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Monday, June 21, 2010

Endlich!

Nach dem Stellvertreter und dem darauf basierenden Film Amen wird es nun auch einen Film geben, der Papst Pius XII in einem ganz anderen Licht zeigt. Ein Licht, welches - wenn man jüdischen Zeitzeugen glauben schenken darf - nicht unbedingt falscher ist als das vom Versager oder von Hitlers Papst.



Die üblichen Verdächigen werden natürlich trotzdem alles tun, um den Film als übles, geschichtsverfälschendes Machwerk finsterer, katholischer Zirkel abzutun. Müssen sie auch: Wenn die "Pius = Nazi"-Einnahmequelle einmal dürftiger sprudeln oder gar versiegen sollte... Nicht auszudenken!

[HT: Fr. Z]

Tuesday, May 25, 2010

Willkommen in der Realität...

... gemäß Hollywood.

Die größte Gefahr für das seelische Heil von High School Kids ist das Christentum!

Der Film "Easy A" kommt im September in den USA in die Kinos. Der Plot: Nachdem eine kleine Lüge über den Verlust ihrer Jungfräulichkeit in der Schule bekannt wird, stellt das saubere High-School-Mädchen Olive plötzlich fest, daß ihr Leben Parallen zu dem von Hester Prynne in "Der scharlachrote Buchstabe" aufweist, welches sie grade in der Schule behandelt. Sie gab vor, mit einem schüchternen schwulen Bub geschlafen zu haben, damit dieser bei den Jocks und Studs besser aussieht. Andere Jungs, die nicht zu den "Coolen" gehören, bitten nun um denselben Service. Bald wird Olive wegen ihres vermeintlichen Lotterdaseins von einer Gruppe christlicher Schüler gemobbt...

Matt vom Creative Minotiry Report stellt genau die Fragen, die mir auch durch den Kopf schossen, als ich neulich den Trailer sah [ÜS meine]:
    Ich frage Euch: Wer wird an einer wirklichen High School eher verspottet? Das Mädchen, das den neuen Geschwindigkeits-Rekord für das Stülpen eines Kondoms über ein Stück Obst erzielt, oder das Mädchen, das absichtlich an dem Tag zu Hause bleibt, an dem der Teilzeit-Massagetherapeut eine Versammlung für Viertklässler abhält?

    Jeder normale Mensch kennt die Antwort auf diese Fragen. Unglücklicherweise ist Hollywood nicht normal. Dann anscheinend, gemäß dem Film, ist das größte Problem, das High School Kids beeinträchtigt, das Christentum, welches einen jungen Mann Angst macht, sich zu outen und ein Mädchen für vorehelichen Sex stigmatisiert. Was glaubt Hollywood eigentlich, in welchem Jahr wir leben? 1610?
Legion...

Agora...

Easy A...

Nur drei anti-christliche (und dabei nicht besonders originelle oder übermäßig an der Realität interessierte) Filme der letzten zwölf Monate, die mir grade spontan einfallen. Auch Hollywood wird in den Culture Wars künftig immer noch ein Stückchen gröber und plumper agieren.


Ach ja: Flüstert doch mal an einer beliebigen US-High-School als Katholik einem für seinen etwas anrüchigen Lebensstil bekannten Mädchen so etwas zu wie: "Kehre um und glaube an das Evangelium"...

7 Sekunden danach:




9 Sekunden danach:

Thursday, March 11, 2010

Amüsier!

Dieser im Stile der Literal Video Versions (die Interpreten singen nicht den Songtext, sondern beschreiben singend, was sie grade tun) aufbereitete Trailer eines fiktiven Academy Award Winning Films ist wirklich der Brüller. Leider Englisch, sorry!


[HT an Raphaela für den Hinweis!]

Tuesday, February 23, 2010

Ähh... das lange Wasjetzt?

Vielleicht bin ich einfach zu jung oder doch nicht so von der Trash-Kultur verdorben, wie ich immer befürchtete. Denn dieses Filmplakat war mir bisher nicht nur unbekannt, sondern löste auch erst einmal ganz gewaltige Lachsalven aus.



Ladies and Gentlemen, ich präsentiere: Das lange Haar des Todes [Italien, 1964].

Sunday, January 31, 2010

Klassisch!

