken, weil so ein Trip nicht im Einklang mit den "Wertvorstellungen" der Schule steht.

Interessant ist, daß dieselbse Schule bereits Schüler nach China geschickt hat...

Tuesday, May 11, 2010

Gebetsverbot für Senioren!?

FoxNews.com hat diese mehr als groteske Geschichte parat [ÜS meine]:
    Gebete erhört - Senioren dürfen im Georiga Center vor den Mahlzeiten beten

    Ihre Gebete wurden erhört. Das Senioren-Center in Georgia, das älteren Mitbürgern untersagt hatte, vor den Mahlzeiten ein gemeinsames Gebet zu sprechen, hat seinen Kurs geändert, nachdem FoxNews.com und andere Nachrichtenagenturen Nachforschungen angestellt haben.

    Den Bewohnern des Ed Young Senior Citizens Center in Port Wentworth, Gorgia wurde in der vergangenen Woche gesagt, daß sie vor ihren staatlich finanzierten Mahlzeiten statt eines gemeinsamen Gebetes einen Augenblick der Stille einhalten sollten.

    Angestellte von Senior Citizens Inc., dem Betreiber des Centers, sagten, daß die Mahlzeiten der Gäste hauptsächlich mit staatlichen Geldern finanziert werden und daß daher ein gemeinsames Gebet vor dem Essen die Trennnug von Kirche und Staat gemäß des ersten Zusatzartikels der Verfassung der Vereinigten Staaten verletze.
Jetzt hat das Center also nach Protesten des Bürgermeisters von Port Wentworth einen Rückzieher gemacht.

Das Ganze dient aber immerhin doch noch als ein schöner Beweis dafür, daß "Religionsfreiheit" heute nichts anderes mehr bedeutet als "Freiheit von Religion" und daß die "Trennung von Kirche und Staat" mittlerweile Blüten treibt, wie man sie am anderen Ende des Spektrums, bei der manchmal ungemütlich nahen Verbindung von Thron und Altar, kaum je finden konnte.

Sollte es wirklich so sein, daß - um mal ein Wensierski-Bild zu verwenden - der Kaiser exakt mit dem Einbrechen des sogenannten "Zeitalters der Vernunft" begann, nach und nach seine Kleider zu verlieren und nur deswegen noch nicht mit schamesrotem Kopf herumläuft, weil er sich ständig im SPIEGEL begafft und sich versichert, daß seine Säkularkniehosen, sein Aufklärerrock, sein Toleranzjabot und sein Humanismusumhang und vor allem seine Vernunftkrone umwerfend toll aussehen?