Friday, November 16, 2007

Bankrotterklärung einer Ersatzreligion

Harald Ullmann, zweiter Vorsitzender von PETA-Deutschland, wandte sich in einer bundesweiten Presseerklärung an VfB-Stürmer Mario Gomez und bat ihn, seinen Stierkampf-Torjubel doch bitte einzustellen und öffentlich seine Tierliebe zum Ausdruck zu bringen.

Derselbe Ullmann war 2004 einer der Befürworter von PETAs "Der Holocaust auf deinem Teller"-Aktion, die zwar von Gerichten abgewürgt wurde, aber dennoch gehörig Schlagzeilen machte.

Naja, PETA ist ja ohnehin ein Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn eine gute Idee weit über das Ziel hinausschießt. In den USA werden regelmäßig Städte darum gebeten, ihr Namen zu ändern, wenn diese auch nur ansatzweise mit unkorrekter Behandlung von Tieren assoziiert werden können. Das mag noch lustig sein.

Auch über PETAs "Jesus war Vegetarier"-Ulknummer läßt sich angesichts von Lk 24,42-43 trefflich schmunzeln.

PETA hat aber auch ein an Kinder adressiertes Flugblatt herausgebracht, welches den Titel trägt "Dein Papi tötet Tiere" (Zu der appetitlichen Illustration links müßt Ihr Euch jetzt natürlich noch eine Dr. Phibes-Orgel und satanisches Gelächter mit ganz viel Halleffekt vorstellen).

Auszug aus dem Flugblatt:
    "Da dir dein Papa falsche Lektionen darüber gibt, was richtig oder falsch ist, solltest du ihm beibringen, dass Angeln Mord ist. Und solange dein Papa nicht gelernt hat, dass mit so etwas nicht zu spaßen ist, solltest du deine Hündchen und Kätzchen von ihm fernhalten. Er ist so besessen davon, Tiere zu töten, dass diese die nächsten sein werden, die dran glauben werden.
Ihr Rotzlöffel! Was glaubt Ihr eigentlich, wer Ihr seid? Warum nehmen wir die Kleinen nicht einfach ihren Eltern weg und stecken sie in ein Lager, wo man sie dann Clockwork Orange-mäßig zu sabbernden, willenlosen Löwenzahnknabberern umerzieht? "Falsche Lektionen darüber, was richtig und was falsch ist"? Meine Fresse! Mein Vater ist mit mir zum Angeln gegangen. Und er hat noch einen draufgesetzt, indem er unseren ersten Wellensittich tötete. Unabsichtlich, versteht sich, weil das doofe Vieh einfach viel zu zutraulich war. Trotzdem habe ich von meinem Vater bedeutend mehr ethisches Rüstzeug mit auf den Weg bekommen, als mir jeder Unterstützer einer Organisation bieten könnte, die einen solch bigottischen Schmarrn produziert.

Hier der Link zu einer englischsprachigen Seite, die ein paar Details über PETA auflistet, die diesem Verein eigentlich peinlich sein müßten. Angesichts der Gomez-Meldung befürchte ich aber, daß man bei unseren Tierfreunden bereits absolut schmerzfrei ist.

2 comments:

Charlotte said...

Hauptsache, es gibt noch ein, zwei Leutchen, die für etwas auf die Straße gehen. Fette, bräsige, faule, übersatte Schlaffhirne, die sich jeden Scheiß vorsetzen lassen, incl. Würstchen aus Tierabfällen, hat die Welt ja nun wirklich genug. Und perfekt ist keiner, weder Mensch noch Organisation. Gelle, Vater?

Alipius said...

Ich hab im Artikel ja gesagt, daß PETA eine gute Idee zu Grunde liegt. Außerdem schließt Tierkonsum selbstverantwortliche Ernährung ja nicht aus.

Und was die Perfektion betrifft scheint mir - gemessen am Selbstbild von PETA - der Anspruch der Realität doch meilenweit voranzueilen.