Langzeit-Leser werden sich vielleicht daran erinnern, daß ich vor dreieinhalb Jahren einst Dana Gioia's Artikel Warner Brother's fette Männer würdigte.

Der Artikel war mir deswegen ein paar Zeilen wert, weil einer von Gioia's Lieblings-Giganten offenbar Eugene Pallette war. Und den finde ich auch immer wieder zum Schreien.

Ich erwähte damals auch Pallette's beeindruckende Stimme, die von amerikanischen Fans gerne mit der eines ausgewachsenen Ochenfroschs verglichen wird. Jetzt weiß ich allerdings nicht, wie so ein Ochsenfrosch klingt. Egal: Gestern abend sah ich auf Youtube zur Entspannung zum wer-weiß-wievielten Mal den Screwball-Klassiker "My Man Godfrey". Youtube ist ja dann so nett und schlägt in der Sidebar immer ähnliche Filme vor. Und da fand ich die Perle, die ich Euch jetzt vorstelle. Es ist - Ihr habt's schon erraten - eine kurze Szene mit Eugene Pallette, sogar in Farbe. Ihr seht (und hört!) Pallette hier in einem seiner letzten Filme, "Heaven can wait" aus dem Jahr 1943. Zwar starb Pallette erst 1956, aber er zog sich bereits nach dem Zweiten Weltkrieg auf seinen Landsitz zurück und bunkerte sich dort mit Abertausenden von Konserven ein, weil er davon überzeugt war, daß die Commies bald die USA übernähmen. Die Paranoia ist irgendwie ein wenig traurig, aber andererseits sehe ich in dieser Flucht auch in meiner Phantasie so etwas wie eine Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben war. Sei's drum.

Der Clip ist zum Brüllen komisch. Pallette spielt hier die Rolle, in welcher Filmemacher und Publikum ihn immer wieder gerne sahen: Den kampflustigen Multimillionär, der entweder von einem faulen, nichtsnutzigen Sohn oder von einer ausgeflippten, partywütigen Tochter oder von einer zickigen, abgehobenen Gattin oder von auf sein Geld schielenden Schmeichlern - vorzugsweise aber von allen gemeinsam - an den Rand des Wahnsinns getrieben wird. Pallette kommt hier zwar etwas einfältiger rüber als sonst, wenn er diese Rolle verkörpert, dafür ist seine Sorge um den im Faß gefangenen Captain von der Witzeseite, von dem er doch nun endlich wissen will, ob ihm die Flucht gelang, zu schön. Heimlicher Star ist Clarence Muse, der als zwischen Dame des Hauses und Herrn des Hauses hin- und hereilender Butler zu vermitteln sucht, ohne, daß es ihn den Job kostet. Herrlich!


Eugene Pallette schließt die Szene dann auch mit einem Satz, den er genausogut in zig anderen Filmen verzweifelt hätte ausrufen können: "I cant live in this house any longer!"

Sunday, May 17, 2009

Holy Cow!

Vergeßt "Batman vs. Bane"!

Vergeßt "Superman vs. Doomsday"!

Vergeßt "Godzilla vs. ........ [jeweiligen Gegener einfügen]"!

Vergeßt Coke vs. Pepsi!

Vergeßt Schalke gegen Dortmund!

Hier kommt das Duell, das allen Duellen ein Ende macht!



"Mega Shark vs. Giant Octopus"

Das "Gib mir einen Computer und ich mache dir einen Film!"-Zeitalter hat gesiegt.

Aber: Wem versuch' ich eigentlich, etwas vorzumachen. Ich steh natürlich am Eröffnungstag [Popcorn in der Rechten, Coke in der Linken] sabbernd in der Schlange...

Ich muß dringend etwas gegen diese Trash-Sucht tun. Gibt es eigentlich so etwas wie "Trashy B-Movies Anonymous"?

"Hallo!"

"Hallo..."

"Ich bin Alipius..."

"Hallo Alipius..."

"Und... und... Ich bin... [schluck]..."

"Nur Mut! - Ja, raus damit! - Komm, teile mit der Gruppe!"

"Ich... Ich... Ich bin... [schluchz]..."

"Ja! - Du kannst es! - Sei stark!"

"Ich bin... Ich bin B-Movie-süchtig [zusammenbrech] !"

Sunday, April 19, 2009

Einerseits...

... will ich's eigentlich gar nicht so genau wissen...

Andererseits: Wenn ein Film schon Inglourious Basterds [sic] heißt, von Regisseur Quentin Tarrantino als "Spaghetti-Western mit WWII-Ikonographie" angekündigt wird und dann noch neben Brad Pitt, Mike Myers, Samuel L. Jackson und deutschen Leinwandnasen wie Gedeon Burkhard, Christoph Walz und Til Schweiger auch noch der von mir höchst verehrte Ludger Pistor in einer eigens für ihn von Tarrantino ins Script reingeschriebenen Rolle (geht's größer?) mitspielt, dann weiß ich gar nicht, ob ich da nein sagen kann...

Tuesday, March 24, 2009

Großartige Seite für Film-Fans

Auf der Seite Dr. Macro's High Quality Movie Scans gibt es bergeweise Scans von Schauspielern, Filszenen und Flimplakaten, hauptsächlich aus den 40ern und früher. Jede Screwball-Comedy, jede Bombshell und jedes Private Eye sind also an Bord, aber auch die 50er und 60er sind gut vertreten.

Die Scans sind, wie der Titel der Seite schon verrät, riesig. Von A wie...

...Abbot & Costello bis Z wie...

...Vera Zorina (wer auch immer das ist) ist nicht alles, aber vieles, was Rang und Nahmen hat, dabei.

Es gibt zwar keine Suchfunktion, aber Schauspieler und Filme sind alphabetisch geordnet und die Navigation ist einfach. Die Filme sind breit gestreut, von Karloff-Kreisch-Klassikern wie Bedlam oder Frankenstein über Film-Noir-Perlen wie They Drive by Night oder The Maltese Falcon bis zu meinen geliebten Screwball-Comedies wie Bringing up Baby, My Man Godfrey, You can't take it with you oder...

... The Lady Eve (mit Barbara Stanwyck und Henry Fonda) ist alles dabei.


Außerdem gibt es noch eine Auswahl von Schreibtisch-Hintegründen, wie diesen süßen von Audrey Hepburn.

Schaut mal vorbei, es lohnt sich!

Tuesday, February 17, 2009

The gang's all here!


Wunderbares Promo-Photo für den Film "Comedy of Terrors" von 1964. Vorn von links nach rechts: Basil Rathbone, Boris Karloff und Vincent Price. Und dahinter schaut auch noch Peter Lorre aus dem Sarg. Fehlen eigentlich nur noch Lon Chaney Jr. und Bela Lugosi.

Wednesday, February 04, 2009

Eines der großartigesten Filmplakate aller Zeiten

Ridicule: So ziemlich alles, worum es in dem Film geht, wird in diesem einen Bild ausgedrückt.

Tuesday, January 13, 2009

Schon gesehen?

Ich habe mir gestern "Juno" reingezogen. Das ist der neue Film von "Thank you for Smoking"-Regisseur Jason Reitman. Ich war ein wenig vorsichtig, weil es da so einen verdächtigen Hype gab. Jedoch: Der Hype war ziemlich berechtigt. Gemessen an dem, was sich sonst so "Coming of Age Story" oder auch "Teenager-Komödie" nennt, ist Juno schon ein Klassefilm.

Ellen "Kitty Pride" Page spielt die 16-jährige Titelheldin, die nach einer Episode mit ihrem besten Schulfreud auf einmal schwanger ist. Hier gibt es gleich eine Überraschung zu Beginn des Filmes: Juno geht zu "Women now", um eine Abtreibung durchzuführen und trifft vor der Klinik auf eine einsame transparentschwingende Schulfreundin von fernöstlicher Herkunft, die kundtut, daß "All babies want to get borned".

'Okay' dachte ich. 'Der obligatorische Seitenhieb auf die Lebensschützer...' Dann betritt Juno den Laden und hier lernt man dann in der Begegnung mit der gelangweilten, verpiercten Sprechstundenhilfe hinter der Theke, ws ein Seitenhieb wirklich ist...

Jedenfalls stürmt Juno dann irgendwann aus dem Gebäude und entscheidet sich für das Baby, allerdings mit dem Vorsatz, es zur Adoption freizugeben. Die erwählten Adoptiveltern sind ein von Jennifer Garner und Jason Bateman gespieltes Yuppi-Pärchen.

Der Film gefällt mir natürlich erst einmal wegen seiner Flapsigkeit und wegen der x Millionen Referenzen zur Popkultur. Zudem ist der Soundtrack klasse und die Darsteller überzeugen wirklich. Allen voran Ellen Page, die Juno mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit spielt. Hinzu kommt ihr geekiger Freund und Vater des Kindes, Bleeker, gespielt von einem tapsig-kumpelhaften Michael Cera. Oberfein ist die Leistung von J.K. Simons, der als Junos Daddy viel Verständnis mitbringt und immer eine schön große Klappe hat.

Grade, wenn der Film Gefahr läuft, an seiner Coolness zu ersticken, wird dann noch ein Klafter Problematik darufgelegt, der aber nur halb-gekünstelt wirkt und dazu beiträgt, daß die Charaktere ein wenig tiefer interagieren und einige Knoten gelöst werden können.

Juno hebt die Filmwelt sicherlich nicht aus den Angeln, ist aber anderen Teenie-Streifen um Meilen voraus und weist mit Ellen Page eine echte Hoffnung für die Zukunft auf.

Ihr solltet den Film unbedingt im Original sehen. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Synchronisation einiges vom Schwung rausnimmt.

Wednesday, October 22, 2008

Auch irre!

Ich schlendere heute nach meinem Nachmittagsseminar (Frühe monastische Texte - Ich hab' St. Augustin bekommen! Yeah!) so ganz ahnungslos bei Feltrinelli rein. Das ist ein Laden, der verkauft Bücher, CDs und DVDs. Und gleich mein erster Blick fällt auf...
    "Mrs. Joooo-hooones"
    "Komischer Film: Ein Bär, der spricht!"
    "Tanz' mich rüber!"
... Na? Klingelts?


Ich habe Hellzapoppin' auf DVD! Für absolut geschenkte, total nachgeschmissene, praktisch umsonstene 9 Tacken!

Die Mutter aller Zucker-Abrahams-Zucker-esquen Komödien aud dem Jahre 1941, also somit seiner Zeit schlanke drei Jahrzehnte voraus (und dazu bedeutend witziger und cleverer als alle drei nackten Kanonen zusammen)! Ole Olsen und Chic Johnson (ursprünglich eigentlich Bühnen-Musiker und -Komiker) hatten mit "Hellzapoppin'" ein Programm zusammengestellt, das erstens abendfüllend und zweitens mega-erfolgreich war, also dachten sich die Universal-Studios, daß man ja mal etwas riskieren und die Nummer als Comedy-Steifen auf die Leinwand bringen könnte. Die Rechnung ging auf! Die Mischung aus einem surrealen, brachialen, konventionensprengenden Anschlag auf die Lachmuskeln und hochkarätigen Musiknummern war damals ziemlich erfolgreich. Es gibt unter anderem eine völlig überdrehte Martha Raye zu bewundern und eine Swing-Dance-Einlage, die so heiß ist, daß eigentlich beim Dreh das Zelluloid hätte schmelzen müssen. Ich sag jetzt mal gar nicht soviel zu dem Film. Wer ihn kennt, weiß eh' wie's zur Sache geht. Wer ihn noch nicht gesehen hat, dem will ich nicht zuviel verraten.

Nur eine nette Trivia-Geschichte: Vor Jahren schleppte irgendjemand eine sechs Meter hohe Hanfpalme auf den Ben Nevis, den höchsten Berg Schottlands, und rief nach einer "Mrs. Jones". Ob es ein Hardcore-Fan des Films oder ein völlig zugedröhnter Kiffnik war ist nicht bekannt, aber die Referenz steht und gereicht dem Streifen zur Ehre.

Thursday, October 16, 2008

Und sie fliegt und fliegt und fliegt...


Ruhestand für die Enterprise-Crew? Fehlanzeige! Erst heute erfahre ich, daß ein neuer Star Trek Film im Dreh ist. Und zwar mit der Original-Crew, allerdings in neuer Besetzung. Das kann gewaltig in die Hose gehen.


Aber es gibt Hoffnungszeichen: Zachary Quinto (Heroes-Schurke Sylar) spielt Spock. Wenn der sich in dem Film von seiner etwas verstimmten Seite zeigen darf und auch mal - wie hier im Bild - den vulkanischen Gutenachtgriff anwendet, dann ist er sicherlich die Top-Besetzung.


Erik Bana wird als Nero zu sehen sein, was bestimmt auch kein Fehlgriff ist.


Was die Brücke der Enterprise betrifft, muß man wohl abwarten, ob es überall im Film so Jetsons-mäßig abgeht.

Ein interessanter Fakt mit hohem Geek-Wert ist das Heroes/Enterprise Crossover, spielt doch George "Zulu" Takei den Vater des Heroes Zeit- und Raum-Reisenden Hiro.

Monday, May 19, 2008

Als ich noch ein Bub' war...

... wollte ich so sein, wie Indy.

Gestern gab's in Cannes die Premiere des 4. Indiana-Jones-Films. Die Reaktionen der Kritiker sind gemischt, so las ich. Bei Rotten Tomatoes gibt es allerdings laut aktuellem Stand 78 Prozent positiver Kritiken für "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels". Selbst wenn's weniger wären: Ich lasse mir diesen Trip zurück in meine Jugend nicht entgehen.


Ich denke, es ist würdig und recht, sich an dieser Stelle an die ersten drei Indy-Filme zu erinnern.

Ich war grade mal pimpfige 13, als "Jäger des verlorenen Schatzes" auf die Leinwand kam. Mit 13 ist man in der Regel über kommende Kino-Attraktionen noch nicht so richtig informiert. Kumpels meinten, das sei ein Film, den man sich angeblich nicht entgehen lassen darf. Wir also nix wie ins nächste Kino. Es war ein nicht enden wollendes "Wow!" und "Boah!" und "Eyyyy!" und "Coooooooooool!" begleitet entweder von schallendem Lachen oder heftigst in die Sitzlehnen gekrallten Fingern. Wenn ich micht richtig erinnere, so erklärte ich "Jäger des verlorenen Schatzes" nach der Vorstellung erst einmal spontan zu meinem absoluten Lieblingsfilm. Und natürlich ist die Mama aller Indy-Filme auch noch heute ein Streifen, den ich mir immer wieder gerne ansehe. Es stimmen einfach alle Zutaten: Eine fesselnde Story. Ein Held, den man unmöglich nicht mögen kann. Ein Gegner, der so böse ist, wie das Böse eben böse sein kann. Rasante Aktion. Knisternde Spannung. Klasse Effekte. Ein Hauch von Romanze (der uns 13-jährigen Rotznasen damals selbstverständlich nur ein "Uäh!" abnötigte). Und jede Menge unerwachsener Spaß. Und dann ist da natürlich noch die Gesichts-Schmelz-Szene, die heute zwar ultra-hausbacken ist, 1981 aber so dermaßen zombig wirkte, daß wir uns fast unter die Sitze verkrochen. Dieser Film ist ein Klassiker und zählt mit Recht zu den besten Action/Abenteuer-Streifen aller Zeiten.

11 von 10 möglichen Punkten



Nach "Jäger des verlorenen Schatzes" hieß es erst einmal warten. Nein, nicht unbedingt auf die Fortsetzung (von der ich damals noch gar nicht ahnte, daß sie gedreht wurde), sondern auf einen Film, der mich ähnlich packt. Als dann langsam aber sicher klar wurde, daß ein zweiter Indy-Film kommt, wurde ich zappelig. Im Jahre 1984 war es dann endlich so weit: "Indiana Jones und der Tempel des Todes". Bitteschön, wer fragt mit 17 nach einem Plot? Action wollten wir und Action bekamen wir bis zum Platzen. Wir fanden Indies kleinen Sidekick alle doof, aber nur, weil wir ihn heimlich beneideten. Dann waren da die igittigen Insekten und der noch viel igittigere Herzensdieb und das allerigittigste Affenhirn auf Eis. Überhaupt: Einerseits war der Film noch alberner als "Jäger des verlorenen Schatzes", andererseits verbreitete er aber diese doomig-finstere Atmosphäre im Tempel. Naja, jedenfalls hat auch der "Tempel des Todes" für uns voll funktioniert. Alleine schon die Anfangsszene mit Gift und Gegengift und einem wilden Prügel-o-Rama zu flotter Musik. Herrlich! Dennoch: "Tempel des Todes" ist für meinen persönlichen Geschmack der Schwächste der drei Indie-Filme.

8,5 von 10 möglichen Punkten (eigentlich 9, aber 0,5 Punkte Abzug für überflüssige Hysterie bei Kate Capshaw (das Blondchen) und Jonathan Ke Quan (der Kurze)).



Fünf Jahre später ging ein großes "Aaaah!" durch die Kinosäle. Sean Connery und Harrison Ford als Dad und Junior! Was für eine Spitzen-Besetzung! Im dritten Teil der Indy-Saga, "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug", legt sich Professor Jones wieder mit den Nazis an und hat dieses Mal seinen knurrigen Vater dabei. Die Beiden Mischen die Menge richtig nett auf. Zwischendurch haben sie es sogar mal auf dieselbe Schönheit abgesehen. Connery's Albernheiten mit Denholm Elliot sind zum Schießen. Zum Ende hin wird's sehr pop-mystisch und etwas geigenschwanger. Trotzdem: Dieser Film kann alles. Man darf nicht vergessen, daß man beim Zuschauer das Gefühl, ein Spaß- und Staunen-Wunderwerk wie "Jäger des verlorenen Schatzes" zum ersten Mal zu sehen, einfach nicht wieder reproduzieren kann. Daran gemessen ist der "letzte Kreuzzug" klasse, bietet er doch genau die Zutaten, die den ersten Indy-Film so unvergeßlich machten auf eine Art, die trotzdem mitreißt. Bis hin zur Message: Wenn du nicht rein bist, dann laß die Flossen von den Heiligen Dingen, sonst schmilzt du!

10 von 10 möglichen Punkten



Ich kann mir nicht vorstellen, daß Indy 4 so richtig richtig richtig funktioniert, aber ich lasse mich diesbezüglich gerne eines Besseren belehren. Schaumermal.

Monday, February 11, 2008

Erholungsminuten

Ich habe heute morgen mein sechstes Examen bestanden und mir den Rest des Tages freigenommen. Nach Spaziergang, Mittagessen und Siesta habe ich mir von Max die DVD von "Das Leben der Anderen" geliehen. Trotz des Hypes war es mir nie gelungen, den Film mal zu sehen. Heute war's dann soweit.

"Der Untergang" war der letzte Film aus deutschen Landen, den ich gesehen habe. Nach diesem Streifen mußte ich erstmal in eine Anti-Klaustrophobie-Therapie. Wirklich. Ich bin froh, daß ich den "Untergang" nicht im Kino gesehen habe. Wenn der Führerbunker schon durch den kleinen Fernsehschirm so beklemmend ins Zimmer kriechen kann, dann will ich gar nicht erst wissen, wie sich das im Kinosaal anfühlt. Ich habe mir damals auch die Freiheit herausgenommen, mir den Film kritikfrei und ohne die Kopfschere des "Ja, aber darf man denn...?" und "Ja, aber sollte man wirklich...?" anzuschauen. Und ich fand ihn - wenn auch deprimierend und beklemmend ohne Ende - dennoch sehenswert.

Heute dann also "Das Leben der Anderen": Der Makel des Films ist, daß er weniger Atmosphäre hat und es mir auf regietechnischer Seite manchmal schien, als werde zu sehr auf Sicherheit und Ergebnishalten gepielt. Die Story funktioniert natürlich trotzdem, und es ist großartig zu wissen, daß es immer wieder Filme gibt, die ohne Computeranimation und Pyrotechnik einen für zwei Stunden komplett einsaugen können. Hier muß man natürlich den Hut vor den Darstellern ziehen. Einzig Martina Gedeck hat mich nicht so richtig umgehauen. Sebastian Koch ist ziemlich nuanciert und gut. Thomas Thieme, in seiner brutal-bösen Fleischlichkeit, überzeugt komplett. Die beiden Oberstars sind Ulrich Mühe und Ulrich Tukur. Wie Ulrich Mühe mich am Zerfall seiner Welt in kleine Erbsen teilhaben ließ war stark und bewegend. Der Kuchen geht an Tukur, dem ich einfach alles abnahm, was er in diesem Film spielte. Egal ob als abgrundtiefer Karrierist, als unbestechlicher Parteimann oder als sich mit Psychospielchen das Mittagessen in der trist-häßlichen Kantine versüßender Vorgesetzter: Alles hat von vorne bis hinten gestimmt. Guter Film! Aber: Nicht grade der Stoff, mit dem man sich in der Examenszeit ein wenig Entspannung gönnen sollte.

Saturday, January 12, 2008

Da kocht die Gerüchteküche


In Will Smith's neuem Film I am Legend sieht man in den menschenleeren Straßen von New York ein Filmplakat, auf dem die Logos von Batman und Superman vereint dargestellt sind. Jetzt sitzen die Fans natürlich mit gepitzten Ohren auf heißen Kartoffeln und das große Fragen beginnt.

Wird es einen solchen Film nun vielleicht doch geben?

Wirs es ein "Batman und Superman" Film?

Wird es ein "Batman gegen Superman" Film (The Dark Knight Returns läßt grüßen)?

Da I am Legend im Jahr 2009 spielt, dürfen wir vielleicht schon im nächsten Jahr auf den Film hoffen?

Wird man Christian Bale als Batman behalten und nach dem Obergähner Superman Returns sich endlich auf die Suche nach einem Schauspieler machen, der gleichzeitig goofig und kerlig genug ist um Clark Kent und Superman darstellen zu können?

Fragen über Fragen. Ich selbst hätte ja lieber so etwas wie ein Wolverine/Spiderman/Daredevil Team-up, aber davon kann man natürlich nur träumen.


Die richtig gute Nachricht zum Schluß:

US-Start 6. März 2009

Thursday, December 06, 2007

"Dann sollen sie eben New Wave hören..."

Irgendwann im Spätsommer habe ich Coppolas "Marie Antoinette" gesehen. Ich wußte vorher schon, daß ich da keine Tiefen und Größen zu erwarten hatte. Es sah aber nach lustigem Popcorn-Kino aus, welches die Französische Königin aus der Norma Shearer-Schmachtecke zerrt und in ein "Girl's just wanna have fun"-Szenario in Versailles wirft. Das war es dann, aber leider auch nicht mehr.

Die Idee, den Film größtenteils mit New-Wave-Musik zu untermalen, funktioniert auch nicht immer. Das unschuldige Herumgepunke von Siouxsies "Hongkong Garden" und die tonnenschwere Melancholie im "Plainsong" von The Cure funktionieren noch ganz gut, und Adam Ants "Kings of the Wild Frontiers" bringt immerhin nette Erinnerungen zurück.

Das größte "Aha"-Erlebnis hatte ich, als während der Schuh-Anprobe-Szene die Kamera einen Schwenk über all die bizzarren Schühchen machte und plötzlich mittendrin ein Paar Chucks zu sehen war. Für alle, die den Film nicht gesehen oder bei der Szene nicht so genau aufgepaßt haben, hier das Beweisphoto:

Saturday, June 09, 2007

"How it shold have ended"

Spaßig: Dieses etwas andere Ende zu "Der Herr der Ringe" ist nur eine von vielen alternativen Filmversionen, die man auf YouTube finden kann (Suchbegriff "hishe" = "how it should have ended").



Die gleichnamige Internetseite bietet darüberhinaus noch witzige Trailer zu nicht existierenden Filmen ("Ocean's 40"), Reviews und anderes filmverwandtes Zeug.

Tuesday, March 20, 2007

Das waren noch Zeiten!

Ein Cartoon-Klassiker aus dem Warner-Bros-Repertoire für die Kinder und die Kindgebliebenen. Übrigens ist der Schurke in diesem Strip nicht jedermanns liebster Roadrunner-Jäger Wyle E. Coyote sondern Ralph Wolf. Unterscheidungsmerkmal: Die rote Nase.

Friday, February 23, 2007

Muß das sein?

Links auf dem Photo seht Ihr John Travolta als Edna Turnblad in einer Neuverfilmung von "Hairspray".

Als ob es an der John-Waters-Version von 1988 mit Divine, Ricky Lake, Debbie Harry, Ric Ocasek und Pia Zadora noch irgendwas zu verbessern gäbe.

Tsk!